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EUR/GBP (Euro / Britische Pfund Sterling)

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DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Gewinne aus - Kurseinbruch bei RWE


17.02.16 13:16
Dow Jones Newswires



DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Gewinne aus - Kurseinbruch bei RWE




FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen bauen bis Mittwochmittag die Gewinne aus. Anziehende US-Futures deuten eine freundliche Eröffnung an Wall Street am Nachmittag an. Entspannungssignale am US-Markt für Hochzinsanleihen wirken fundamental stützend. Der Einbruch der RWE-Aktie nach der Streichung der Dividende spielt für die Gesamtbörsen keine Rolle. Am Abend steht das Protokoll der Fed-Sitzung vom 26. und 27. Januar zur Veröffentlichung an.




Der DAX gewinnt 1,7 Prozent auf 9.287 Punkte, der Euro-Stoxx-50 steigt 1,8 Prozent auf 2.871 Punkte. "Die Chancen für eine Bodenbildung an den Aktienmärkten stehen nicht schlecht", sagt Jochen Stanzl von CMC Markets. Die Unsicherheit seit Jahresbeginn habe die Gemüter der Anleger zermürbt, die Stimmung sei auf einem Tiefpunkt. "Wenn jeder aber glaubt, dass die Börsen nur noch fallen werden, dann kann der Zeitpunkt gekommen sein, wo die Kurse in eine Rally übergehen."




Bei den Aktien sei möglicherweise der Abverkauf übertrieben worden, meint David Lefkowitz, Aktienstratege bei UBS Wealth Management: "Es gab ein schnelles Umschichten in weniger riskante Marktsegmente zuungunsten von Aktien dieses Jahr. Das ging wahrscheinlich zu weit angesichts der konjunkturellen Fundamentaldaten".




Die Ölpreise erholen sich unterdessen von ihren frühen Tagestiefs und stellen kein Störfeuer dar. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI liegt wieder über 29 Dollar. Der Beschluss zum Einfrieren der Produktion einiger Ölförderer vom Dienstag wird weiter skeptisch gesehen. Auch weil als Referenzwert die Förderung im Januar dient, die mit über 10 Millionen Barrel pro Tag das höchste historische Produktionsniveau darstellt. Auch will sich der Iran nicht beteiligen.





Dividendenstreichung bei RWE fatales Signal



RWE stürzen um 12,8 Prozent ab auf 10,28 Euro und belasten auch Eon. RWE will vor dem Hintergrund der weiter verschlechterten Ertragsperspektiven in der konventionellen Stromerzeugung keine Dividende zahlen. Händler nennen den Ausfall für die RWE-Stammaktien ein "verheerendes Signal". "Dass die Stammaktionäre von RWE weniger erhalten würden als früher, war natürlich allen am Markt klar. Aber gar keine Dividende, das ist bitter", sagt ein Teilnehmer.




Die Erwartungen hätten bei 50 bis 60 Euro-Cent je Stammaktie gelegen, gestützt vor allem vom Druck der kommunalen Aktionäre, eine Dividende auszuschütten. Diese hätten sich aber offensichtlich nicht durchsetzen können, was große Löcher in die Haushaltskassen von nordrhein-westfälischen Gemeinden reißen dürfte. Auf die Vorzugsaktie will RWE noch 0,13 Cent ausschütten.





Notenbanken im Blick



Gemischte Signale gibt es von den Notenbanken. Dass EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny vor möglicherweise zu hohen Erwartungen an die Sitzung der EZB im März gewarnt hat, scheint der Kauflaune aber keinen Abbruch zu tun. Börsianer erwarten, dass die EZB auf der Sitzung im März zumindest den Einlagensatz um mindestens 10 Basispunkte auf dann minus 0,40 Prozent senken wird.




Von Fed-Mitglied Eric Rosengren kommt derweil der Rat, die US-Notenbank solle bei Zinserhöhungen zurückhaltend sein, wenn der wirtschaftliche Ausblick unsicher sei. Händler werten dies als positiv und warten gespannt auf des Protokoll der Fed-Sitzung vom Januar, das am Abend vorgelegt wird.





Unternehmensergebnisse bewegen Kurse



Bei den Einzelaktien steht eine Reihe von Quartalsdaten im Blick. Mit einem Plus von 12,6 Prozent werden gute Zahlen von der französischen Credit Agricole honoriert. Vor allem der Verkauf einer 25-prozentigen Beteiligung an Regionalbanken kommt gut an. Er spült der Bank rund 18 Milliarden Euro in die Kassen. Damit steigt die Kernkapitalquote der Bank über 11 Prozent, was derzeit sehr positiv gewertet wird.




Beiersdorf im DAX verlieren nach der Vorlage von Zahlen 0,8 Prozent. Hier wird der Ausblick als zu vorsichtig gewertet. Auch bemängelt die WGZ-Bank die zum Vorjahr unveränderte Dividende. Das Nettoergebnis sei indes besser als erwartet ausgefallen, gestützt von einer niedrigeren Steuerquote.




Bei Kuka geht es um 1,2 Prozent nach oben. Die Zahlen werden insgesamt als solide eingestuft. Dass die Aufträge aus der Automobilindustrie nicht mehr so üppig ausfielen, sei bereits in den Schätzungen berücksichtigt worden, heißt es.




BASF legen um 2 Prozent zu. Hier stützt etwas der schon länger erwartete Verkauf der Industrielacke an Akzo Nobel. BASF erhält 475 Millionen Euro für die Sparte, der Preis liegt nach Aussage eines Marktteilnehmers leicht oberhalb der Markterwartung. Akzo Nobel steigen um 1,6 Prozent.




Um 9,5 Prozent nach oben springen Schneider Electric. Der französische Industriegüterkonzern erhöht die Dividende. Ein größerer Gewinneinbruch konnte durch eine verbesserte Marge abgefedert werden und überrascht den Markt positiv.




Im SDAX steigt der Kurs von Stabilus um 3,8 Prozent. Das Unternehmen hat nach dem ersten Quartal 2015/2016 die Gewinnprognose für das Gesamtjahr um 20 auf 680 Millionen Euro erhöht.




Am Devisenmarkt notiert das Euro-Dollar-Paar wenig verändert bei 1,1148. Akzente könnten am Nachmittag US-Daten setzen. Veröffentlicht werden Erzeugerpreise sowie Daten zur Industrieproduktion bzw Kapazitätsauslastung für Januar. In der Kernrate wird erwartet, dass die Preise um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen sind.




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INDEX Stand +-%
EuroStoxx50 2.874,26 +1,88%
Stoxx50 2.747,06 +1,42%
DAX 9.299,49 +1,80%
FTSE 5.954,71 +1,58%
CAC 4.192,65 +1,99%
EUREX Stand +-Ticks
Bund-Future 164,21 -15

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 9.05 Uhr Di, 18.30 Uhr
EUR/USD 1,1145 -0,25% 1,1173 1,1141
EUR/JPY 127,11 0,24% 126,81 126,91
EUR/CHF 1,1036 0,19% 1,1016 1,1010
GBP/EUR 1,2835 0,57% 1,2762 1,2832
USD/JPY 114,04 0,50% 113,48 113,91
GBP/USD 1,4305 0,30% 1,4262 1,4294
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Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com




DJG/mpt/raz




(END) Dow Jones Newswires




February 17, 2016 07:16 ET (12:16 GMT)




Copyright (c) 2016 Dow Jones & Company, Inc.







 
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