Suchen
Login
Anzeige:
Di, 11. August 2020, 19:02 Uhr

Telefonica Deutschland Holding

WKN: A1J5RX / ISIN: DE000A1J5RX9

ROUNDUP: Netzagentur droht Telefónica mit Zwangsgeld - LTE-Ausbau lückenhaft


09.07.20 14:51
dpa-AFX

BONN/MÜNCHEN (dpa-AFX) - Weil der Mobilfunk-Anbieter Telefónica Deutschland (O2) trotz Nachholfrist seine Pflichten beim Ausbau des 4G-Netzes (LTE) nicht rechtzeitig erfüllt hat, droht die Bundesnetzagentur nun mit einem Zwangsgeld.

Sollte der Netzbetreiber nicht bis Ende Juli die fehlenden LTE-Masten errichtet haben, werde man eine Summe von 600 000 Euro festsetzen, teilte die Regulierungsbehörde am Donnerstag in Bonn mit.



Die sogenannten Versorgungsauflagen verpflichten die Netzbetreiber in Deutschland, zu bestimmten Fristen eine gewisse Zahl an Haushalten und Standorten zu versorgen. Die Unternehmen sollten bereits Ende des vergangenen Jahres 98 Prozent der Haushalte mit mindestens 50 MBit pro Sekunde (LTE) versorgt haben - pro Bundesland lag die verpflichtende Quote bei 97 Prozent. So soll verhindert werden, dass sich die Netzbetreiber auf lukrative Großstädte konzentrieren und ländliche Regionen vernachlässigen. ICE-Strecken und Autobahnen sollten demnach sogar zu 100 Prozent mit 4G versorgt werden.



Nachdem die Deutsche Telekom , Vodafone und Telefónica Deutschland zum Jahreswechsel noch Lücken bei der LTE-Versorgung aufgewiesen hatten, setzte die Netzagentur Nachholfristen fest. Für Telefónica, wo die Lücken besonders groß waren, lief die erste Frist Ende Juni ab. Bis dahin sollte das Unternehmen 40 Prozent der noch fehlenden 7600 LTE-Standorte umgesetzt haben.



Telefónica räumte zwar bereits ein, dieses Ziel nicht erreicht zu haben, verwies jedoch auf Einschränkungen durch die Corona-Pandemie und bat um Nachsicht. Man habe bei der Höhe des Zwangsgeldes all diese Umstände berücksichtigt, hieß es von Seiten der Netzagentur.



Man sei sehr zuversichtlich, das Ziel bis Ende Juli zu erreichen und so das Zwangsgeld zu vermeiden, sagte eine Sprecherin von Telefónica der Deutschen Presse-Agentur. Viele Standorte könnten dank geöffneter Grenzen und wieder etwas normalisierter Lieferketten sehr bald fertiggestellt werden. "In Deutschland kommen wir nun bei 4G auf eine Abdeckung von 90 Prozent - das ist eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Januar, wo wir noch bei 84 Prozent lagen." Die Schlagzahl beim Ausbau sei zuletzt deutlich erhöht worden. Telefónica kündigte zudem an, bis zum Ende des Jahres alle zur Erfüllung der Frist fehlenden LTE-Stationen zu realisieren.



Ende des Jahres steht für die Netzbetreiber allerdings direkt die nächste Frist an: Nicht nur alle Autobahnen und ICE-Strecken sollen bis dahin lückenlos mit 4G-Netz ausgestattet sein. Nach Plänen des Bundesverkehrsministeriums sollen zu diesem Zeitpunkt auch bereits 99 Prozent aller Haushalte über LTE-Netz verfügen./swe/DP/zb







 
Werte im Artikel
15,03 plus
+1,08%
1,32 plus
+1,05%
40,13 plus
+0,05%
10.08.20 , dpa-AFX
Entwarnung für Telefonica: Kein Zwangsgeld wege [...]
BONN (dpa-AFX) - Der Mobilfunkanbieter Telefonica Deutschland hat im zweiten Anlauf seine Pflichten beim Ausbau ...
07.08.20 , AnlegerPlus
Telefónica Deutschland leidet unter Corona - Aktien [...]
München (www.aktiencheck.de) - Telefónica Deutschland-Aktienanalyse von "AnlegerPlus News": Deutschlands ...
05.08.20 , Finanztrends
Wochenanalyse: Telefonica Deutschland Holding Akt [...]
Am 05.08.2020, 04:54 Uhr notiert die Aktie Telefonica an ihrem Heimatmarkt Xetra mit dem Kurs von 2.362 EUR. Das Unternehmen ...