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Mi, 22. Januar 2020, 2:34 Uhr

Wirecard

WKN: 747206 / ISIN: DE0007472060

Wirecard: Sonderprüfung soll Klarheit schaffen - Aktienanalyse


09.12.19 12:00
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Wirecard-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Nikolas Kessler vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Zahlungsdienstleisters Wirecard AG (ISIN: DE0007472060, WKN: 747206, Ticker-Symbol: WDI, Nasdaq OTC-Symbol: WRCDF) unter die Lupe.

Die Wirecard-Aktie sei am Montag zu Handelsbeginn in der Spitze um über vier Prozent eingeknickt, habe einen Teil der Verluste aber bereits wieder aufholen können. Hintergrund sei wieder einmal ein Bericht der "Financial Times" (FT).

Darin müsse sich der Zahlungsabwickler kritische Fragen zur Berechnung seiner Cash-Reserven gefallen lassen. Die Zeitung äußere den Verdacht, dass auch Kapital auf Treuhandkonten ("trust accounts") bei Partnerunternehmen in die Berechnung der Kapitalreserven eingeflossen sein könnten.

Interne Dokumente und Korrespondenzen, die der FT vorlägen, hätten darauf hingedeutet, dass zumindest nach Rechtfertigungen für ein solches Vorgehen gesucht worden seien. Edo Kurniawan, der frühere Chef für internationale Rechnungslegung und inzwischen Hauptverdächtiger bei den Ermittlungen in Singapur, habe Vize-Finanzchef Stephan von Erffa entsprechende Argumente geliefert.

Bei dem Kapital auf den Treuhandkonten könnte es sich laut dem Bericht um Gelder handeln, das Händlern gehöre, aber für eine gewisse Zeit zurückgehalten werde - etwa um Rückerstattungen und Gebühren an Kreditkartenaussteller zu begleichen.

Die "Financial Times" sehe sich dadurch in ihren Zweifeln an der Richtigkeit der Finanzberichterstattung Wirecards bestätigt. Laut Wirecard hätten die Treuhandkonten jedoch lediglich dazu gedient, die eigenen Barbestände vom operativen Cash der Partner-Abwickler zu trennen. Die Cash-Reserven des Konzerns seien darüber hinaus Gegenstand der laufenden Bilanz-Sonderprüfung.

Bereits in der Vergangenheit habe Wirecard das belastende Material, das der Financial Times vorliege, als "nicht authentisch" bezeichnet. Die laufende Sonderprüfung solle alle Zweifel ausräumen, Ergebnisse sollten Ende des ersten Quartals 2020 vorliegen.

In einer ersten Reaktion habe die Wirecard-Aktie am Morgen über vier Prozent verloren, habe das Minus jedoch zügig auf rund zwei Prozent begrenzen können. Damit notiere sie zwar immer noch am DAX-Ende, verglichen mit den Verlusten nach früheren FT-Artikeln würden die Anleger jedoch geradezu gelassen reagieren. Viele hätten offenbar bereits mit weiteren Angriffen gerechnet.

Die Comeback-Wette sollten aber dennoch nur Mutige eingehen, so Nikolas Kessler von "Der Aktionär". (Analyse vom 09.12.2019)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen/ genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

Börsenplätze Wirecard-Aktie:

Xetra-Aktienkurs Wirecard-Aktie:
114,60 EUR -0,48% (09.12.2019, 11:51)

Tradegate-Aktienkurs Wirecard-Aktie:
114,75 EUR -0,35% (09.12.2019, 12:06)

ISIN Wirecard-Aktie:
DE0007472060

WKN Wirecard-Aktie:
747206

Ticker-Symbol Wirecard-Aktie Deutschland:
WDI

Nasdaq OTC Ticker-Symbol Wirecard-Aktie:
WRCDF

Kurzprofil Wirecard AG:

Die Wirecard AG (ISIN: DE0007472060, WKN: 747206, Ticker-Symbol: WDI, Nasdaq OTC-Symbol: WRCDF) ist einer der weltweit führenden unabhängigen Anbieter von Outsourcing- und White-Label-Lösungen für den elektronischen Zahlungsverkehr. Wirecard unterstützt Unternehmen dabei, elektronische Zahlungen aus allen Vertriebskanälen anzunehmen. Über eine globale Multi-Channel-Plattform stehen internationale Zahlungsakzeptanzen und -verfahren mit ergänzenden Lösungen zur Betrugsprävention zur Auswahl.

Für die Herausgabe eigener Zahlungsinstrumente in Form von Karten oder mobilen Zahlungslösungen stellt die Wirecard Gruppe Unternehmen die komplette Infrastruktur inklusive der notwendigen Lizenzen für Karten- und Kontoprodukte bereit. Die Wirecard AG ist an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert (DAX, TecDAX). (09.12.2019/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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