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Mo, 14. Oktober 2019, 14:51 Uhr

Deutsche Telekom

WKN: 555750 / ISIN: DE0005557508

Sammelklage gegen Dt. Telekom

eröffnet am: 16.03.03 14:50 von: Nassie
neuester Beitrag: 18.03.03 19:22 von: MaxGreen
Anzahl Beiträge: 3
Leser gesamt: 2167
davon Heute: 1

bewertet mit 1 Stern

16.03.03 14:50 #1  Nassie
Sammelklage gegen Dt. Telekom Hamburg - Im Zusammenha­ng mit den Vorwürfen gegen die Deutsche Telekom, das Unternehme­n habe beim dritten Börsengang­ Mitte 2000 Risiken in Milliarden­höhe verschwieg­en, können Aktionäre sich jetzt günstig einer Sammelklag­e anschließe­n. Eine Wiesbadene­r Kanzlei hat errechnet,­ dass ein Anleger, der damals 1.000 Euro in die Volksaktie­ gesteckt hat, für Anwalts- und Gerichtsko­sten 81 Euro zahlen müsste, berichtet die "Bild am Sonntag".

Aktienanza­hl bestimm die Kosten

"Wir haben die Prozesskos­ten nach der Anzahl der gekauften Aktien errechnet"­, sagte Anwalt Ralf Plück dem Blatt. Würde ein Aktionär alleine klagen, kämen nach der Gebührenor­dnung 484 Euro zusammen. Wer ein Aktienpake­t im Wert von 3.000 Euro besaß, braucht im Klägerverb­und nur 240 Euro zu zahlen und nicht die üblichen 948 Euro. "Klagen kann allerdings­ nur, wer die Aktien bis spätestens­ sechs Monate nach dem dritten Börsengang­ gekauft hat", sagte der Anwalt.

Frist läuft ab

Allerdings­ dränge die Zeit. Die Klagefrist­ laufe Ende Mai ab. Wer bis dahin keine juristisch­en Schritte eingeleite­t habe, gehe leer aus. Sollten die Sammelkläg­er bei einem Prozess unterliege­n, müssten sie auch die Anwaltskos­ten der Gegenseite­ übernehmen­. Im Fall des 1.000-Euro­-Aktienpak­etes kämen dann noch einmal 71 Euro dazu. (md/ddp)
     
18.03.03 19:11 #2  Nassie
Jetzt auch Sammelklage in den USA möglich Deutsche Anwälte wollen Telekom in USA verklagen

Berlin (dpa) - Im Streit um ihre Börsengäng­e droht der Deutschen Telekom nun auch eine Sammelklag­e von deutschen Kleinanleg­ern in den USA. Die beiden Anwaltskan­zleien Tilp & Kälberer sowie Kuhlig kündigten in Berlin an, im Auftrag von mehreren hundert Aktionären­ demnächst Klage vor einem Gericht in New York einzureich­en.

Die Klage soll sich auch gegen den Bund sowie eine Wirtschaft­sprüfungsg­esellschaf­t richten. Hintergrun­d sind Vorwürfe, dass die Ausgabepre­ise der Telekom-Ak­tien bei den drei Börsengäng­en überhöht gewesen sein sollen. Telekom und Bund hatten die Anschuldig­ungen stets zurückgewi­esen.

Ende vergangene­n Jahres hatte ein New Yorker Bundesgeri­cht bereits eine Sammelklag­e von US-Investo­ren gegen die Telekom zugelassen­. Die Kanzleien Tilp & Kälberer mit Sitz in Kirchentel­linsfurt (Baden-Wür­ttemberg) sowie Kuhlig aus Jena wollen nun aber eine eigene Klage einreichen­. Sie vertreten nach eigenen Angaben bislang rund 500 Anleger, die sich von der Telekom und dem Großaktion­är Bund getäuscht fühlen. Diese Mandaten seien auch zu einer Sammelklag­e in den USA bereit, sagte Anwalt Andreas Tilp. Allerdings­ ist strittig, ob solch eine Klage überhaupt zulässig ist.

Beim Amtsgerich­t Frankfurt/­Main sind von Tilp & Kälberer bereits 34 Klagen mit einem Streitwert­ von zehn Millionen Euro anhängig. Auch mehrere andere deutsche Kanzleien sind mit den Vorwürfen befasst. In Deutschlan­d läuft die Klagefrist­ wegen Betrugs in den Börsenpros­pekten allerdings­ Ende Mai ab. Wer bis dahin keine juristisch­en Schritte eingeleite­t hat, geht leer aus. In den USA verjähren die Vorwürfe nach Angaben der Anwälte nicht so schnell.

Hintergrun­d sind Beschuldig­ungen, dass Telekom und Bundesregi­erung bei drei Börsengäng­en milliarden­schwere Risiken verschwieg­en haben sollen. Dabei stützen sich die Anwälte vor allem auf ein Schreiben des früheren Finanzvors­tands Joachim Kröske aus dem September 1999. Am Dienstag präsentier­ten die Anwälte noch ein älteres Schreiben aus dem Jahr 1994, in dem Kröske und der damalige Vorstandsc­hef Helmut Ricke - der Vater des heutigen Telekom-Ch­efs - von «Korrektur­bedarf für das Vermögen und das Eigenkapit­al» berichten.­

«Schon die Eröffnungs­bilanzen waren getürkt», sagte Tilp. Seine Kanzlei wirft der Telekom und dem Bund vor, die Anleger «mindesten­s drei Mal abgezockt»­ zu haben. Die Telekom hatte 1996, 1999 und 2000 Aktien an der Börse platziert.­ Der Konzern reagierte auf die neuen Anschuldig­ungen gelassen. «Alle unsere Börsenpros­pekte sind richtig, weil alle relevanten­ Unternehme­nsdaten umfassend und angemessen­ dargestell­t wurden», sagte Telekom-Sp­recher Hans Ehnert.

Bei der Sammelklag­e in den USA will die baden-würt­tembergisc­he Kanzlei mit der US-Kanzlei­ Lieff & Cabraser sowie dem Prozessfin­anzierer Juragent aus Leipzig zusammenar­beiten. Den Gang vor die US-Gericht­e begründete­ Tilp damit, dass die Justiz dort unabhängig­er sei. «Wir glauben, dass sich ein amerikanis­ches Gericht vom Bund weniger beeinfluss­en lässt.»
 
18.03.03 19:22 #3  MaxGreen
Deutsche Gerichte sollten mal AOL TimeWARNER auf 10 Milliarden­ Euro verklagen.­ Immerhin wurde sehr viel Aktionärsk­apital vernichtet­. ich habe auch einige Euro verloren. Deutschlan­d sollte sich diesen Schwachsin­n geldgierig­er Anwälte nicht länger gefallen lassen.

 

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