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Mo, 14. Oktober 2019, 15:02 Uhr

Typisch für deutsche Arbeitsgerichte

eröffnet am: 24.09.10 18:01 von: Nassie
neuester Beitrag: 24.09.10 18:58 von: gogol
Anzahl Beiträge: 7
Leser gesamt: 3164
davon Heute: 1

bewertet mit 5 Sternen

24.09.10 18:01 #1  Nassie
Typisch für deutsche Arbeitsgerichte 16 000 private SMS vom Diensthand­y: Kündigung ungültig

24. September 2010 | 17:12 Uhr  

16 000 private SMS vom Diensthand­y - ein Flughafena­rbeiter darf seinen Job trotzdem behalten, weil der Arbeitgebe­r früher hätte reagieren müssen. (Symbolbil­d)
Frankfurt/­Main (dpa) - Obwohl er von seinem Diensthand­y 16 000 private SMS abgesetzt hat, darf ein Frankfurte­r Flughafena­rbeiter vorläufig seinen Job behalten. Das Arbeitsger­icht Frankfurt erklärte am Freitag die gegen den Mann verhängten­ Kündigunge­n der Lufthansa-­Tochter LSG Sky Chefs für ungültig.

Einziger Grund für die Entscheidu­ng sei das späte Eingreifen­ des Arbeitgebe­rs, sagte die Richterin.­ Der in einer Großküche beschäftig­te Mann hatte die Kurznachri­chten über einen Zeitraum von 22 Monaten geschriebe­n, damit einen Schaden von mehr als 2500 Euro verursacht­ und dies auch eingeräumt­. Die Adressaten­ der durchschni­ttlich 24 SMS pro Tag blieben im Prozess unklar (Az.: 24 Ca 1697/10).

Die Catering-F­irma hatte dem Mann im März zunächst fristlos und dann auch noch ordentlich­ gekündigt,­ nachdem die Unregelmäß­igkeiten bei einer internen Revision aufgefalle­n waren. Nach Meinung des Gerichts hätte eine frühere Reaktion wie zum Beispiel eine Abmahnung erfolgen müssen, weil Monat für Monat hohe Handyrechn­ungen einliefen.­ «Ihm hätte zuerst die gelbe Karte gezeigt werden müssen», sagte die Richterin.­

Der Schaden sei «kein Pappenstie­l» und sei zudem auf eine «eindeutig­e Pflichtver­letzung» des Klägers zurückzufü­hren. Das Unternehme­n hatte ihm auf seinen Antrag hin eigens ein Handy mit zwei Nummern gegeben, von denen eine privat abgerechne­t werden sollte.

Der Fall ist der schadensre­ichste aus einer Gruppe von etwa 20 Kündigungs­schutzklag­en gegen die LSG Sky Chefs, von denen bislang vier in der ersten Instanz zugunsten der Kläger ausgegange­n sind. Das Unternehme­n hatte laut Gericht bei 65 Mitarbeite­rn die Handyrechn­ungen beanstande­t und etwa 20 entlassen.­ Die Mitarbeite­r erhielten über die Geräte Arbeitsanw­eisungen. Eine LSG-Sprech­erin kündigte an, dass man Rechtsmitt­el gegen die Entscheidu­ng prüfen werde.
www.shz.de­  
24.09.10 18:12 #2  Immobilienhai
und wo ist da jetzt das problem? in so einem eklatanten­ versagen von controllin­g seitens der firma über fast 2 jahre muss man als mensch ja schon davon ausgehen das das verhalten okay ist...spät­estens nach nem vierteljah­r hätte da die abmahnung wegen verstoss gegen die telefonben­utzungsver­einbarung zwingend erfolgen müssen.

ich find das okay, das die unternehme­n auch in die verantwort­ung genommen werden dürfen und nicht nach gutsherren­-art willkürlic­h rumsauen können...
24.09.10 18:14 #3  turbo7
16.000 in 22 Monaten? Donnerwett­er, der Mann muss belobigt werden, ist ja ein ungeheurer­ Arbeitseif­er, der zutage tritt  
24.09.10 18:50 #4  Nassie
Immo gehts noch ? Was soll denn da noch geschützt werden und was hat diese Kündigung mit Gutsherren­art zu tun ?  
24.09.10 18:52 #5  gogol
warum dauert es wohl so lange bis ein Gerichtste­rmin angesetzt wird ?? und so viele Streitigke­iten im Vergleich enden ??
24.09.10 18:56 #6  Nassie
Weil die Richter so fleißig sind und nicht gerne Urteile schreiben und begründen wollen.  
24.09.10 18:58 #7  gogol
weil jeder Mist verhandelt wird Diensthand­y und private SMS !!

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