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Fr, 25. September 2020, 9:33 Uhr

DGAP-News: Deutsche Sparerinnen und Sparer lassen sich durch Corona nicht aus der Ruhe bringen (deutsch)


16.09.20 10:05
dpa-AFX

Deutsche Sparerinnen und Sparer lassen sich durch Corona nicht aus der Ruhe bringen



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DGAP-News: Union Investment / Schlagwort(e): Studie/Studienergebnisse


Deutsche Sparerinnen und Sparer lassen sich durch Corona nicht aus der Ruhe


bringen (News mit Zusatzmaterial)



16.09.2020 / 10:05


Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.



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* Optimismus bei den eigenen Finanzen



* Anleger sitzen Corona-Krise aus



* Chancenreiche Geldanlagen sind zunehmend attraktiv



* Verantwortungsvolle Unternehmensführung ist den Deutschen wichtig




Frankfurt am Main, 16. September 2020 - Die Corona-Pandemie bringt die


deutschen Sparerinnen und Sparer nicht aus dem Tritt. Sie schauen weiterhin


optimistisch auf ihre eigenen finanziellen Verhältnisse, jedoch eher


skeptisch auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Auch bleiben


sie überwiegend bei ihren bereits vor der Pandemie favorisierten


Geldanlagen. Umschichtungen von Vermögen stehen kaum auf dem Plan. Immer


mehr Menschen zeigen sich jedoch offen für aktienbasierte Geldanlagen, vor


allem Männer. Die Befragten sehen aber durchweg noch Nachholbedarf bei ihrem


Wissen über Aktien. Auch wünschen sie sich, dass Unternehmen mehr soziale


und ökologische Verantwortung übernehmen. Dies sind die Ergebnisse aus dem


aktuellen Anlegerbarometer von Union Investment, einer repräsentativen


Befragung deutscher Finanzentscheider in privaten Haushalten.



Optimismus bezüglich der eigenen Finanzen bleibt konstant


Trotz der Corona-Pandemie und den damit verbundenen wirtschaftlichen


Unsicherheiten gehen knapp sieben von zehn Anlegerinnen und Anlegern (69


Prozent) davon aus, dass sich bei den eigenen finanziellen Verhältnissen in


den kommenden sechs Monaten nichts ändern wird (Vorquartal: 72 Prozent). Die


Zahl derer, die optimistisch in die Zukunft schauen, steigt im Vergleich zum


zweiten Quartal dieses Jahres um sieben Prozentpunkte auf 19 Prozent und


liegt nun wieder in etwa so hoch wie vor der Pandemie. Die Pessimisten


befinden sich auf dem Rückzug, ihr Anteil liegt bei 12 Prozent. Im Quartal


zuvor waren es noch 16 Prozent. Anders schätzen die Befragten die


gesamtwirtschaftliche Situation für Deutschland ein. Hier hat sich die Zahl


derer, die an gleich bleibende Verhältnisse glauben, in den letzten sechs


Monaten fast halbiert und beträgt nun nur noch 25 Prozent (Vorquartal 48


Prozent). Beinahe zwei Drittel (62 Prozent) rechnen mit einer


Verschlechterung (im ersten Quartal 2020: 40 Prozent), optimistisch schauen


13 Prozent in das nächste halbe Jahr (Vorquartal: acht Prozent). "Dieser


Blick auf die deutsche Konjunktur deckt sich auch mit unserer


volkswirtschaftlichen Einschätzung. Es gibt aber ermutigende Anzeichen, dass


der Tiefpunkt hinter uns liegt. Die Konjunkturerholung hat begonnen, wird


aber dauern", kommentiert Giovanni Gay, Geschäftsführer bei Union


Investment. Mit Blick auf das von der Bundesregierung beschlossene


Konjunkturprogramm befürworten mehr als drei Viertel der Befragten, dass die


Gelder zur Förderung von Zukunftstechnologien genutzt werden.



Anleger sitzen Corona-Krise aus


Trotz der Pandemie und der eingetrübten wirtschaftlichen Entwicklung im Land


ist das Vertrauen in die unbaren Zahlungsmöglichkeiten groß. Nur zehn


Prozent der Befragten möchten mehr Bargeld zuhause aufbewahren als vor der


Corona-Krise. Für die meisten (75 Prozent) ist dies jedoch überhaupt keine


Option. 15 Prozent haben zwar darüber nachgedacht, ihr Verhalten


diesbezüglich aber nicht geändert. Auch ihren derzeitigen Geldanlagen


bleiben die meisten Sparerinnen und Sparer ebenfalls treu. Fast zwei Drittel


(62 Prozent) ziehen keine Umschichtungen in Betracht. "Die deutschen


Sparerinnen und Sparer haben in der Corona-Zeit Ruhe bewahrt. Dies ist in


den ersten Monaten der Pandemie so gewesen und hat sich nun bis in den


Herbst in gleicher Weise fortgesetzt", kommentiert Gay die Ergebnisse.


Entsprechend unverändert bleiben die Top-Sparziele: Altersvorsorge (81


Prozent) und eine Rücklage für Notfälle (79 Prozent) stehen bei den


Deutschen weiterhin im Fokus. Bei der Sparform bleiben Immobilien (72


Prozent), die Betriebsrente (64 Prozent) und Gold (47 Prozent) die Lieblinge


der Anlegerinnen und Anleger hierzulande. Auf Rang vier landen Aktien (42


Prozent), dicht gefolgt von Investmentfonds (37 Prozent) auf Rang fünf.



Chancenreiche Geldanlagen sind attraktiv


Das Interesse an chancenreichen Anlagen ist leicht gestiegen. Aktuell halten


42 Prozent der Befragten es grundsätzlich für sinnvoll, zumindest einen


kleineren Teil ihres Geldes beispielsweise in Aktien zu investieren


(Vorquartal: 39 Prozent). Allerdings sind die Männer bei der Aktienanlage


mutiger als Frauen. 51 Prozent der männlichen Befragten können sich


vorstellen, sich für eine Geldanlage zu entscheiden, die auch Aktien


enthält. Unter den befragten Frauen bejahten dies nur 28 Prozent. "Für alle,


die sich nicht täglich mit einzelnen Aktien beschäftigen möchten, ist ein


Aktienfonds eine gute Möglichkeit, an den Chancen der Kapitalmärkte zu


partizipieren. Der Einstieg mittels eines Sparplans ist übrigens für fast


die Hälfte unserer Befragten attraktiv", erläutert Gay.



Verantwortungsvolle Unternehmensführung ist den Deutschen wichtig


Als Voraussetzung für eine Geldanlage in einzelne Aktien sagen insgesamt 81


Prozent, dass sie gerne mehr über die Aktiengesellschaft wissen möchten,


bevor sie investieren. 72 Prozent möchten allgemein mehr über Aktien wissen.


Als meistgenannte Voraussetzung für ein Aktieninvestment nennen deutsche


Sparerinnen und Sparer (83 Prozent), dass das Unternehmen verantwortungsvoll


und nachhaltig gemanagt wird. Hier sehen viele Anlegerinnen und Anleger noch


Luft nach oben, denn 68 Prozent sind der Meinung, dass deutsche Unternehmen


derzeit ökologische Kriterien nicht ausreichend berücksichtigen. 60 Prozent


erkennen Defizite bei der sozialen Verantwortung. "Diese Anforderungen sind


ein klarer Auftrag an uns als Vermögensverwalter", betont Gay. Daher spreche


Union Investment als aktiver Manager solche Defizite in vielen Gesprächen


mit Vorständen börsennotierter Unternehmen an und beobachte sehr genau, wie


Aktiengesellschaften hier aufgestellt sind, so der Union Investment


Geschäftsführer.



Seit Anfang 2001 ermittelt das Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag von


Union Investment quartalsweise das Anlegerverhalten. Befragt werden 500


Finanzentscheider in privaten Haushalten im Alter von 20 bis 59 Jahren, die


mindestens eine Geldanlage besitzen. Für das dritte Quartal erhob Forsa die


Daten vom 3. bis 11. August 2020. Bei Umfragewerten, die sich nicht zu 100


Prozent addieren, gibt die Differenz den Anteil der unschlüssigen Befragten


an.




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Zusatzmaterial zur Meldung:



Datei:


https://eqs-cockpit.com/c/fncls.ssp?u=8f886293489eb19780d07101795b9321


Dateibeschreibung: Grafiken Anlegerbarometer Q3/2020



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16.09.2020 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,


übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.


Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.



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