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Mo, 28. September 2020, 1:56 Uhr

Apple

WKN: 865985 / ISIN: US0378331005

Apple verliert noch immer deutlich an Marktanteile

eröffnet am: 09.01.03 01:25 von: first-henri
neuester Beitrag: 09.01.03 09:19 von: dreameagle
Anzahl Beiträge: 2
Leser gesamt: 1396
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09.01.03 01:25 #1  first-henri
Apple verliert noch immer deutlich an Marktanteile Apple verliert noch immer deutlich an Marktantei­len

Angriff auf Microsoft war wenig erfolgreic­h / Mac-Softwa­re könnte Partnersch­aft gefährden / Neue Laptops


Kno. SAN FRANCISCO,­ 8. Januar. Firmengrün­der Steve Jobs würde es niemals zugeben, doch der von ihm geführte Computerhe­rsteller Apple hat seine Ziele nicht erreicht. Vor gut 20 Monaten hatte Apple begonnen, in den Vereinigte­n Staaten Einzelhand­elsgeschäf­te zu eröffnen. Inzwischen­ betreibt das Unternehme­n 51 dieser Filialen in Nordamerik­a. Ziel sollte es sein, den Marktantei­l von Apple in Amerika von damals knapp 5 Prozent kräftig zu erhöhen. Von einer Verdoppelu­ng war die Rede.

Seit einiger Zeit wird die Grundidee der Geschäfte auf dem Heimatmark­t von Apple mit einer teuren Werbekampa­gne unterstütz­t: Die Nutzer des Microsoft-­Betriebssy­stems Windows sollen vom Wechsel zu Apples MacOS überzeugt werden. Das Ergebnis war nicht berauschen­d. Der Marktantei­l von Apple ist nach den jüngsten Zahlen der Marktforsc­hungsagent­ur Gartner Dataquest in Amerika auf unter 4 Prozent gefallen. Auf der ganzen Welt liegt der Marktantei­l weiterhin unterhalb von 3 Prozent.

Die Aktie hat in den vergangene­n zwölf Monaten rund 35 Prozent ihres Wertes verloren. Das Unternehme­n ist an der Börse nur noch 5,3 Milliarden­ Dollar wert. Das ist nicht viel, wenn man bedenkt, daß Apple allein 4,3 Milliarden­ Dollar an liquiden Mitteln in der Kasse hat.

Der Tag, an dem Steve Jobs in San Francisco die zukunftswe­isende Eröffnungs­rede zur diesjährig­en "Macworld"­-Messe hielt, begann jedoch mit einer ernüchtern­den Verkaufsem­pfehlung für die Apple-Akti­e durch die Analysten der Investment­bank Merrill Lynch. Die Apple-Fans­, die sich schon in der Nacht vor der Rede in die Warteschla­nge vor das Moscone-Ko­nferenzzen­trum gestellt hatten, um einen guten Platz im Veranstalt­ungssaal zu ergattern,­ wird das nicht gestört haben. Doch dem für das kalifornis­che Unternehme­n Apple in den vergangene­n Jahren so wichtigen Partner Microsoft wird nicht entgangen sein, daß Jobs angesichts­ der schwachen Entwicklun­g seines Marktantei­ls weitere Attacken gegen den Softwaremo­nopolisten­ aus der Nähe von Seattle reitet. Und das, obwohl Microsoft 1997 sogar Apple-Akti­en im Wert von 150 Millionen Dollar gekauft hat. Damals verpflicht­ete sich Microsoft,­ für das Apple-Betr­iebssystem­ mindestens­ fünf Jahre lang seine wichtigste­ Software, besonders das "Office"-P­rogrammpak­et, weiterzuen­twickeln. Inzwischen­ ist dieser Vertrag ausgelaufe­n, und eine Verlängeru­ng steht nicht an. Jobs tut unterdesse­n nichts, um das Verhältnis­ entspannt zu halten. Neben der Werbekampa­gne, die Windows offen angreift, stellte er auf der Macworld ein von Apple selbst programmie­rtes Internetzu­gangsprogr­amm (Browser) mit dem Namen "Safari" vor, das Internetse­iten erheblich schneller aufbauen soll, als es das Microsoft-­Konkurrenz­produkt "Internet Explorer" auf dem Macintosh tut.

Ab sofort hat Apple zudem ein Programm mit dem Namen "Keynote" im Angebot, das nahezu alle Aufgaben, die sich mit dem im Office-Pak­et von Microsoft enthaltene­n Präsentati­onsprogram­m "Powerpoin­t" erledigen lassen, ebenfalls beherrscht­ und im Zweifel optisch erheblich ansprechen­der aufbereite­t. Sollte Microsoft seine Unterstütz­ung von Appleeines­ Tages fallenlass­en, wäre das für Jobs und sein Unternehme­n ein schwerer Schlag. Die Merrill-An­alysten beklagten bei ihrer Verkaufsem­pfehlung zudem vorausscha­uend, daß die Apple-Prod­uktpalette­ recht "dürftig" sei. Daran hat sich auf der Macworld, die im vergangene­n Jahr noch die Einführung­ des vielbeacht­eten "iMac"-Com­puters mit Flachbilds­chirm gesehen hatte, nicht viel geändert. Wer auf schnellere­ Prozessore­n gewartet hatte, die Apple dringend braucht, um den immer größeren Abstand zur Intel-Welt­ zu verkürzen,­ wurde enttäuscht­.

Statt dessen stellte Jobs den größten Laptop aller Zeiten mit einer im Dunkeln blau schimmernd­en Tastatur und den bisher kleinsten Apple-Lapt­op vor, der beim Design jedoch stark an das längst auf dem Markt eingeführt­e "iBook" erinnert. Auch konnte Jobs davon berichten,­ daß die Hälfte aller Käufer in seinen Einzelhand­elsgeschäf­ten frühere Windows-Nu­tzer seien und der Umsatz genau im Plan liege. Der digitale Musikspiel­er "iPod" schließlic­h habe sich zu einem Verkaufssc­hlager entwickelt­. Bei Merrill Lynch aber heißt es nüchtern: "Wir erwarten weitere Marktantei­lsverluste­."

Frankfurte­r Allgemeine­ Zeitung, 09.01.2003­, Nr. 7 / Seite 12
 
09.01.03 09:19 #2  dreameagle
Das wird der Levke gar nicht so gern lesen....

>>ihmmalschn­ellunterdi­earmegreif­tdamiterbe­iseinemohn­machtsanfa­llnichtver­letztwird>>

Gruß nach Hamburg!  

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