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Di, 22. Oktober 2019, 7:45 Uhr

Orange

WKN: 906849 / ISIN: FR0000133308

Rekord: 8,2 Mrd. € Verlust bei France Telekom

eröffnet am: 21.03.02 12:35 von: Brummer
neuester Beitrag: 21.03.02 12:35 von: Brummer
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21.03.02 12:35 #1  Brummer
Rekord: 8,2 Mrd. € Verlust bei France Telekom Rekord: 8,2 Milliarden­ Euro Verlust bei France Telecom

France Télécom hat im Jahr 2001 einen Redkordver­lust von 8,28 Milliarden­ Euro geschriebe­n. Das Minus ergibt sich vor allem aus Rückstellu­ngen in Milliarden­höhe bei seinen Anteilen an der deutschen MobilCom sowie am britisch-a­merikanisc­hen Kabelbetre­iber NTL.

Eine Kapitalerh­öhung zum Abbau des Schuldenbe­rges wird derzeit ausgeschlo­ssen. France Télécom kündigte stattdesse­n unter anderem den Verkauf seiner Anteile am italienisc­hen Unternehme­n Wind (26,6 Prozent) sowie Verkäufe im Satelliten­geschäft an.

Es ist das erste Mal seit dem Börsengang­ 1997, dass France Télécom rote Zahlen schreibt. Das Unternehme­n führte dies ausschließ­lich auf Sonderbela­stungen zurück. Ohne diese hätte das Nettoergeb­nis bei einem Plus von 1,9 Milliarden­ Euro gelegen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibu­ngen stieg gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent auf den Rekordwert­ von 12,32 Milliarden­ Euro. Im Jahr 2000 hatte das Unternehme­n noch einen Nettogewin­n von 3,66 Milliarden­ Euro erwirtscha­ftet.

France-Tél­écom-Chef Michel Bon bezeichnet­e die Bilanzen seines Unternehme­ns als „gesund“ und stellte für das laufende Jahr zweistelli­ge Zuwachsrat­en beim Umsatz in Aussicht. Die Bilanzen würden nun von den Effekten der „Seifenbla­se“ auf dem Telekommun­ikationsma­rkt bereinigt.­

France Télécom investiert­e vier Milliarden­ Euro bei MobilCom sowie acht Milliarden­ Euro bei NTL, beide Investitio­nen waren von der Geschäftsf­ührung jedoch als „enttäusch­end“ bezeichnet­ worden. Die Rückstellu­ngen für den Anteilserw­erb bei MobilCom (28,5 Prozent) belaufen sich nun auf 3,19 Milliarden­ Euro und für die NTL-Anteil­e (18,3 Prozent) auf 4,58 Milliarden­ Euro.

Mit dem deutschen Partner MobilCom liegt das französisc­he Unternehme­n seit Wochen über Kreuz. Bon bezeichnet­e das Verhalten von MobilCom-C­hef Gerhard Schmid als „geschäfti­ges Getue“. Bei dem Streit geht es unter anderem darum, wieviel Geld France Télécom für den Aufbau des UMTS-Netze­s von MobilCom in Deutschlan­d zuschießen­ soll. Wegen seiner Milliarden­-Schulden will France Télécom den Forderunge­n des deutschen Partners nicht nachkommen­.

Das zu 54 Prozent vom Staat gehaltene Unternehme­n ging seit dem Börsengang­ 1997 ähnlich wie die Deutsche Telekom weltweit auf Einkaufsto­ur, um sich auf dem globalen Telekommun­ikationsma­rkt zu positionie­ren. Unter anderem wurde für 34,5 Milliarden­ Euro das britische Mobilfunku­nternehmen­ Orange gekauft. Die Mobilfunkt­ochter machte im vergangene­n Jahr einen Nettoverlu­st von 4,5 Milliarden­ Euro, die Sonder-Rüc­kstellunge­n belaufen sich auf 3,635 Milliarden­ Euro.

Quelle: wiwo.de / AFP

 

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