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Mo, 22. Juli 2019, 18:21 Uhr

Lockerung der Geldpolitik in Europa und den USA


21.06.19 14:15
Börse Stuttgart AG

Euwax bonds

EZB-Chef Mario Draghi hat die Kapitalmärkte beim akademischen Forum der EZB im portugiesischen Sintra, auf eine extrem lockere Geldpolitik vorbereitet. Die niedrigen EZB-Prognosen für die Inflationsrate in der Eurozone von 1,3 % lassen der EZB einen großen Spielraum, um auf die anvisierte Inflationsrate von knapp unter 2 % zu kommen. Vorstellbar wäre eine Wiederaufnahme der Anleihenkäufe, die vor knapp zwei Jahren beendet wurden. Fällige aufgekaufte Anleihen konnten seitdem durch einen Neuerwerb von Anleihen ersetzt werden.


Bislang darf die EZB maximal 33 % einer ausstehenden Anleihe kaufen. Denkbar wäre, diese Schwelle nun nach oben zu setzen. Der Europäische Gerichtshof hatte jedoch diese Schwelle bekräftigt. Einige Experten gehen von einer Senkung der Einlagenzinsen für Banken von -0,4 % auf -0,5 % aus. Dieser Schritt würde jedoch die Profitabilität der Banken weiter beschneiden. Zur Entlastung der Banken wäre die Vergabe von langfristig günstigen Krediten durch die EZB an die Banken denkbar.


Staatsanleihen verzeichneten durch die Draghi-Rede auf breiter Front enorme Kursgewinne. Erstmals ging die Rendite von österreichischen und französischen 10-jährigen Staatsanleihen in den negativen Bereich. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe sank zwischenzeitlich auf ein Allzeittief von -0,32 %. Damit verdient die Bundesrepublik Deutschland bei der Neukreditaufnahme Geld und entlastet den Bundeshaushalt mit Zinszahlungen. Selbst die italienische Staatsanleihe sank trotz der Drohungen durch die Einführung von Mini-Bots auf eine Rendite von 2,1 % Prozent. Durch die Äußerungen von Mario Draghi hat der Euro deutlich gegenüber dem US-Dollar verloren.

Im Vorfeld der Fed-Sitzung am Mittwoch gehen die Marktakteure von zukünftigen Zinssenkungen aus, um die Konjunktur in den USA weiterhin am Laufen zu halten. Aufgrund der auch in den USA sehr niedrigen Inflationsrate von aktuell 1,5 % hat die Fed ausreichend Spielraum für eine Lockerung ihrer Geldpolitik. Bei der jetzigen Fed-Sitzung wird mit keinem Zinsschritt gerechnet, doch bei der nächsten Sitzung könnte es soweit sein.


Spannend dürften hierzu die Hinweise von Fed-Chef Jerome Powell sein. US-Präsident Donald Trump fordert wiederholt niedrige Zinsen. Er kommentierte die Rede von EZB-Präsident Mario Draghi auf Twitter, dass die Wettbewerbsfähigkeit Europas gegenüber den USA durch die Abwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar zunehme.

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