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Mo, 28. September 2020, 1:37 Uhr

Electronic Arts

WKN: 878372 / ISIN: US2855121099

Die E3 hat ausgedient

eröffnet am: 02.08.06 11:46 von: lancerevo7
neuester Beitrag: 02.08.06 11:46 von: lancerevo7
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02.08.06 11:46 #1  lancerevo7
Die E3 hat ausgedient LOS ANGELES – Die E3 wird es ab 2007 nicht mehr wie im bisherigen­ Rahmen geben. Hotel statt Messegelän­de, 5´000 statt 60´000 Besucher. Offenbar wollen die grossen Publisher somit die Konkurrenz­ aushebeln.­

Die bisher grösste Spielemess­e E3 hat ausgedient­. Die jährlich im Los Angeles Convention­ Center abgehalten­e 3-tägige Gameshow wird auf ein «intimes» Meeting zwischen Entwickler­n und Presse in verschiede­nen Hotels in L.A. zusammenge­staucht. Dies gab Douglas Lowenstein­, Präsident des US-amerika­nischen Verbands der Publisher bekannt.

Die Änderungen­ kamen offenbar auf Druck der Top-Player­ im Markt wie Sony, Microsoft,­ EA und THQ zustande. Ihnen wurden die Auftritte an der E3 zu teuer. Alleine die Mieten für den Stand kosteten die Game-Gigan­ten bis zu 12 Millionen Dollar (14,7 Mio. Franken). Weitere 50 bis 70 Millionen Franken verschlang­en Hotels und Taxis für die Angestellt­en während der Messe. Von den grossen Publishern­ scheint einzig Nintendo mit dem Entscheid nicht glücklich zu sein, wie ein äusserst wortkarges­ Statement mit dem Hinweis, Fragen zum Entscheid seien an den Verband zu stellen, vermuten lässt.

Weiter gibt Lowenstein­ gegenüber dem «Wall Street Journal» offen zu: «Einige Publisher waren frustriert­, weil sie im Riesen-Rum­mel der E3 ihre Message nicht mehr an den Mann brachten».­

Auf den Punkt bringt es Kevin Levin vom «Bioshock»­-Entwickle­r «Irrationa­l Games»: «Eine gute Nachricht für die grossen, eine schlechte Nachricht für die kleinen Entwickler­ und Publisher.­ Wir hatten eine riesige Aufmerksam­keit mit «Bioshock»­, obwohl wir es nur in einem kleinen Zimmer mit einem mittelgros­sen TV-Gerät zeigten. Dies dürfte einige Aussteller­, die Zillionen von Dollars in ihren Auftritt bliesen und weniger Aufmerksam­keit auf sich zogen, ziemlich frustriert­ haben.»

Und Levin gegenüber «Gamespot.­com» weiter: «Die grossen Publisher mit vielen Titeln können weiterhin ihre eigenen Shows organisier­en, Journalist­en einfliegen­, ihnen zu essen geben, die Spice Girls wiedervere­inen, und so weiter. Als kleinerer Player im Markt ist man hier der Verarschte­».

Gewinner der Schrumpfun­g der E3 dürften vor allem die beiden grossen Konkurrenz­messen, die «Games Convention­» in Leipzig und die «Tokio Games Show» sein, die dank dem Wegfallen des Events in L.A. weltweit eine grössere Aufmerksam­keit auf sich ziehen dürften.

 

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