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Di, 11. August 2020, 12:47 Uhr

Die innere Struktur des US-Aktienmarktes hat eine bearishe Schieflage


28.07.15 11:44
Christian Lukas

Liebe Leserinnen und Leser,


Der US-Markt hat zum Ende der vergangenen Woche einen Knacks bekommen. Nach dem es eine „griechische“ Erleichterungsrallye zwischen dem 07.07.15 und 20.07.15 gab (Aufwärtspfeil in Bild 1), musst man mit einer kleinen Gegenbewegung rechnen. Das war letzte Woche. Doch was dann kam, war keine kleine Bewegung. Der Abwärtspfeil in Bild 1 zeigt eine starke Abwärtsbewegung im McClellan-Oszillator. Sofort erkennt man, dass die Abwärtswelle deutlich länger als die Aufwärtswelle ist.



Bild 1: Tages-Chart des S&P500 mit dem McClellan-Oszillator für die US-Börse (NYSE) mit über 3000 Aktien


Der Kursverlauf des S&P-Index sieht besser aus, als der innere Zustand des Marktes. Die starke Abwärtswelle ist noch nicht zu sehen, weil einige schwergewichtige Aktien mit steigender Tendenz das negative Bild verzerren. Der McClellan-Oszillator geht aber nur von der Anzahl der gestiegenen und gefallenden Aktien aus, und nicht von der Marktkapitalisierung.


Eigentlich hätte die Abwärtsbewegung schon zu einem bearishen Trendlinienbruch im S&P500 führen müssen.





Bild 2: Die Bewegung des McClellan-Oszillators der NYSE als Summierung


Das Bild 2 zeigt noch einmal den McClellan-Oszillator in einer anderen Darstellungsform. In diesem Fall zeigt der Graph den Trend des McClellan-Oszillators an. Seit Mai gibt es eine deutliche Tendenz zu fallenden Kursen. Die Nulllinie in Bild 2 ist stets der Übergang von Aufwärts- oder Abwärtstrend. Seit Anfang Juni zeichnet sich ein Abwärtstrend ab.


Unter diesen Bedingungen muss man in den Wochen oder Monaten mit tieferen Kursen rechnen.


Erklärung:


Beim McClellan-Oszillator wird die Differenz der gestiegenen und gefallenden Aktien berechnet. Anschließend wird das Ergebnis mit zwei verschiedenen exponentiellen Moving-Averages (EMA) geglättet dargestellt. Das Ergebnis ist ein Oszillator, der um die Nulllinie pendelt.


Der McClellan-Oszillator gibt grundsätzlich seine Handelssignale beim Überschreiten der Nulllinie. Er ist besonders schnell im Vergleich zu anderen Indikatoren. Meistens gibt er vorzeitige Umkehrsignale, wenn der Markt seine Richtung ändern möchte. Die schnellsten Warnsignale gibt es auf Basis von Divergenzen. Ein Markt ist gesund, wenn jedes neue Kurshoch bzw. -tief im Gleichschritt auch vom McClellan-Oszillator bestätigt werden.




Viel Erfolg wünscht,


Christian Lukas


www.Trading-Ideen.de







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