Suchen
Login
Anzeige:
Sa, 19. Oktober 2019, 20:19 Uhr

Wirtschaftsdaten implizieren überwiegend stärkere globale Konjunkturdynamik!


04.01.17 11:11
Bremer Landesbank

Bremen (www.aktiencheck.de) - Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1,0411 (07:44 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1,0340 im europäischen Handel markiert wurde, berichten die Analysten der Bremer Landesbank.

Der USD stelle sich gegenüber dem JPY auf 117,95. In der Folge notiere EUR/JPY bei 122,81. EUR/CHF oszilliere bei 1,0698.

Global seien die Einkaufsmanagerindices auf der Überholspur.

Nur wenige Ausnahmen würden das Bild stören. Diese Ausnahmen seien beispielsweise Indien und Ägypten.

In Indien sei der Composite Index per Dezember auf 47,6 Punkte gesunken und in Ägypten sei mit einem Ergebnis von 42,8 Punkten die Schwelle zum Wachstum (50) weit entfernt. Für Indien gelte, dass der Absturz der Sentimentindikatoren politisch selbstverschuldet sei. Die Repression, den Bargeldumlauf drastisch einzuschränken, habe ihren Preis, da in der Etappe Menschen auf Bargeld mangels Infrastruktur angewiesen seien.

Ägypten zahle den Preis der politischen Instabilität, die makroökonomisch nicht nur den Tourismussektor belaste.

Mit anderen Worten lasse sich aus den negativen Ausnahmen keine Schlussfolgerung für das weltwirtschaftliche Klima ableiten.

Ganz im Gegenteil: Der von J.P. Morgan, IHS Markit und IFPSM ermittelte globale Einkaufsmanagerindex für den Sektor Produktion sei im Dezember von 52,1 auf 52,7 Punkte gestiegen und habe den höchsten Wert seit 34 Monaten markiert.

An diesen Daten werde deutlich, welche profunde Bedeutung auch die starken europäischen Werte hätten! Die Analysten der Bremer Landesbank hoffen, dass die EZB die Signale auch hört, sieht und erkennt!

An dieser Stelle wollen die Analysten der Bremer Landesbank die Entwicklung in Russland nicht ausblenden: Die Daten wurden über den Jahreswechsel veröffentlicht und sind der Weltpresse wohl aus Versehen durchgerutscht.

Sie seien dennoch nahezu sensationell, da sie die Erwartungen vieler westlicher Beobachter, Medien und Politiker schwer enttäuschen würden und aus dieser Konsequenz heraus entscheidende Fragen aufwerfen müssten.

Der Index für den Sektor Produktion habe von 53,6 auf 53,7 Punkte zugelegt und den höchsten Stand seit 69 Monaten trotz der vom Westen verfügten Sanktionen markiert!

Die Analysten der Bremer Landesbank hoffen, dass Berlin und Brüssel diese Zeilen sehr genau bezüglich der Wirkung der Sanktionen und der potenziellen weiteren Folgen für die Menschen und den Wohlstand in der EU lesen. Schlussendlich sei der solitäre Job unserer Eliten, das Mandat der EU-Bürger zu erfüllen und nicht das denkbare Mandat dritter Nationen.

Wen würden die Sanktionen heute maßgeblich treffen?

Hätten die Sanktionen Strukturwandel in Russland bewirkt?

Die Analysten der Bremer Landesbank wollen ihre Leser nicht zu sehr zu früher Stunde fordern. Die Analysten könnten aber noch mehr Fragen aufwerfen.

Die Analysten würden einen Blick nach Europa werfen: Der deutsche Arbeitsmarktbericht habe einmal mehr überzeugen können. Per Dezember habe die Arbeitslosenquote unverändert bei 6,0% in der saisonal bereinigten Fassung verharrt. Anzahlmäßig sei es zu einem geringfügigen Rückgang der Arbeitslosenzahl in der saisonal bereinigten Fassung um 17.000 gekommen (Prognose -5.000).

Der Einkaufsmanagerindex Irlands (Produktion), der einen Tag nach dem Pendant der Eurozone veröffentlicht worden sei, habe per Dezember von zuvor 53,7 auf 55,7 Zähler zugelegt.

Der Preisauftrieb, der vollständig im Einklang mit einerseits einer erhöhten weltwirtschaftlichen Dynamik als auch andererseits Ausdruck des erhöhten Rohstoffbedarfs im Rahmen des Projekts "One Belt - One Road" sei, falle sportlicher aus, als vom Markt erwartet worden sei.

In Deutschland hätten die Verbraucherpreise laut vorläufiger Berechnung per Dezember im Monatsvergleich um 0,7% angezogen.

Im Jahresvergleich habe sich der Anstieg auf 1,7% (Prognose 1,5%) nach zuvor 0,8% gestellt.

Oje, EZB, das Risiko, wegen Wachstumsdynamik und Preisauftrieb hinter der Kurve zu sein, nehme zu …

Aus den USA erreichten uns gleichfalls gute Sentimentindikatoren, aber auch ein guter Wert von der harten Datenfront, so die Analysten der Bremer Landesbank. Der von Markit für den Sektor Produktion ermittelte Einkaufsmanagerindex sei per Dezember von zuvor 54,2 auf 54,3 Punkte gestiegen.

Der stärker im Fokus stehende ISM-Index für den Sektor Produktion habe eine Zunahme von 53,2 auf 54,7 Zähler verzeichnet. Die Prognose habe bei 53,6 Punkten gelegen.

Die Bauausgaben hätten per November im Monatsvergleich um 0,9% zugelegt (Prognose 0,6%). Mehr noch sei der Vormonatswert von 0,5% auf 0,6% nach oben angepasst worden.

Aktuell ergebe sich ein Szenario, das den USD gegenüber dem EUR favorisiere. Erst ein Ausbruch über das Widerstandsniveau bei 1,0670 bis 1,0700 eröffne neue Opportunitäten und drehe den Bias wieder ins Positive. (04.01.2017/ac/a/m)