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Di, 25. Juni 2019, 19:36 Uhr

Weltwirtschaft nimmt weiter Fahrt auf!


02.12.16 10:35
Bremer Landesbank

Bremen (www.aktiencheck.de) - Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1,0678 (08:01 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1,0585 im europäischen Handel markiert wurde, berichten die Analysten der Bremer Landesbank.

Der USD stelle sich gegenüber dem JPY auf 114,06. In der Folge notiere EUR/JPY bei 121,80. EUR/CHF oszilliere bei 1,0788.

Eventrisiken würden das Verhalten an den Märkten heute konditionieren. Zunächst stehe der US-Arbeitsmarktbericht auf der Agenda. Der verblasse jedoch vor der aufgeputschten Bedeutung des italienischen Verfassungsreferendums am Sonntag. Man könne Renzi vorwerfen, dass die Anbindung seines politischen Schicksals und damit des Schicksals seiner Regierung an den Erfolg des Referendums so "smart" gewesen sei, wie Camerons Entscheidung für den Volksentscheid über den Brexit. Derartige Referenden würden häufig zu einer Bewertung der aktuellen Regierungspolitik oder eines momentanen Bauchnabelgefühls der Befragten und seien diesbezüglich unter Umständen eben weniger eine Würdigung der Sachfrage.

Fakt sei, dass die Weltwirtschaft Fahrt aufnehme. Hinsichtlich der strukturellen Defizite in den USA würden die Analysten den fraglos positiv überraschenden Datenfluss aus den USA erfreut, aber hinsichtlich der Resilienz doch skeptisch aufnehmen. Das Thema Kredit stehe zu sehr im Vordergrund. Es sei kein tragfähiges Geschäftsmodell, mit Neuverschuldung (4. Quartal annualsiert 12% des BIP!) öffentlicher Art und privater Natur losgelöst von Einkommenbasierung Wachstum zu forcieren.

Laut Challenger Report seien in den USA 26.936 Jobs per November nach zuvor 30.740 Jobs von Massenrtlassungen betroffen gewesen. Dieses Niveau sei unkritisch. Der Markt-Einkaufsmanagerindex für den Sektor Produktion habe per November von zuvor 53,9 auf 54,1 Punkte zugelegt. Der ISM-Manufacturing Einkaufsmanagerindex habe stärker als erwartet von 51,9 auf 53,2 Zähler zugelegt (Prognose 52,2).

Aus der Eurozone habe der Arbeitsmarkt dynamisch positive Akzente gesetzt. Aber wer von den Profis schaue schon auf Arbeitsmarktdaten der Eurozone (Vorsicht Ironie)?

Per Oktober sei die Arbeitslosenquote vollständig unerwartet von zuvor 9,9% (revidiert von 10,0%) auf 9,8% gesunken. Die Prognose habe bei 10,0% gelegen. Damit sei die geringste Arbeitslosigkeit seit Juli 2009 markiert worden!

Der von Markit ermittelte Einkaufsmanagerindex der den Sektor Produktion in der Eurozone habe unverändert bei 53,7 Punkten gelegen und signalisiere solide Expansion.

Aktuell ergebe sich ein Szenario, das den US-Dollar gegenüber dem Euro favorisiere. Erst ein Ausbruch über das Widerstandsniveau bei 1,0820 bis 1,0850 eröffne neue Opportunitäten und drehe den Bias wieder ins Positive. (02.12.2016/ac/a/m)