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Windkraft-Branche: Schnelleren Ausbau vor Wahlkampf-Start beschließen


30.07.20 11:47
dpa-AFX

BERLIN (dpa-AFX) - Die Windkraft-Branche drängt die Politik dazu, einen deutlich stärkeren Ausbau von Windrädern in Deutschland schnell zu beschließen.

"Wenn das in den Wahlkampf rutscht, dann sind wir schon wieder deutlich zu weit hinten", sagte Matthias Zelinger vom Hersteller-Verband VDMA Power Systems am Donnerstag. Bis eine neue Bundesregierung handlungsfähig sei, stünde man an einem Punkt, an dem das Ziel für 2030, nämlich 65 Prozent Ökostrom-Anteil bei steigendem Strombedarf, nur noch schwer und teurer erreichbar sei. "Jetzt muss der Weg nachhaltig beschrieben werden", forderte er.



Nach Angaben von VDMA Power Systems und dem Bundesverband Windenergie (BWE) wurden im ersten Halbjahr 2020 in Deutschland an Land 591 Megawatt Leistung verteilt auf 178 neue Windenergie-Anlagen gebaut. Weil auch alte Anlagen abgebaut wurden, lag der Netto-Zubau demnach bei 507 Megawatt und 90 Anlagen. Am meisten ausgebaut wurde in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Niedersachsen.



Die Angaben unterscheiden sich leicht von vorläufigen Zahlen der Fachagentur Windenergie an Land von Mitte Juli, allerdings ist der Trend der gleiche: Obwohl mehr als doppelt so viel zugebaut wurde wie im Vorjahreszeitraum, reicht es aus Sicht der Branche noch lange nicht. Sie hält etwa 4700 Megawatt Zuwachs pro Jahr für notwendig. "Doppelt so gut ist immer noch zwei Drittel zu schlecht", sagte Zelinger.



Die Bundesregierung rechne für 2030 weiterhin mit einem Strombedarf von 580 Terawattstunden, sagte Hermann Albers vom Bundesverband Windenergie. Die Branche dagegen rechne mit 740 Terawattstunden. Er verwies auf die Wasserstoffstrategie der Bundesregierung und die geplanten Änderungen im Flugverkehr und Industrien wie der Stahlproduktion - dabei spielen synthetische Kraft- und Brennstoffe eine Rolle, deren Herstellung sehr viel Strom braucht.



Europaweit wurden nach Angaben des Verbands Wind Europe 5,1 Gigawatt im ersten Halbjahr zugebaut, davon 3,9 Gigawatt an Land. Die Lieferung von Bauteilen etwa aus Indien und China sei wegen der Corona-Pandemie teils ins Stocken gekommen./ted/DP/eas







 
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