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Sa, 26. September 2020, 14:55 Uhr

Wacker Neuson

WKN: WACK01 / ISIN: DE000WACK012

DGAP-News: Wacker Neuson SE: Covid-19-Pandemie führt zu rückläufigem Umsatz; EBIT und Free Cashflow deutlich positiv (deutsch)


05.08.20 07:00
dpa-AFX

Wacker Neuson SE: Covid-19-Pandemie führt zu rückläufigem Umsatz; EBIT und Free Cashflow deutlich positiv



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DGAP-News: Wacker Neuson SE / Schlagwort(e): Halbjahresergebnis


Wacker Neuson SE: Covid-19-Pandemie führt zu rückläufigem Umsatz; EBIT und


Free Cashflow deutlich positiv



05.08.2020 / 07:00


Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.



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Wacker Neuson SE: Covid-19-Pandemie führt zu rückläufigem Umsatz; EBIT und


Free Cashflow deutlich positiv



* Umsatz im ersten Halbjahr 16,4 Prozent unter Vorjahr



* EBIT-Marge bei 6,3 Prozent (-2,7 Prozentpunkte)



* Free Cashflow bei 92,9 Mio. Euro



* Weiterhin hohe Unsicherheit bzgl. des weiteren Jahresverlaufs



München, 5. August 2020 - Die Wacker Neuson Group, ein führender Hersteller


von Baugeräten und Kompaktmaschinen, erzielte im ersten Halbjahr 2020 einen


Umsatz von 796,7 Mio. Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 16,4 Prozent


gegenüber dem Vorjahreszeitraum (H1/19: 952,6 Mio. Euro). "Nach einem


positiven Start in das Geschäftsjahr 2020 hat sich das Geschäftsumfeld im


Zusammenhang mit der raschen Ausbreitung des Coronavirus ab Mitte März sehr


deutlich eingetrübt. Die flächendeckenden Shutdowns stellten äußerst


schwierige Rahmenbedingungen für unser Geschäft dar und führten zu


Behinderungen der Lieferketten. Unterbrechungen der Baustellentätigkeit


unserer Kunden und die große Unsicherheit über den weiteren Verlauf der


Pandemie wirkten sich deutlich negativ auf das Investitionsverhalten in der


Branche aus," erläutert Martin Lehner, Vorstandsvorsitzender der Wacker


Neuson Group. Im zweiten Quartal belief sich der Umsatzrückgang auf 25,4


Prozent (Umsatz Q2/20: 385,9 Mio. Euro; Q2/19: 517,2 Mio. Euro).



Entwicklung der Regionen


Der Umsatzanteil der Region Europa erhöhte sich im ersten Halbjahr 2020


spürbar auf


79,3 Prozent (H1/19: 72,7 Prozent). Da einige europäische Märkte,


insbesondere die Länder Zentraleuropas, im Vergleich zur Region Amerikas


weniger stark von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie betroffen waren,


fiel der Umsatzrückgang mit einem Minus von 8,8 Prozent vergleichsweise


gering aus (H1/20: 631,4 Mio. Euro; H1/19: 692,5 Mio. Euro).



In der Bauwirtschaft zeigte sich vor allem die DACH-Region robust. Hier


profitierte der Konzern von seinem flächendeckenden Direktvertriebsnetz,


über das den Kunden eine Vielzahl flexibler Miet-, Verkaufs- und


Servicelösungen angeboten wird. Die Auswirkungen umfassender Shutdowns in


den südeuropäischen Ländern sowie in Frankreich und Großbritannien konnten


hierdurch abgemildert werden. Stabilisierend wirkte auch das Geschäft mit


Kunden aus der Landwirtschaft. Der Konzern steigerte seine Erlöse hier um


0,9 Prozent auf 153,4 Mio. Euro (H1/19: 152,0 Mio. Euro).



Der Umsatz in der von der Covid-19-Pandemie besonders heftig getroffenen


Region Amerikas schrumpfte im ersten Halbjahr um 38,0 Prozent und lag bei


143,4 Mio. Euro (H1/19: 231,2 Mio. Euro). Der Rückgang resultierte im


Wesentlichen aus der stark zurückhaltenden Investitionstätigkeit von


Großkunden, darunter Vermietunternehmen. Da die USA weiterhin sehr hohe


Infektionszahlen verzeichnen, bleibt die Unsicherheit über den weiteren


Verlauf der Pandemie hier besonders hoch.



In der Region Asien-Pazifik ging der Umsatz in den ersten sechs Monaten 2020


um


24,2 Prozent auf 21,9 Mio. Euro zurück (H1/19: 28,9 Mio. Euro). In China


kamen die Auswirkungen des Coronavirus bereits vor allem im ersten Quartal


zum Tragen. Aufgrund des Lockdowns standen das chinesische Werk Pinghu sowie


die chinesische Händlerorganisation zeitweise komplett still. Allerdings


lief die Produktion bereits im April wieder annähernd uneingeschränkt,


sodass im zweiten Quartal ein im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hohes


einstelliges Wachstum erzielt werden konnte. Anders sah es in Australien


aus, wo der Konzern in beiden Berichtsquartalen zweistellig prozentuale


Umsatzrückgänge verkraften musste.



Profitabilität von stark rückläufigem Umsatzvolumen sowie einer


Firmenwertabschreibung geprägt


Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag im ersten Halbjahr bei 50,4


Mio. Euro, ein Minus von 41,5 Prozent (H1/19: 86,2 Mio. Euro). Die


EBIT-Marge betrug 6,3 Prozent (H1/19: 9,0 Prozent). Belastet war das


Ergebnis hauptsächlich vom stark rückläufigen Umsatzvolumen sowie einer


Abschreibung auf den Firmenwert des Teilkonzerns USA in Höhe von 9,5 Mio.


Euro, welche im Ergebnis des zweiten Quartals enthalten ist. Positiv wirkten


eine hohe Kostendisziplin, der gezielte Abbau von Urlaub und Gleitzeit sowie


erste positive Effekte aus dem noch vor Ausbruch der Corona-Krise


initiierten Kostenreduzierungs- und Effizienzsteigerungsprogramm. Zudem nahm


der Konzern angesichts des raschen Nachfragerückgangs verschiedene Modelle


der Kurzarbeit in Anspruch. Im zweiten Quartal lag das EBIT bei 21,5 Mio.


Euro, die EBIT-Marge betrug 5,6 Prozent (Q2/19: 55,2 Mio. Euro; EBIT-Marge:


10,7 Prozent).



Das Finanzergebnis belief sich in den ersten sechs Monaten des Jahres auf


-13,8 Mio. Euro (H1/19: -6,4 Mio. Euro) und war durch Währungseffekte in


Höhe von -7,8 Mio. Euro beeinflusst (H1/19: -0,5 Mio. Euro). Dabei handelte


es sich im Wesentlichen um negative Effekte im Zusammenhang mit


konzerninternen Verbindlichkeiten. Insbesondere die deutlichen Abwertungen


der Währungen einiger Länder, deren Volkswirtschaften stark von den


Entwicklungen an den Rohstoffmärkten abhängen, wirkten sich hier aus. Im


zweiten Quartal lag das Finanzergebnis bei


-1,6 Mio. Euro (Q2/19: -5,3 Mio. Euro).



Der Steueraufwand lag im ersten Halbjahr bei 13,9 Mio. Euro, im zweiten


Quartal bei 7,6 Mio. Euro (H1/19: 25,4 Mio. Euro; Q2/19: 16,3 Mio. Euro).


Dies entspricht Steuerquoten von 38,0 bzw. 38,2 Prozent (H1/19: 31,8


Prozent; Q2/19: 32,7 Prozent). Die Steuerquote für das zweite Quartal weicht


damit von der im Rahmen der Veröffentlichung vorläufiger Zahlen


kommunizierten ab (rund 51 Prozent). Hintergrund ist eine durch den


internationalen Rechnungslegungsstandard vorgegebene Glättung von


Einmaleffekten auf das Geschäftsjahr. In diesem Zusammenhang wurde auch die


Steuerquote des ersten Quartals 2020 rückwirkend korrigiert (nähere


Erläuterungen finden sich im Anhang des Halbjahresberichtes, S. 27).



Ursächlich für die im Vergleich zum Vorjahr gestiegene Steuerquote sind zum


einen negative Ergebnisse von Tochtergesellschaften, auf die keine aktiven


latenten Steuern gebildet werden konnten. Ebenso mussten bestehende aktive


latente Steuern zum Teil abgeschrieben werden. Des Weiteren sind die


beschriebenen negativen Effekte im Zusammenhang mit konzerninternen


Verbindlichkeiten sowie die Firmenwertabschreibung steuerlich nicht als


Aufwand ansetzbar.



Das Periodenergebnis des ersten Halbjahres lag bei 22,7 Mio. Euro (H1/19:


54,4 Mio. Euro), was einem Ergebnis je Aktie von 0,32 Euro entspricht


(H1/19: 0,78 Euro). Im zweiten Quartal betrug das Periodenergebnis 12,3 Mio.


Euro (Q2/19: 33,6 Mio. Euro), das Ergebnis je Aktie belief sich auf


0,18 Euro (Q2/19: 0,48 Euro).



Free Cashflow hoch zweistellig


In Folge des signifikanten Abbaus des Vorratsvermögens und angesichts einer


zurückhaltenden Investitionspolitik war der Free Cashflow im ersten Halbjahr


mit 92,9 Mio. Euro deutlich positiv. Im Vorjahr hatte ein starker Anstieg


des Net Working Capital zu einem negativen Free Cashflow geführt (H1/19:


-184,5 Mio. Euro). In Anbetracht der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie


wurden die Produktionsprogramme der Werke frühzeitig gekürzt. Der Vorstand


geht davon aus, den Vorratsbestand trotz der angespannten Nachfragesituation


bis Jahresende auf rund 500 Mio. Euro zu reduzieren.



Weiterer Jahresverlauf mit hoher Unsicherheit behaftet


Am 21. April 2020 hatte der Vorstand der Wacker Neuson Group vor dem


Hintergrund der Covid-19-Pandemie und den damit verbundenen Unsicherheiten


bezüglich des weiteren Geschäftsverlaufs seine Prognose für das


Geschäftsjahr 2020 zurückgenommen. Angesichts der weiterhin nicht


abschätzbaren Auswirkungen auf die Weltwirtschaftslage sowie die


Absatzmärkte und Lieferketten des Konzerns, ist die Formulierung einer


verlässlichen, konkreten neuen Prognose weiterhin nicht möglich. Der


Vorstand geht jedoch davon aus, dass sich die Steuerungsgrößen Umsatz und


EBIT-Marge für das Gesamtjahr 2020 deutlich unter den Werten des Vorjahres


bewegen werden (Umsatz 2019: 1.901,1 Mio. Euro; EBIT-Marge 2019: 8,1


Prozent).



Der Vorstand begegnet der derzeitigen Situation mit zahlreichen


liquiditätssichernden Maßnahmen sowie einer Intensivierung des genannten


Kostenreduzierungs- und Effizienzsteigerungsprogrammes. Daneben produzieren


die Werke angesichts der derzeitigen Nachfragesituation nach wie vor mit


reduzierter Kapazität.



Darüber hinaus werden alle Investitionsvorhaben erneut geprüft, und - wo


möglich und sinnvoll - zur weiteren Absicherung der Liquidität verschoben.


Während ursprünglich Investitionen in Sachanlagen und immaterielle


Vermögenswerte in Höhe von 80 bis 100 Mio. Euro geplant waren, geht der


Vorstand nun davon aus, dass diese im Geschäftsjahr 2020 bei rund 80 Mio.


Euro liegen werden (2019: 89,2 Mio. Euro). Im Bereich der


Erweiterungsinvestitionen an den beiden deutschen Produktionsstandorten


Korbach und Pfullendorf werden die zum Zeitpunkt des Ausbruches der


Covid-19-Pandemie bereits begonnenen Bauarbeiten aus wirtschaftlichen


Gründen fortgesetzt.



Besonderes Augenmerk legt der Konzern auf die weitere Reduktion des Net


Working Capital. Der Vorstand geht hier zum Ende des Jahres 2020 von einem


Niveau deutlich unter dem des Vorjahres aus (31.12.2019: 811,7 Mio. Euro).



Mit dem positiven Free Cashflow des ersten Halbjahres, dem geplanten


weiteren Abbau des Net Working Capital, der restriktiven Investitionspolitik


sowie strikter Kostenkontrolle, wird der Konzern auch im zweiten Halbjahr


stets über ausreichend liquide Mittel verfügen. Angesichts der


außergewöhnlich hohen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der weiteren


Entwicklung der Corona-Krise, plant der Vorstand dennoch, das


Liquiditätspolster über die Aufnahme eines Schuldscheindarlehens im August


um weitere 50 Mio. Euro aufzustocken.



Kennzahlen der Wacker Neuson Group



Kennzahlen in Mio. EUR H1/20 H1/19 Q2/20 Q2/19


Umsatz 796,7 952,6 -16,4% 385,9 517,2 -25,4%


EBIT 50,4 86,2 -41,5% 21,5 55,2 -61,1%


EBIT-Marge (in %) 6,3 9,0 -2,7PP 5,6 10,7 -5,1PP


Periodenergebnis 22,7 54,4 -58,3% 12,3 33,6 -63,4%


Ergebnis je Aktie in EUR 0,32 0,78 -59,0% 0,18 0,48 -62,5%


Free Cashflow 92,9 -184,5 - 88,6 -42,2 -


Ansprechpartner:


Christopher Helmreich


Head of Investor Relations


Wacker Neuson SE


Preußenstraße 41


80809 München


Tel.: +49 - (0)89 - 354 02 - 427


christopher.helmreich@wackerneuson.com


www.wackerneusongroup.com



Der vollständige Halbjahresbericht der Wacker Neuson Group ist unter


folgendem Link verfügbar:


www.wackerneusongroup.com/investor-relations/finanzberichte-praesentationen/



Bildmaterial der Wacker Neuson Group ist verfügbar unter:


https://wackerneusongroup.com/news-media/pressebilder



Über die Wacker Neuson Group:


Die Wacker Neuson Group ist ein international tätiger Unternehmensverbund


mit über 50 Tochterunternehmen und 150 eigenen Vertriebs- und


Servicestationen. Als ein führender Hersteller von Baugeräten und


Kompaktmaschinen bietet der Konzern seinen Kunden weltweit ein breites


Produktprogramm, umfangreiche Service- und Dienstleistungsangebote sowie


eine leistungsfähige Ersatzteilversorgung. Zur Wacker Neuson Group gehören


die Produktmarken Wacker Neuson, Kramer und Weidemann. Das Leistungsangebot


richtet sich vor allem an Kunden aus dem Bauhauptgewerbe, dem Garten- und


Landschaftsbau, der Landwirtschaft, den Kommunen und der Recyclingbranche


sowie an Bahnbetriebe und Industrieunternehmen. Der Konzern erzielte im Jahr


2019 einen Umsatz von 1,9 Mrd. Euro und beschäftigt rund 5.500 Mitarbeiter


weltweit. Die Aktie der Wacker Neuson SE wird im regulierten Markt (Prime


Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt (ISIN: DE000WACK012,


WKN: WACK01) und ist im SDAX der Deutschen Börse gelistet.




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05.08.2020 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,


übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.


Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.



Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten,


Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.


Medienarchiv unter http://www.dgap.de



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Sprache: Deutsch


Unternehmen: Wacker Neuson SE


Preußenstr. 41


80809 München


Deutschland


Telefon: +49 - (0)89 - 354 02 - 0


Fax: +49 (0)89 354 02 - 298


E-Mail: ir@wackerneuson.com


Internet: www.wackerneusongroup.com


ISIN: DE000WACK012


WKN: WACK01


Indizes: SDAX


Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt (Prime Standard);


Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Hannover,


München, Stuttgart, Tradegate Exchange


EQS News ID: 1109613





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