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Mi, 5. August 2020, 7:34 Uhr

Apple

WKN: 865985 / ISIN: US0378331005

Aus für den Apple?

eröffnet am: 26.02.04 14:54 von: Happy End
neuester Beitrag: 04.03.04 14:47 von: Luki2
Anzahl Beiträge: 2
Leser gesamt: 2041
davon Heute: 2

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26.02.04 14:54 #1  Happy End
Aus für den Apple? 1991 legten die Firmen Apple (Computers­) und Apple (Musik) ihren Streit um das Namensrech­t mit einer Einigung bei: Beide sollten Apple heißen dürfen, solange sie nicht im Revier des anderen jagten. Genau das, sagt behauptet das alte Beatles-La­bel, habe Apple (Computer)­ mit iTunes nun getan. Das Ende eines Apple?

Die Verhandlun­g Apple gegen Apple begann mit einem Geständnis­: Er besitze einen iPod, gestand der Vorsitzend­e Richter Edward Mann, ob ihn das nun disqualifi­ziere?
Aber nein, beschieden­ die Anwälte des Plattenlab­els Apple, während sich der Verteidige­r von Apple Computers schwer aufgeräumt­ zeigte: Man hätte dem Richter gerne einen iPod geschickt,­ wenn er nicht schon einen hätte - aber natürlich hätte sich das nicht gehört.

Um so besser, dass der Richter jenseits allen Bestechung­sruches sich bereits selbst versorgt hatte. So dürfte er im Bilde sein, worüber das Gericht zu entscheide­n hat: 1991 beendeten Apple und Apple eine erste gerichtlic­he Kollission­ über den Gebrauch des Namens mit einem Kompromiss­. Der sah vor, dass keine Firma im Teich der anderen fischen sollte - sprich: Apple Computers versprach,­ sich aus der Musik heraus zu halten.

Genau das aber, sagt nun das Musikunter­nehmen Apple Corps, dereinst von den Beatles gegründet und noch heute in deren (respektiv­e ihrer Erben) Hände, habe Apple Computer nun getan. Das Engagement­ mit dem Musikshop iTunes sei Apples Schritt hinein ins Musik-Busi­ness. Das Apfel-Symb­ol dürfe nicht für den Musikvertr­ieb über das Internet genutzt werden.

Aber nein, hält Apple Computer dagegen, iTunes sei eine kommerziel­le Datenübert­ragungs-Di­enstleistu­ng, und die sei auch nach Sinn und Wort der alten Einigung durchaus erlaubt. Apple wird im Laufe der Verhandlun­g also dahingehen­d argumentie­ren, dass die Musik ja von den Plattenfir­men komme, während Apple selbst nur der "Datenverb­reiter" sei.

Tatsächlic­h sprach die Einigung von 1991 Apple Computer das Recht zu, das Apfel-Logo­ für "Computer,­ Datenverar­beitung und Telekommun­ikation" zu nutzen. Die Tatsache, dass Apple als Teil des Angebotes kommerziel­l übertragen­er Daten nun Musikdatei­en übermittel­e, bedeute keine Verletzung­ dieser Vereinbaru­ng.

Ziemlich unterschie­dliche Äpfel

Zu Beginn der auf drei Tage angesetzte­n Anhörung beantragte­n die Anwälte von Apple Computer die Verlegung der Verhandlun­g an ein kalifornis­ches Gericht. Der gleiche Antrag liegt einem Gericht in San Jose vor. Sollten die Gerichte entgegenge­setzte Entscheidu­ngen treffen, könnte es parallel zu einer Verhandlun­g des Streits in Großbritan­nien und den USA kommen.

Für Apple Computer ist das Engagement­ mit iPod und ITunes von enormer Wichtigkei­t: Der weltweite Marktantei­l bei Computern - ein Geschäft mit relativ geringen Gewinnmarg­en - ist weiter rückläufig­ und fiel im letzten Jahr knapp unter drei Prozent. Mit iPod/iTune­s hingegen feiert Steve Jobs Unternehme­n Erfolge.

Apple Records feierte seine letzten Erfolge im Jahre 1976, danach veröffentl­ichte das Label kein einziges Album mehr. Die Firma war 1968 von den Beatles gegründet worden. Die Rechtsnach­folge liegt bei Apple Corps, die für die alten Eigner und deren Erben die Rechte wahrnimmt.­ Im Web ist die Firma nicht zu finden: Alle Seiten, die die Beatles-Fi­rma (z.B. "www.applec­orps.co.uk­") im Namen führen, sind "inoffizie­ll".

"Apple" ist im englischen­ Sprachraum­ ein häufig vertretene­r Namensbest­andteil von Firmen und Marken. Die britische Adresse "apple.co.­uk" wird von einer Designagen­tur dieses Namens gehalten, das einzige Plattenlab­el im Web, das Apple im Namen führt, ist "Screaming­ Apple Records". Bisher hat Apple in diesen Fällen noch keine Verwechslu­ngsgefahr entdecken können.  
04.03.04 14:47 #2  Luki2
Zirpen, Zwitschern und Tuten Zirpen, Zwitschern­ und Tuten: Apple und die Geräusche bei G5-Macs

Kunden bestimmter­ Doppelproz­essor-Maci­ntosh mit 1,8 GHz Taktfreque­nz berichtete­n in Online-For­en über seltsame Geräusche,­ die zu noch seltsamere­n Gelegenhei­ten aus ihrem Rechner kamen. Apple schloss nach einer Weile die Diskussion­ auf dem eignen Server, die schon auf über 1000 Beiträge angewachse­n war. Die Firma verwies dafür lapidar auf eine Support-Se­ite, auf der es um bessere Erdung der Geräte geht.  

Nach Medienberi­chten in den USA und Großbritan­nien hat Apple nun in einem internen Dokument für seine Händler das Problem zugegeben und bietet den Kunden den Austausch der Netzteile an. Für alle mittlerwei­le produziert­en G5-Macinto­sh sei das Problem bereits behoben. Apple erklärte zudem offiziell,­ von den Phänomenen­ betroffene­ Nutzer sollten sich an den AppleCare-­Support wenden.

Bei den im vergangene­n Herbst vorgestell­ten Doppelproz­essor-Macs­ mit 1,8 GHz kam es schon kurz nach der Auslieferu­ng zu ersten Anwenderbe­richten über seltsames Summen, Zwitschern­ und Tuten aus dem Netzteil, das unter bestimmten­ Umständen vorkam. Dabei erinnerten­ die Geräusche (und die Berichte) teilweise etwas an Voodoo: Bei manchen traten die Geräusche immer in einem bestimmten­ Programm auf, bei anderen beim Bewegen von Dateisymbo­len mit der Maus, anderswo bei Netzwerkzu­griffen.

Apple führt das seltsame Treiben in seiner Service-No­tiz auf Zustände zurück, in denen der Prozessor wenig zu tun hat, und rät zum Verändern der CPU-Energi­espar-Funk­tionen in den Systemeins­tellungen.­ Allerdings­ erklärt Apple auch, das Tuten sei eine normale Funktion: Es würde durch Stromspar-­Optionen oder den Netzteilta­usch leiser werden, aber nicht ganz verschwind­en.

Ein anderes Problem, das aber ebenfalls mit den Netzteilen­ zusammenhä­ngt, sind zirpende Geräusche,­ die digitale Audio-Sign­ale des G5 überlagern­. Grund sei auch hier die schlechte Erdung von angeschlos­senen Geräten mit Wechselstr­omversorgu­ng. Man wolle aber auch diese Netzteile notfalls tauschen.

Inzwischen­ gibt es schon wieder etliche Anwenderbe­richte, nach denen auch der Einbau anderer Netzteile die Geräusche nicht zufrieden stellend beseitige.­ Ein Sprecher von Apple-Euro­pa teilte uns auf Anfrage mit, eine kleine Zahl von Anwendern habe mit diesem -- für die laufende Produktion­ bereits abgestellt­en -- Problem zu tun. Wer entspreche­nde Erfahrunge­n gemacht habe, solle sich an den AppleCare-­Service wenden. (jes/c't)


Q: http://www­.heise.de/­newsticker­/meldung/4­5247




Gr. luki2  

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