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Fr, 26. April 2019, 2:02 Uhr

Vierteljährlicher Brexometer-Index von State Street offenbart aktuelle Investorenstimmung gegenüber dem Brexit


14.03.19 09:35
State Street

Boston (www.aktiencheck.de) - Die State Street Corporation (NYSE: STT) hat die neuesten Erkenntnisse aus dem Brexometer Index, einer vierteljährlichen Umfrage zur Stimmung der institutionellen Anleger in Bezug auf die wirtschaftlichen Auswirkungen des Brexit, bekannt gegeben, so die Experten von State Street.

Nach einer etwas verhalteneren Reaktion der Anleger im vierten Quartal 2018 habe sich die Nachfrage nach Anlagen im UK-Bereich im ersten Quartal 20192 geteilt, wobei sich die Zahl derjenigen, die ihr Engagement erhöhen bzw. verringern möchten, jeweils erhöht habe. Die Zahl der Investoren, die planen würden, ihr Engagement in den nächsten sechs Monaten zu erhöhen, sei auf 19 Prozent gestiegen - das sei der zweithöchste Wert seit dem dritten Quartal 2018 mit 21 Prozent. Während der Anteil der Anleger, die ihre Bestände an UK-Anlagen würden verringern wollen, im dritten Quartal in Folge auf 22 Prozent gestiegen sei, sei dies auch der zweithöchste Stand seit Beginn des Brexometers, nach einem Höchststand von 24 Prozent im ersten Quartal 2018.

"Unser Brexometer zeigt eine zunehmend geteilte Reaktion der Anleger," habe Michael Metcalfe, Leiter Global Macro Strategy bei State Street Global Markets, gesagt. "Dies scheint den aktuellen Marktbedingungen zu entsprechen, die von Zuversicht, einen Deal oder eine Verschiebung zu erreichen, bis zu Pessimismus darüber, ob ein Deal gefunden werden kann, getaumelt sind. Dementsprechend zeigt dieses Quartal den Anteil der Investoren auf, die davon ausgehen, ihre UK-Bestände deutlich zu reduzieren; dieser ist auf ein Zweijahreshoch von 12 Prozent gestiegen."

Angesichts der unklaren Situation um den Brexit sei die Zahl der Investoren, deren mittelfristiger Ausblick für das globale Wirtschaftswachstum neutral sei, im ersten Quartal von 28 Prozent auf 37 Prozent gestiegen. Umgekehrt sei die positive Stimmung auf 32 Prozent gesunken, was den niedrigsten Wert seit Beginn des Brexometers darstelle.

Die Umfrage habe außerdem ergeben, dass vier von fünf (80 Prozent) Anleger davon ausgehen würden, dass der Brexit sich auf ihr Betriebsmodell auswirke, während der Anteil derjenigen, die einen erheblichen Einfluss erwarten würden, von 19 Prozent im vierten Quartal auf nunmehr 22 Prozent gestiegen sei.

Weitere wichtige Ergebnisse des aktuellen Brexometer-Index seien insbesondere:

- 29% der institutionellen Anleger würden glauben, dass die Vermögenseigentümer ihr Anlagerisiko in den kommenden drei bis fünf Jahren erhöhen würden. Dennoch sei die Zahl derjenigen, die einen Rückgang erwarten würden, leicht gesunken, nämlich von einem Rekordhoch von 43% im vierten Quartal auf 40%.

- Der Anteil der Investoren, die eine stärkere Unterstützung bei Währungsüberlagerungsstrategien benötigen würden, sei im ersten Quartal von 9% auf 13% gestiegen. Aber auch aufsichtsrechtliche Meldepflichten, wie sie beispielsweise nach Solvency II und der AIFM-Richtlinie vorgeschrieben seien, würden der am dringendsten benötigte Service (26%) bleiben.

- Mehr als ein Drittel (35%) der institutionellen Anleger glaube, dass ihr Unternehmen mehr grenzüberschreitende Fondsstandorte nutzen werde, wobei Irland (46%), Luxemburg (36%) und Deutschland (27%) für die Manager die interessantesten seien.

"Das Pfund Sterling bleibt unterbewertet, während die Unsicherheiten in Bezug auf den Brexit und das breitere politische Risiko weiterhin bestehen bleiben," habe Bill Street, Head of Investments EMEA bei State Street Global Advisors, gesagt. "Die Wechselkursschwankungen waren verhalten und stiegen, wenn ein Deal wahrscheinlicher erschien bzw. sanken bei anhaltender Unsicherheit. Die Marktbewegungen beim Pfund Sterling lassen darauf schließen, dass die Anleger sich einig sind, dass das Restrisiko eines No-Deals gering ist. Die Meinungen über das mittelfristige Ergebnis des Brexit-Verfahrens gehen jedoch auseinander. Dies eröffnet eine Marktchance für Teilnehmer, die dem politischen Endspiel zuversichtlich gegenüberstehen." (14.03.2019/ac/a/m)