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Sa, 11. Juli 2020, 4:28 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

DAX wird nach unten durchgereicht – Allergische Reaktion auf neue Strafzölle


02.12.19 19:03
CMC Markets

Was die von US-Präsident Trump unterschriebenen Hongkong-Gesetze nicht geschafft haben, verrichteten nun heute die von ihm verkündeten neuen Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus Brasilien und Argentinien. Sie führen mindestens mal zu einer Unterbrechung der Rally an der Wall Street und an der Frankfurter Börse. Der Deutsche Aktienindex fällt wieder unter die Marke von 13.000 Punkten, nachdem am Morgen nach guten Wirtschaftsdaten aus China noch alles danach aussah, als würde nun der Weg nach oben frei. Als die Anleger allerdings das Wort „Strafzölle“ hörten – und da war es erst einmal ganz egal, worauf und gegen wen – reagierten Sie nahezu allergisch und drückten auf den Verkaufsknopf. Die Angst ist wieder zurück, dass die alte Spirale aus unberechenbaren Drohungen, Sanktionen und Gegenmaßnahmen auch gegen China per Twitter wieder über sie hereinbricht.
 
Alte Wunden werden aufgerissen und die Sorglosigkeit der vergangenen Wochen ist plötzlich wie weggeblasen. Es ist mit den Tweets des US-Präsidenten wie ein Kampf gegen Windmühlen – und der Anleger ist Don Quijote, er kommt einfach nicht dagegen an. Dass eine Korrektur immer nur einen Tweet aus dem Weißen Haus entfernt sein würde, wussten alle. Aber nachdem es wochenlang ruhig blieb und die Kurse weiter stiegen, verloren auch diejenigen die Geduld, die auf genau einen solchen Moment wie heute gesetzt hatten, denn mit jedem Kursanstieg wurden ihre Verluste zunächst größer. In den kommenden Tagen dürfte auch die Frage beantwortet werden, wie viele so genannte zittrige Hände sich zuletzt am Aktienmarkt engagiert haben und sich deshalb noch von ihren Positionen trennen werden. Denn technisch ist heute einiges kaputt gegangen. Mit dem Kursrutsch unter die Unterstützung bei 13.041 Punkten wird es auch wahrscheinlicher, dass es so bald keinen neuen Anlauf auf das Allzeithoch bei 13.600 Zählern geben wird.
 
Der US-Präsident hatte es die ganze Zeit – und das wird jetzt sichtbar – in der Hand, die Stimmung besser werden zu lassen. Er konnte sie aber genauso auch jederzeit wieder eintrüben. Es scheint, als würde Trump den Aktienmarkt und die dort stattgefunden Anstiege als eine Art Puffer betrachten. Er hat die Kurse und damit seinen Spielraum eine Weile ungestört ansteigen lassen und nutzt nun er dieses Kapital, um offenbar erneut handelspolitisch gegen andere Länder vorzugehen. Und ein potenzieller Störfaktor für die deutsche Börse kommt noch hinzu – das steigende Risiko eines Auseinanderbrechens der Großen Koalition in Berlin, das durch den Linksruck in der SPD neue Nahrung erhalten hat.
Hinweise zum Artikel und zum Handel mit CFDs:

Die Inhalte dieser Pressemitteilung/dieses Artikels (nachfolgend: „Inhalte“) sind Bestandteil der Marketing-Kommunikation von CMC Markets, Niederlassung Frankfurt am Main der CMC Markets UK Plc (nachfolgend “CMC Markets”) und dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Die Inhalte sind niemals dahin gehend zu verstehen, dass CMC Markets den Erwerb oder die Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente, einen bestimmten Zeitpunkt für eine Anlageentscheidung oder eine bestimmte Anlagestrategie für eine bestimmte Person empfiehlt oder für geeignet hält. Insbesondere berücksichtigen die Inhalte nicht die individuellen Anlageziele oder finanziellen Umstände des einzelnen Investors. Die in den Inhalten wiedergegebenen Bewertungen, Schätzungen und Prognosen reflektieren die subjektive Meinung des jeweiligen Autors bzw. der jeweils zitierten Quelle, können jederzeit Änderungen unterliegen und erfolgen ohne Gewähr. In jedem Fall haftet CMC Markets nicht für Verluste, welche Sie direkt oder indirekt durch eine Anlageentscheidung erleiden, die Sie aufgrund der Inhalte getroffen haben.


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