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Fr, 7. August 2020, 12:33 Uhr

Dow Jones Industrial Average

WKN: 969420 / ISIN: US2605661048

Wall Street Schluss: Freundlicher Wochenschluss in New York


17.06.05 22:11
aktiencheck.de

Zum Wochenschluss notierten die US-Börsen wieder fester. Der Dow Jones gewann am Freitag 0,43 Prozent auf 10.624 Punkte hinzu, die NASDAQ schloss mit einem Plus von knapp 0,1 Prozent bei 2.090 Zählern.

Beherrschendes Thema war heute der milliardenschwere Einstieg der Bank of America bei einer der vier großen chinesischen Kreditinstitute. Die mittlerweile zweitgrößte US-Bank tätigt mit der 3 Mrd. Dollar-Transaktion die bisher größte Investition eines ausländischen Unternehmens in den chinesischen Bankensektor.

Bei den Wirtschaftsdaten, die heute etwas im Schatten des Dreifachen Hexensabbats standen, wies die Leistungsbilanz für das erste Quartal einen neuen Rekordwert auf. Die Universität Michigan präsentierte zudem die vorläufigen Daten zur Entwicklung des Verbrauchervertrauens für Juni 2005. So stieg der Gesamtindex auf 94,8 Punkte, nachdem für den Monat Mai ein Stand von 86,9 Punkten ausgewiesen worden war. Damit konnten die Erwartungen der Marktbeobachter deutlich übertroffen werden. Volkswirte hatten zuvor durchschnittlich mit einem Anstieg auf 88,6 Punkten gerechnet.

Die Bank of America Corp. (ISIN US0605051046 / WKN 858388) gab bekannt, dass sie sich mit 9 Prozent an der China Construction Bank beteiligen wird. Der US-Konzern wird demnach für die Anteile an Chinas zweitgrößtem Kreditinstitut 3 Mrd. Dollar zahlen. Dabei hat sich die Bank of America zudem die Option gesichert, ihre Beteiligung an der staatlichen Gesellschaft in den nächsten fünfeinhalb Jahren auf bis zu 19,9 Prozent zu erhöhen. Die 9-prozentige Beteiligung der Bank of America stellt die bisher größte Investition in eine chinesische Bank durch ein ausländisches Kreditinstitut dar. Die chinesische Regierung begrenzt die Investitionen eines ausländischen Unternehmens in ihre Banken auf 20 Prozent, wobei die ausländischen Investitionen insgesamt auf 25 Prozent beschränkt sind. Die China Construction Bank, die über ein landesweites Netzwerk von 14.500 Filialen verfügt, hatte im Vorfeld mitgeteilt, dass sie ein bis drei strategische Investoren für ihren geplanten Börsengang in Hongkong sucht. Das IPO soll Ende dieses Jahres oder 2006 stattfinden und 5 bis 10 Mrd. Dollar in die Kassen spülen.

Die Elektronik-Einzelhandelskette Circuit City Stores Inc. (ISIN US1727371080 / WKN 863207) musste im ersten Quartal aufgrund von höheren Ausgaben beim Wareneinkauf einen größeren Verlust hinnehmen. Wie die zweitgrößte Elektronikartikel-Kette in den USA mitteilte, lag der Verlust aus dem fortgeführten Geschäft im Berichtsquartal bei 13,1 Mio. Dollar bzw. 7 Cents je Aktie, nach einem Minus von 5,2 Mio. Dollar bzw. 3 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Analysten waren auf dieser Basis von einem Verlust in Höhe von 2 Cents je Aktie ausgegangen. Der Konzernerlös kletterte von 2,09 Mrd. Dollar auf 2,23 Mrd. Dollar, was im Rahmen der Analystenerwartung von 2,20 Mrd. Dollar lag.

Die Investmentbank Morgan Stanley will Presseangaben zufolge ihren Plan, welcher die Abspaltung ihrer Kreditkartensparte vorsieht, noch einmal überdenken. Wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf gut informierte Kreise berichtet, will das Board von Morgan Stanley nach dem Rücktritt des CEO Philip Purcell die Abspaltung der Kreditkartensparte Discover einer erneuten Prüfung unterziehen. Der langjährige Konzernlenker hatte im April 2005 den Aktionären ein Spin-Off der Sparte in Aussicht gestellt. Purcell sah sich zum Rücktritt genötigt, nachdem er innerhalb der Investmentbank aufgrund seines umstrittenen Führungsstils sowie der zuletzt schwachen Ergebnisentwicklung zunehmend unter Druck geraten war. Nach dem Rücktritt von Purcell sieht das Board die Abspaltung von Discovery laut dem Bericht aufgrund verschiedener Überlegungen in Frage gestellt. Dabei wird Morgan Stanley im Rahmen einer Abspaltung eine größere Kapitalspritze an Discovery vergeben müssen als zunächst angenommen. Aufgrund dieser Bedenken wird ein Spin-Off des Kreditkartengeschäfts und das anschließende Listing im Rahmen einer eigenständigen Gesellschaft zunehmend unwahrscheinlich, hieß es weiter.

Der US-Weinproduzent Constellation Brands Inc. (ISIN US21036P1084 / WKN 871918) gab bekannt, dass er und seine Partner ein Gegenangebot für den britischen Spirituosenkonzern Allied Domecq plc nicht mehr in Erwägung ziehen. Damit ist der Weg frei für den französischen Getränkekonzern Pernod Ricard S.A. (ISIN FR0000120693 / WKN 853373), der 13,7 Mrd. Dollar für Allied bietet und nach einer Transaktion auch einige Marken an die Fortune Brands Inc. weiterverkaufen will. Der weltgrößte Weinproduzent Constellation war seit einigen Wochen an der Abgabe eines Gegenangebots interessiert. Seinem Konsortium gehörten die Brown-Forman Corp., Lion Capital sowie die Blackstone Group an. Wie die "Financial Times" Anfang des Monats berichtete, hat Constellation mit der Citigroup Inc., der Merrill Lynch & Co. Inc. und der Bank Of America Corp. drei Banken für die Finanzierung einer Allied-Offerte gewonnen.

Der Software-Hersteller Adobe Systems Inc. (ISIN US00724F1012 / WKN 871981) hat am Donnerstag nach Börsenschluss in den USA seine Ergebnisse für das abgelaufene zweite Fiskalquartal 2005 bekannt gegeben. Das Unternehmen aus Kalifornien erwirtschaftete demnach einen Gewinn von 149,8 Mio. Dollar bzw. 29 Cents je Aktie, nach einem Gewinn von 109,4 Mio. Dollar im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Umsatz wurde mit 496,0 Mio. Dollar angegeben, im Vergleich zu 410,1 Mio. Dollar im zweiten Fiskalquartal 2004. Analysten hatten im Vorfeld mit einem EPS von 27 Cents bei einem Umsatz von 491,7 Mio. Dollar gerechnet. Für das laufende Quartal gehen Analysten von einem EPS von 26 Cents und Erlösen von 485 Mio. Dollar aus.









 
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