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DJ MÄRKTE EUROPA/Anleger setzen auf marktfreundliches G20-Treffen


26.02.16 18:10
Dow Jones Newswires



DJ MÄRKTE EUROPA/Anleger setzen auf marktfreundliches G20-Treffen




Von Manuel Priego-Thimmel




FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Aktienmärkte haben am Freitag mit kräftigen Kursgewinnen den Handel beendet. Gekauft wurde im Vorfeld des G20-Treffens in Schanghai am Wochenende. Die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer der Welt treffen sich, um die aktuelle Verfassung der Weltwirtschaft zu erörtern. Teilnehmer hoffen auf wachstumsfördernde und den Finanzmarkt stabilisierende Maßnahmen. Der DAX gewann 1,9 Prozent auf 9.513 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 1,8 Prozent auf 2.929 Punkte nach oben.




Zu viele Hoffnungen sollten sich die Börsianer allerdings nicht machen. Finanzminister Wolfgang Schäuble hat bereits fiskalpolitische Maßnahmen zur Stimulierung der Weltwirtschaft abgelehnt. Die Citigroup erwartet nicht den großen Wurf beim G20-Treffen. Der Vielzahl der Probleme stehe eine Vielzahl von Partikularinteressen der Teilnehmer gegenüber. Immerhin glauben die Analysten, dass es den Politikern gelingen wird, den Risikoappetit der Anleger etwas zu stärken. Eine größere Rally erwartet die Citigroup aber nicht.




Stützend wirkten auch Konjunkturdaten aus den USA. Die dortige Wirtschaft ist im vierten Quartal um annualisiert 1 Prozent gewachsen nach vorläufig 0,7 Prozent. Erwartet wurde dagegen eine Abschwächung des Wachstums auf 0,4 Prozent. Die Daten werden mit Erleichterung von den Anlegern zur Kenntnis genommen, insbesondere mit Blick auf die im Hintergrund weiter schlummernden Wachstumsängste.





Beruhigende Worte aus China



Beruhigende Worte lieferte auch Zhou Xiaochuan, Gouverneur der chinesischen Notenbank. Er sieht keinen Grund für eine fortgesetzte Abwertung des Yuan und sprach zudem von einer weiter starken Konjunktur in China. Desweiteren betonte er, dass die Notenbank noch über Spielraum für weitere geldpolitische Maßnahmen verfüge. Am Markt wurde das als Hinweis auf eine mögliche weitere Zinssenkung verstanden, hieß es.




Allerdings gab es auch schon wieder vorsichtigere Töne am Markt: "Die Luft nach oben ist dünn", sagte ein Aktienhändler. Jüngst gab es verstärkte Abgabebereitschaft im Bereich zwischen 9.500 bis 9.600 Punkten im DAX. Diesen Bereich sieht er als Zielzone der aktuellen Aufwärtsbewegung an. "Sollte es kein greifbares Ergebnis aus Schanghai geben, geht es nächste Woche auch wieder nach unten", warnte er.





Der Berichtssaison läuft auf Hochtouren



Eni verteuerten sich nach den Zahlen zum vierten Quartal um 5,1 Prozent. Jefferies hob vor allem ein starkes Fördergeschäft hervor: "Die Fördermenge von 1,884 Millionen Barrel pro Tag liegt 6 Prozent über der Konsensschätzung". Eni habe vermutlich geringere Förderkosten und positive Wechselkurseffekte verzeichnet. Der Cashflow von 4 Milliarden Euro sei "robust", wie überhaupt der ganze Quartalsbericht.




Royal Bank of Scotland (RBS) brachen um 7,1 Prozent ein, allerdings ohne andere Bankentitel der Branche zu belasten. Der Sektor schloss 3,4 Prozent höher. Die RBS hat ihren achten Jahresverlust in Folge veröffentlicht und die Aussicht auf Dividendenzahlungen weiter in die Zukunft verschoben. "Das ist wirklich enttäuschend", kommentierten die Analysten von Shore Capital. Deutsche Bank setzten die Erholung fort und gewannen 5,8 Prozent.





BASF-Ausblick kommt gut an



Positiv überraschen konnten BASF, die Aktie stieg mit 3 Prozent stärker als der DAX. Das Unternehmen zeigte sich weniger konjunkturskeptisch als vom Markt erwartet. "Der Gewinnausblick ist zumindest besser als befürchtet", so ein Händler. Statt eines am Markt erwarteten deutlichen Rückgangs des EBIT vor Sondereffekten soll diese Kennziffer laut BASF 2016 im Vergleich zum Vorjahr nur leicht zurückgehen.




Besser als erwartet fielen die Geschäftszahlen bei Rheinmetall aus. Die Aktien des Autozulieferers und Rüstungskonzerns stiegen um 3,7 Prozent. Auch Elringklinger konnte mit einem Umsatzwachstum überzeugen, die Aktie legte um 7,5 Prozent zu. SGL Carbon brachen indes um 8 Prozent ein, nachdem im Rahmen der Jahreszahlen eine Sonderabschreibung vorgenommen wurde. Dies führte 2015 zu einem deutlichen Jahresverlust.




Salzgitter stiegen um 4,7 Prozent, auch wenn die neue Jahresprognose nicht so gut ankam. Sie geht nur von einer stabilen Umsatzentwicklung aus. Die Aktie erholte sich aber mit dem europäischen Rohstoffsektor, genauso wie K+S - für das Papier ging es um 4,1 Prozent nach oben. Lufthansa verloren 0,7 Prozent. Die Aktie wurde belastet von negativ aufgenommen Geschäftszahlen des Mitbewerbers IAG.




Henkel konnten dem DAX nach den Geschäftszahlen vom Vortag nicht folgen und verloren 1,8 Prozent auf 93,51 Euro. Hier belasteten negative Kommentare von Analysten: Unter anderem zog HSBC die Kauf-Empfehlung zurück und empfiehlt nur noch ein "Halten". Außerdem senkte Exane BNP das Kursziel von 108 auf 100 Euro.





Der Druck auf die EZB steigt



Der Euro geriet nach dem US-BIP und nach frischen Preisdaten unter Druck und wertete in der Spitze bis auf 1,0911 Dollar ab, den tiefsten Stand seit drei Wochen. Die Inflationsdaten aus Spanien, Frankreich und Deutschland machten deutlich, dass das Ziel einer Inflationsrate nahe 2 Prozent für die Europäische Zentralbank (EZB) in immer weitere Ferne rückt. Damit nehme der Druck zu, dass die EZB auf der März-Sitzung ein größeres Maßnahmenpaket anschiebt, als bisher erwartet, hieß es im Handel.




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Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
stand absolut in % seit
Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 2.929,16 +51,74 +1,8% -10,4%
Stoxx-50 2.784,60 +47,00 +1,7% -10,2%
Stoxx-600 331,54 +5,00 +1,5% -9,4%
XETRA-DAX 9.513,30 +181,82 +1,9% -11,4%
FTSE-100 London 6.096,01 +83,20 +1,4% -2,3%
CAC-40 Paris 4.314,57 +66,12 +1,6% -7,0%
AEX Amsterdam 422,66 +7,28 +1,8% -4,3%
ATHEX-20 Athen 136,36 +7,25 +5,6% -25,6%
BEL-20 Bruessel 3.370,60 +32,53 +1,0% -8,9%
BUX Budapest 23.657,79 +334,11 +1,4% -1,1%
OMXH-25 Helsinki 3.129,27 +23,13 +0,7% -6,8%
ISE NAT. 30 Istanbul 92.129,89 -332,47 -0,4% +3,1%
OMXC-20 Kopenhagen 947,03 +16,52 +1,8% -6,6%
PSI 20 Lissabon 4.661,93 +48,46 +1,0% -11,4%
IBEX-35 Madrid 8.349,20 +133,60 +1,6% -12,5%
FTSE-MIB Mailand 17.483,76 +379,22 +2,2% -18,4%
RTS Moskau 757,45 +11,92 +1,6% +0,1%
OBX Oslo 507,21 +9,60 +1,9% -5,9%
PX-GLOB Prag 1.121,77 -2,47 -0,2% -9,6%
OMXS-30 Stockholm 1.370,80 +9,83 +0,7% -5,3%
WIG-20 Warschau 1.844,57 +6,40 +0,3% -0,8%
ATX Wien 2.145,88 +25,84 +1,2% -10,5%
SMI Zuerich 7.877,03 +82,98 +1,1% -10,7%

DEVISEN zuletzt +/- % Fr. 8.36 Uhr Do, 17.12 Uhr
EUR/USD 1,0932 -1,13% 1,1057 1,1038
EUR/JPY 124,36 -0,30% 124,74 124,31
EUR/CHF 1,0896 -0,32% 1,0931 1,0917
GBP/EUR 1,2683 0,25% 1,2651 1,2634
USD/JPY 113,77 0,85% 112,81 112,62
GBP/USD 1,3866 -0,88% 1,3989 1,3944

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD
WTI/Nymex 33,36 31,48 0,88 0,29
Brent/ICE 35,95 35,29 1,87 0,66

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD
Gold (Spot) 1.219,37 1.231,10 -1,0% -11,74
Silber (Spot) 14,75 15,15 -2,6% -0,40
Platin (Spot) 914,39 925,00 -1,1% -10,62
Kupfer-Future 2,12 2,07 +2,5% +0,05
===


Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com




DJG/mpt/ros




(END) Dow Jones Newswires




February 26, 2016 12:10 ET (17:10 GMT)




Copyright (c) 2016 Dow Jones & Company, Inc.







 
Werte im Artikel
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