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Di, 11. August 2020, 12:48 Uhr

Index-Zertifikate – 30 Jahre Innovation


30.06.20 15:09
Feingold-Research

Entwicklungen am Finanzmarkt haben es oft nicht leicht. Einige Experten gehen sogar soweit, dass sie behaupten, nach der Einführung des Geldautomaten habe es keine Innovationen mehr gegeben. Allerdings handelt es sich dabei um einen großen Irrtum. Wir blicken auf die Kolumne des DDV zum Thema:



Der Juli 1990 geht sicherlich in die Geschichte der Produktentwicklungen ein. Denn die Emission der ersten Partizipationsscheine der Dresdner Bank waren so etwas wie die Geburtsstunde des deutschen Zertifikatemarkts für Privatanleger.


Zum ersten Mal war es „Nicht-Profis“ damit möglich, mit kleinen Beträgen und dem Kauf nur eines einzigen Wertpapiers am Kursverlauf des wichtigsten deutschen Aktienindex, dem Dax, eins zu eins zu partizipieren.




Der 11. Juli 1990 war für die Finanzbranche insofern ein Meilenstein. Just an diesem Tag startete der Handel mit sogenannten DAX-Participations, kurz „DAX-PS“ oder auch „Partizipationsscheine auf den Deutschen Aktienindex“. Die Dresdner Bank emittierte das erste Produkt, dessen Erfolgsgeschichte bis heute anhält. Fortan konnten Anleger direkt in einen Index investieren.


Die Bedeutung dieser Finanzinnovation ist immens, zumal Indizes als Basiswert heutzutage zu den Lieblingsinvestments deutscher Anleger gehören und sich in zahllosen Portfolien wiederfinden. Die Mindestordergröße betrug damals 50 DAX-Participations, umgerechnet ungefähr 10.000 DM. Mit dem „DAX-PS“, dessen Laufzeit nach einer einmaligen Verlängerung um 5 Jahre am 15. September 2000 auslief, wurden zuvorderst institutionelle Investoren angesprochen, weniger Privatanleger.




Das Produkt traf jedoch den Nerv der Zeit, so dass viele Emissionshäuser vergleichbare Indexzertifikate auflegten. In einer zunehmend schnelllebigen, globalisierten Welt galt es, rasch sich ändernde Marktentwicklungen aufzunehmen und neue Produkte zu emittieren. Ob nun „A“ wie Afrika bis hin zu grünen Themen wie Wasser, nahezu alles wurde mit Indexzertifikaten abbildbar und möglich.


Der Anleger profitiert bis heute von dieser Produktvielfalt und die Banken können schnell und vergleichsweise preiswert neue Stories spielen. Die Geschichte der Indexzertifikate ist deshalb auch sicher noch nicht zu Ende geschrieben.




Überhaupt eröffnen strukturierte Wertpapiere Anlegern die Möglichkeit, über klar definierte Strukturen die Kursentwicklung von Basiswerten nachzuvollziehen. Wer würde je bestreiten, dass es sich dabei nicht um eine Innovation handelt.




Quelle: deutscher derivate verband



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