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Mo, 22. Juli 2019, 6:13 Uhr

Negativrekord bei Bundesanleihen


14.06.19 12:34
Börse Stuttgart AG


Woche für Woche berichten wir im Bonds Weekly auch über die Bundesanleihen und deren Rendite. Lange Zeit galt der Sommer 2016 dabei als untere Grenze an möglichen negativen Zinsen. Damals drückte die Entscheidung Großbritanniens, die EU zu verlassen, auf die Stimmung an den Märkten. Deshalb waren sichere Anleihen wie die Bundesanleihen gefragt – die Kurse stiegen, die Renditen fielen, damals bis auf -0,205 Prozent.


 


Nun fielen die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen, die als Maßstab vieler weiterer Zinsen gelten, letzten Freitag auf ein Allzeittief von -0,26 Prozent und bewegen sich seither auf ähnlichem Niveau. Damit nicht genug: Seit Anfang Mai ist die Rendite durchgängig negativ, die einstmalige Untergrenze aus dem Jahre 2016 beständig unterschritten. Was treibt die Anleger dazu, vermehrt Bundeanleihen nachzufragen und somit die Renditen derart absinken zu lassen?


 


Ein wichtiger Faktor ist die Politik: Woche für Woche sendet der US-Präsident Drohungen und Ähnliches an China, Mexiko oder die EU aus und sorgt für Unsicherheit an den Finanzmärkten. Auch der kürzlich wieder aufkeimende Haushaltsstreit zwischen Italien und der EU gibt Anlass zur Sorge. Zusammen mit dem Faktor, dass sich die Konjunkturaussichten weltweit einzutrüben scheinen, steigt die Risikoscheu bei Anlegern. Diese wenden sich bei ihrer Anlage dann an „sichere Häfen“ wie eben die Bundesanleihen, aber auch Gold – ein Trend, der sich übrigens nicht nur bei kleineren Anlegern, sondern auch bei großen Finanzinvestoren beobachten lässt.


 


Davon profitiert vor allem der deutsche Staat, der sozusagen Geld dafür bekommt, wenn er sich verschuldet. Doch auch Unternehmen oder Privatpersonen kommt die niedrige Rendite in gewisser Weise zugute, da sich Kapitalmarktzinsen in Deutschland am Maßstab der Bundeanleihen orientieren und so beispielsweise günstige Baukredite nach sich ziehen. Negative Auswirkungen hat diese Entwicklung hingegen auf Sparer von Festgeldanlagen, die kaum noch mit Zinsen rechnen können.


 


Was ebenfalls problematisch scheint: Die Rendite langfristiger Anleihen liegt derzeit unter der Rendite kurzfristiger Anleihen – eine sogenannte inverse Zinsstrukturkurve. In der Vergangenheit galt das stets als Signal einer nahenden Rezession. Zusammen mit den vielen Unwägbarkeiten des politischen Parketts bleibt es also spannend.



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