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Sa, 15. August 2020, 16:44 Uhr

Ausblick: Die Märkte am Montag


20.06.05 08:34
aktiencheck.de



Die deutschen Standardwerte konnten die vergangene Woche mit Kursaufschlägen abschließen. Aufgrund der positiv aufgenommenen US-Konjunkturdaten sowie der stabilen Vorgaben der amerikanischen Leitbörsen verbuchte der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) zum Handelsende ein Plus von 0,54 Prozent auf 4.604,57 Punkte (LDAX: 4.605,09 Punkte +0,59 Prozent). Der MDAX gewann 0,62 Prozent auf 6.284,75 Punkte. Mit eine Rolle bezüglich des positiven Handelsverlaufs gespielt haben mag auch der "dreifache Hexensabbat", daher der gemeinsamen Verfallstermin für Aktien-Optionen, Index-Optionen und Index-Futures.

An der Spitze des DAX rangierte zum Handelsende die Aktie des Reisekonzerns TUI, welche am Ende mehr als 2 Prozent hinzugewinnen konnte. Die Anteilsscheine des Gesundheitsdienstleisters FMC sowie die Aktien der Deutschen Bank waren ebenfalls gesucht. Mit in der Spitzengruppe zu finden war auch E.ON, nachdem institutionelle Investoren angesichts der üppigen Barmittel des Energieversorgers Presseangaben zufolge Interesse an einer milliardenschweren Ausschüttung an die Anteilseigner angemahnt hatten. Die Aktie von MAN war angesichts der starken Absatzzahlen des schwedischen LKW-Herstellers Volvo gesucht und rangierte gleichfalls im oberen Drittel des DAX.

Am unteren Ende notierten zum Ende die Anteilsscheine der HypoVereinsbank, welche nach den kräftigen Zugewinnen der vergangenen Handelstage mehr als 1 Prozent abgeben mussten. Dabei entschlossen sich einige Anleger trotz Marktgerüchten über eine Gegenofferte seitens französischer Großbanken für das Münchener Kreditinstitut anscheinend zu Gewinnmitnahmen. Leichte Kursabschläge mussten auch Bayer, BMW sowie Schering hinnehmen. Die Aktie des Automobilkonzerns Volkswagen tendierte ebenfalls leichter, obwohl der Vorstandsvorsitzende zuvor die Gewinnprognose für das Gesamtjahr bestätigt und mittelfristig höhere Einsparungen in Aussicht gestellt hatte.

Der Markt heute:

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit einem Plus in den Handel starten. Die Deutsche Bank erwartet eine DAX-Eröffnung bei 4.614 Punkten, Lang & Schwarz rechnet zu Handelsbeginn mit 4.612 Punkten und HSBC Trinkaus & Burkhardt sieht den DAX bei 4.612 Zählern.

Konjunktur- und Wirtschaftstermine:

In Italien werden die Arbeitslosenzahlen sowie die Industrieaufträge und –umsätze veröffentlicht. Aus den USA werden heute der Frühindikatoren gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Quartalszahlen stehen heute bei der CarMAx Inc. und der Steelcase Inc. an. Die Hauptversammlung wird bei der Beate Uhse AG abgehalten.

Die US-Börsen:

Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Freitag im Plus. Während der Dow Jones um 0,42 Prozent auf 10.623 Punkte zulegte, zog die NASDAQ um 0,05 Prozent auf 2.090 Zähler an. Die Futures notieren aktuell im Minus. Gegen 08:15 Uhr tendiert der NASDAQ-Future bei 1.543 Punkten (-0,3 Prozent) und der S&P Future bei 1.218 Zählern (-0,2 Prozent).

Devisen und Rohstoffe:

Brent Oil: 56,20 Dollar; Euro: 1,2205 Dollar

Wichtige Meldungen:

Die Universität Michigan präsentierte die vorläufigen Daten zur Entwicklung des Verbrauchervertrauens für Juni 2005. So stieg der Gesamtindex auf 94,8 Punkte, nachdem für den Monat Mai ein Stand von 86,9 Punkten ausgewiesen worden war. Damit konnten die Erwartungen der Marktbeobachter deutlich übertroffen werden. Volkswirte hatten zuvor durchschnittlich mit einem Anstieg auf 88,6 Punkten gerechnet. Der Anstieg signalisiert ein verbessertes Kaufverhalten der Konsumenten. Der stark beachtete private Verbrauch macht etwa zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung aus.

Die Gewerkschaft International Association of Machinists and Aerospace Workers der Fluggesellschaft United Airlines Inc., die zur UAL Corp. (ISIN US9025495006/ WKN 891685) gehört, erklärte am Freitag, dass ihre Verhandlungsführer den Mitgliedern einstimmig zur Ratifizierung eines neuen, fünfjährigen Arbeitsvertrages geraten haben. Die Gewerkschaft, die das Bodenpersonal der zweitgrößten US-Fluggesellschaft repräsentiert, soll das neue Abkommen demnach bis zum 22. Juli absegnen, womit der bankrotte UAL-Konzern jährliche Einsparungen in Höhe von 176 Mio. Dollar erzielen würde. Mit dem neuen Vertrag, bei dem die Gewerkschaftsmitglieder u.a. am IAM National Pension Plan partizipieren, kommt UAL den zum Verlassen des Gläubigerschutzes notwendigen Einsparungen in Höhe von 700 Mio. Dollar einen Schritt näher.

Der stellvertretende Vorsitzende der Karstadt Warenhaus AG, Benedikt Best, verlässt das Unternehmen. Dies gab der Waren- und Versandhauskonzern KarstadtQuelle AG (ISIN DE0006275001/ WKN 627500) am Freitag bekannt. Den Angaben zufolge bat Best den Aufsichtsrat, ihn von seinen Aufgaben zu entbinden, wobei das Kontrollgremium diesem Wunsch entsprochen hat. Der 52-Jährige war seit Mai 2002 Vorstandsmitglied der Karstadt Warenhaus AG und stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Er war in dieser Funktion für die Einkaufsbereiche Personality, Living und Technik und das Ressort Werbung verantwortlich.

Der Automobilkonzern Volkswagen AG (ISIN DE0007664005/ WKN 766400) will mehr Kosten einsparen als zuvor geplant. Wie die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Aussagen von Konzernchef Bernd Pischetsrieder berichtet, will der größte europäische Automobilhersteller bis zum Jahr 2008 mehr als die zunächst anvisierten 4 Mrd. Euro einsparen. Um dies zu erreichen, sind nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden ein noch strengerer Sparkurs sowie eine deutliche Leistungssteigerung nötig. Dabei verwies Pischetsrieder auf die Unsicherheiten bezüglich der Wechselkurse, der Marktpreise sowie des Produkt-Mix, wobei sich diese Faktoren bis zum Jahr 2008 deutlich verändern könnten. Gleichzeitig bekräftigte der Vorstandsvorsitzende die Prognose für das Gesamtjahr, wonach Volkswagen einen höheren operativen Gewinn anpeilt: "An der Prognose für das Gesamtjahr ändert sich nichts", wird Pischetsrieder zitiert. Gleichzeitig erklärte der Vorstandschef, dass man derzeit kein neues Werk plane. Vielmehr sollen die Produktionskapazitäten im mexikanischen Puebla erweitert werden.

Aktuellen Presseberichten zufolge ist die italienische Bank UniCredito Italiano S.p.A. (ISIN IT0000064854/ WKN 850832) an weiteren Übernahmen in Deutschland interessiert. Dies berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am Freitag vorab aus ihrer Samstagausgabe. Demnach sagte UniCredito-Chef Alessandro Profumo gegenüber der Zeitung, die Integration der beiden Banken UniCredito und Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG (ISIN DE0008022005/ WKN 802200) werde sie sicherlich die nächsten Jahre beschäftigen, dennoch denke er mittelfristig auch an Zukäufe im Sparkassensektor. Dagegen halte Profumo die in dieser Woche erneut aufgekommenen Spekulationen über mögliche Gegenofferten anderer Banken für die HVBank für unbegründet, so die FAZ weiter. Die italienische Großbank UniCredito will sich Presseangaben zufolge zudem von Unternehmensteilen trennen, um die Übernahme der Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG (ISIN DE0008022005/ WKN 802200) zu finanzieren. Wie das "Handelsblatt" gestern berichtete, will das italienische Kreditinstitut unter anderem Teile seiner Leasingsparte verkaufen, um die 15 Mrd. Euro schwere Übernahme zu finanzieren. Marktexperten taxieren den Wert der Leasing-Tochter Locat auf rund 1 Mrd. Euro. Die Sparte erwirtschaftet mit 471 Mitarbeitern einen Nettogewinn von 93 Mio. Euro, wobei die Bankgesellschaft laut dem Bericht den Verkauf einzelner Auslandstöchter von Locat plant. UniCredito hatte zuvor bereits angekündigt, dass man sich von nicht-strategischen Geschäftssparten trennen will. Dabei war unter anderem von dem Bereich Wertpapierverwahrung die Rede. Wie die Wirtschaftszeitung weiter berichtete, will die HypoVereinsbank unter anderem ihre Wertpapierdirektbank DAB bank AG (ISIN DE0005072300/ WKN 507230) veräußern. Bereits im Vorfeld hatte es mehrfach Spekulationen über einen Verkauf der Direktbanktochter gegeben, wobei die comdirect bank AG (ISIN DE0005428007/ WKN 542800) wiederholt als möglicher Kaufinteressent genannt wurde.







 
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