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MDAX (Performance)

WKN: 846741 / ISIN: DE0008467416

DJ MÄRKTE EUROPA/Freundlich - Notenbanken zurück auf der Bühne


01.03.16 12:40
Dow Jones Newswires



DJ MÄRKTE EUROPA/Freundlich - Notenbanken zurück auf der Bühne




Von Herbert Rude




FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Aktienmärkte bauen die Eröffnungsgewinne am Dienstagmittag deutlich aus. Der DAX steigt gegen 12.20 Uhr um 1,5 Prozent auf 9.640 Punkte, und der Euro-Stoxx-50 legt um 1,0 Prozent zu. Händler meinen, die lockere Geldpolitik der großen Notenbanken stütze wieder die Stimmung. Einerseits profitiere sie von der Senkung des Mindestreservesatzes der chinesischen Notenbank, die am Morgen die chinesischen Kurse nach oben getrieben hatte. Andererseits setze der Markt auf eine weitere geldpolitische Lockerung in der Eurozone auf der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) in der kommenden Woche.




Neben der Notenbankpolitik stützt die Spekulation um eine Bodenbildung bei den Ölpreisen die Stimmung. "Im Fall einer solchen Bodenbildung dürften Anleger die positiven Effekte billigen Öls stärker einpreisen", sagt Martin Lück, Investmentstratege beim Vermögensverwalter Blackrock. Sowohl die Nordseesorte Brent als auch die US-Sorte WTI bauen die deutlichen Gewinne vom Wochenauftakt aus. Brent-Öl kostet 36,86 Dollar je Barrel, knapp 1 Prozent mehr als zum US-Settlement. Ein leicht positiver Impulse kommt vom etwas besser als geschätzt ausgefallenen Einkaufsmanagerindex der Eurozone für das verarbeitende Gewerbe.




Gewinner Nummer eins an der Börse sind die Autoaktien, die von der Spekulation profitieren, China könne über die Geldpolitik und möglicherweise auch andere Stimuli einen Konjunkturabschwung vermeiden. Angetrieben werden sie auch vom schwachen Euro, der sich mit der EZB-Spekulation unter 1,09 Dollar einnistet. Der Autoindex unter den paneuropäischen Stoxx-Indizes gewinnt 1,8 Prozent. BMW steigen um 3,5 Prozent und Fiat um 2,6 Prozent. Stärkste Aktie im DAX sind RWE mit einem Plus von 4,5 Prozent. Hier setzt der Markt weiter auf einen für das Unternehmen günstigen Kompromiss im Streit um die Kosten des Atomausstiegs. Eon gewinnen 3,4 Prozent.




Angebliches Gegengebot treibt LSE-Kurs



Auf Unternehmensseite steht die Börsenkonsolidierung im Blick mit dem möglichen ICE-Gegengebot für die London Stock Exchange, die sich mit der Deutschen Börse zusammenschließen will. Ein Gebot der ICE würde laut Analysten nicht überraschen, genauso wenig wie eines von der CME. Beiden US-Börsen wird schon seit längerem Interesse an der LSE nachgesagt. LSE schießen um weitere 7,4 Prozent nach oben und notieren auf einem neuen Rekordstand. Deutsche Börse können sich knapp behaupten. Im Handel steht nun insbesondere die Frage im Blick, ob die Deutsche Börse möglicherweise ihr Angebot für die LSE erhöhen könnte.




Der Banken-Index ist der einzige Stoxx-Branchenindex, der im Minus notiert, wenn auch nur um 0,2 Prozent. Das liegt allein an Barclays. Nach Vorlage der Geschäftszahlen bricht die Aktie um 10,4 Prozent ein. Bei der britischen Bank seien im Schlussquartal unerwartet hohe Kosten aufgelaufen, sagt ein Händler. "Dass eine Bank die Kosten nicht im Griff hat, will man wegen der ohnehin schon hohen Belastungen und Wertberichtigungen am Markt nicht mehr hören", heißt es. Laut Michael Hewson von CMC Markets kommt auch die Kürzung der Barclays-Dividende 2016 und 2017 denkbar schlecht an. Der bereinigte Vorsteuergewinn 2015 liege zudem mit 5,4 Milliarden Pfund um eine Milliarde Pfund unter dem Marktkonsens.




Für Swiss Life geht es um 3,4 Prozent nach oben. Der Versicherer habe sich in einem schwierigen Niedrigzinsumfeld sehr gut behauptet, sagt ein Händler. Der operative Gewinn sei im zweiten Halbjahr nur um rund 13 Prozent gesunken im Vergleich zum ersten Halbjahr. Am Markt habe man dagegen mit einem deutlich stärkeren Rückgang gerechnet. Daraus resultiere eine auf 8,50 Franken erhöhte Dividende, die um 20 Rappen über der Marktprognose liege.




Der Kurs des Spieleproduzenten Gameloft steigt um 7,7 Prozent auf 7,310 Euro, angetrieben von dem von 6 auf 7,20 Euro erhöhten Übernahme-Angebot von Vivendi. Der Kurs von Vivendi leidet unter der Erhöhung des Angebots nicht und steigt um 1,3 Prozent. Die Mehrkosten summierten sich auf lediglich rund 100 Millionen Euro, heißt es dazu.





Schwache Zahlen von Klöckner & Co schon eingepreist



Glencore geben um 2,4 Prozent nach. Der Rohstoffkonzern hat wegen des Preisverfalls im vergangenen Jahr einen horrenden Verlust von 5 Milliarden US-Dollar eingefahren. Jetzt will das Unternehmen mit Sitz in der Schweiz mehr Unternehmensteile als ursprünglich geplant abstoßen, um die Finanzen in Ordnung zu bringen.




Wie erwartet schwach sind derweil die Geschäftszahlen von Klöckner ausgefallen. "Klöckner hängt weiter von der Entwicklung der Stahlpreise ab", so ein Marktteilnehmer zu den Geschäftszahlen des Stahlhändlers. Allerdings sei viel Negatives bereits eingepreist und der freie Cashflow sei ordentlich. Für die Aktie geht es um 4,0 Prozent nach oben.




Weitere Akzente dürften im Tagesverlauf Konjunkturdaten aus den USA setzen. Im Blick steht der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe Februar sowie die Zweitveröffentlichung des Markit-Einkaufsmanagerindex für die USA.





INDEX Stand +-%
EuroStoxx50 2.977,47 +1,08%
Stoxx50 2.820,95 +0,81%
DAX 9.650,25 +1,63%
FTSE 6.141,27 +0,72%
CAC 4.386,01 +0,75%
EUREX Stand +-Ticks
Bund-Future 166,27 -27

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8.32 Uhr Mo, 18.00
EUR/USD 1,0864 -0,07% 1,0871 1,0866
EUR/JPY 122,92 0,13% 122,76 122,68
EUR/CHF 1,0866 0,08% 1,0857 1,0826
GBP/EUR 1,2870 0,49% 1,2807 1,2810
USD/JPY 113,14 0,20% 112,91 112,91
GBP/USD 1,3976 0,37% 1,3924 1,3924

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD
WTI/Nymex 34,24 31,48 1,45 0,49
Brent/ICE 0,00 35,97 0,00 0,00

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD
Gold (Spot) 1.241,94 1.238,71 +0,3% +3,23
Silber (Spot) 14,89 14,90 -0,1% -0,01
Platin (Spot) 940,75 934,34 +0,7% +6,41
Kupfer-Future 2,13 2,13 +0,2% +0,00



Kontakt zum Autor: herbert.rude@wsj.com




DJG/hru/gos




(END) Dow Jones Newswires




March 01, 2016 06:40 ET (11:40 GMT)




Copyright (c) 2016 Dow Jones & Company, Inc.







 
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