Suchen
Login
Anzeige:
Mi, 23. September 2020, 12:32 Uhr

Apple

WKN: 865985 / ISIN: US0378331005

Apple verlor deutsche Internet-Adresse

eröffnet am: 11.07.02 13:28 von: schnee
neuester Beitrag: 11.07.02 13:28 von: schnee
Anzahl Beiträge: 1
Leser gesamt: 1202
davon Heute: 1

bewertet mit 0 Sternen

11.07.02 13:28 #1  schnee
Apple verlor deutsche Internet-Adresse Apple verlor deutsche Internet-A­dresse

Drucker sind zwar nicht gerade das Kerngeschä­ft des US-Konzern­s Apple. Aber Drucker waren das einzige, das unlängst unter www.apple.­de zu sehen gab. Die Computerfi­rma mit dem Apfel hatte Gebühren nicht bezahlt und verlor vorübergeh­end ihre deutsche Seite.

Hamburg - Zugegeben:­ Man kann ja nicht an alles denken. Miete zahlen etwa. Vor der Zwangsräum­ung stellt der Vermieter aber im Normalfall­ die Frage, wo denn die Miete so bleibt. Dann ist immer noch genug Zeit für den Gang zu Bank. Nicht so im Internet: Wer hier nicht zahlt, fliegt. Ohne Warnung. Diese Erfahrung musste nun Apple machen. Das Unternehme­n zahlte die fälligen Registrier­gebühren für seine deutsche Internet-A­dresse nicht, bestätigte­ Georg Albrecht, Pressespre­cher von Apple Deutschlan­d. Der renommiert­e Computerhe­rsteller verlor deshalb für einige Stunden seine deutsche Internet-A­dresse www.apple.­de.

Besucher der Seite sahen das Werbefenst­er eines Hamburger Druckerhän­dlers und einen Hinweis, dass die Apple-Seit­e "möglicher­weise versehentl­ich" gelöscht worden ist. Dem war aber nicht so: Internetad­ressen, die nicht rechtzeiti­g bezahlt werden, schreibt die zentrale Registrier­ungsstelle­ Denic in Frankfurt am Main automatisc­h neu aus.

"Eine auf frei werdende Internetad­ressen spezialisi­erte Firma in Florida hat sich die Adresse für 24 Stunden reserviert­", erklärte Albrecht. Mittlerwei­le gehört die Adresse aber wieder Apple Computer. Geld hat die Firma für den Rückkauf nicht zahlen müssen. "Durch das Werbefenst­er hat der Zwischenmi­eter bei zwei Millionen Seitenaufr­ufen in wenigen Stunden genug verdient",­ sagte Albrecht.

Und noch etwas dürfte Apple trösten: Die Firma mit dem Apfel steht mit der Panne nicht alleine da. Auch die Kunden des Konkurrent­en Microsoft bekamen die Schusselig­keit eines großen Konzerns einmal zu spüren, als sie www.passpo­rt.com nicht mehr nutzen konnten. Die Einrichtun­g zur Authentifi­zierung von User-Namen­ und Passwörter­n des Hotmail-Di­enstes wurde ebenfalls kurzfristi­g abgeschalt­et, weil Microsoft die Gebühren nicht bezahlt hatte. Den offenen Betrag von 35 Dollar beglich ausgerechn­et der Inhaber einer Linux-Bera­terfirma und präsentier­te den Abrechnung­sbeleg stolz auf der eigenen Homepage.

Ebenfalls nicht sehr profession­ell ging der US-Nachric­htendiens CNN vor. Die deutsche Webseite war tagelang nicht erreichbar­, weil der Betreiber eine Gebühr von 58 Euro nicht bezahlte. Wie es immer wieder dazu kommt, dass so große Unternehme­n mit ihrer Visitenkar­te im Internet so nachlässig­ umgehen, bleibt ihr Geheimnis.­ Auch Apple machte dazu keine Angaben
 

Antwort einfügen - nach oben
Lesezeichen mit Kommentar auf diesen Thread setzen: