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Di, 11. August 2020, 12:46 Uhr

Call auf Wirecard [Morgan Stanley & Co. International plc]

WKN: MC7YVE / ISIN: DE000MC7YVE4

Optionsscheine stehen und fallen mit der Volatilität


18.06.20 13:48
Feingold-Research

“Aktie, Optionsschein oder Turbo? Put oder Call? Hebelprodukte mit oder ohne Knock-Out? Wie bitte?” Anleger sehen sich heutzutage einer Vielzahl von Produkttypen gegenüber und gerade für Börseneinsteiger kann diese Angebotsvielfalt sehr erdrückend und unübersichtlich sein. In unserer Produktauswahl finden sich dabei auch immer wieder Optionsscheine, wie beispielsweise das Papier MC7YVE (Call 130/2021) auf Wirecard, der jetzt aber – Achtung! – eine extrem hohe Vola aufweist. Wir möchten mit Blick auf die Volatilität Optionsscheine in den Fokus rücken. Diese sind derzeit besonders attraktiv, da die Vola entscheidend ist bei der Preisbildung.


Optionsscheine geben dem Inhaber das Recht eine bestimmte Menge des Basiswerts zu einem bestimmten Basispreis jederzeit während der Laufzeit (amerikanisch) oder am Laufzeitende (europäisch) zu kaufen (Call-Optionsschein) oder zu verkaufen (Put-Optionsschein). In der Praxis findet am Laufzeitende in der Regel ein so genannter Barausgleich statt oder die Optionsscheine werden vor Laufzeitende verkauft.


Frankfurt_Börse_Banken_3Nicht zu verachten ist bei Optionsscheinen der Einfluss der Volatilität. Je höher die Schwankungsbreite der Basiswerte am Markt ist, desto teurer in der Regel die Optionsscheine. Klar, wenn man als Anleger davon ausgeht am Laufzeitende eine Option gewinnbringend einsetzen zu können, verteuert sich diese natürlich.


Aus diesem Grund waren Scheine ab Mitte 2008 bis Anfang 2009 auch nicht von Vorteil, da die Schwankungsbreite der Basiswerte, die Volatilität, einfach zu hoch war. Dies verteuerte über den Volatilitätseinfluss fast sämtliche Optionsscheine immens. Eine niedrige Volatilität sorgt entsprechend dafür, dass die Scheine verhältnismässig günstig zu erwerben sind.


Ausführliche Erklärungen und Handbücher zu allen gängigen Anlageprodukten finden Sie hier…


 Optionsscheine als Alternative zum direkten Investment

Börse_Frankfurt_Februar5Optionsscheine bieten eine deutlich überproportionale (gehebelte) Teilnahme an Kursentwicklungen des Basiswerts, und zwar in beide Richtungen. Tritt die Markterwartung des Anlegers ein, winkt eine überdurchschnittlich hohe Rendite oder gar eine Vervielfachung des Kapitaleinsatzes. Andernfalls drohen allerdings ebenso deutliche Verluste.


Ein Totalverlust tritt ein, wenn am Laufzeitende der Basispreis unterschritten (Call-Optionsschein) beziehungsweise überschritten (Put-Optionsschein) ist. Der Wert eines Optionsscheins während der Laufzeit wird neben dem Kurs des Basiswerts noch von anderen Preisbildungsfaktoren erheblich beeinflusst.


Übrigens: Wer Interesse an technischen Analysen hat, sollte sich einmal die Dailys der HSBC anschauen. Chartanalysen zu DAX, Aktien, Rohstoffen und Co. direkt börsentäglich in Ihr E-Mail-Postfach – kostenfrei und unverbindlich abonnieren.


Das Wichtigste zusammengefasst…

Markterwartung


Call-Optionsschein - Steigender Basiswert / Steigende Volatilität


Put-Optionsschein - Fallender Basiswert / Steigende Volatilität


Vorteile/Chancen


  • Unbegrenzte Teilnahme an der Kursentwicklung des Basiswerts
  • Überproportionale Gewinne aufgrund der Hebelwirkung möglich
  • Bereits relativ geringer Kapitaleinsatz kann zu hohen Gewinnen führen

Nachteile/Risiken


  • Ständige Überwachung erforderlich
  • Überproportionale Verluste aufgrund der Hebelwirkung möglich
  • Totalverlustrisiko sehr viel höher als bei anderen Zertifikate – Gattungen
  • Unterschiedliche Preisbildungsfaktoren (Basiswertentwicklung /
  • Volatilität/Restlaufzeit/Zinssätze/Dividendenentwicklung)
  • Der Anleger trägt das Emittentenrisiko

Quelle: DDV / eigene Recherche



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