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Di, 22. Oktober 2019, 6:14 Uhr

SolarWorld

WKN: A1YCMM / ISIN: DE000A1YCMM2

SolarWorld-Aktie: Hohes Risiko für juristische Keule im Streit mit Hemlock - Finger weg! Aktienanalyse


25.07.16 07:05
Frankfurter Börsenbrief

Detmold (www.aktiencheck.de) - SolarWorld-Aktienanalyse vom "Frankfurter Börsenbrief":

Die Aktienexperten vom "Frankfurter Börsenbrief" raten in einer aktuellen Aktienanalyse vom Kauf der Aktie der SolarWorld AG (ISIN: DE000A1YCMM2, WKN: A1YCMM, Ticker-Symbol: SWVK, Nasdaq OTC-Symbol: SRWRF) ab.

Brisante Ausgangslage für SolarWorld: Im Streit mit dem Siliziumlieferanten Hemlock habe es von einem amerikanischen Gericht die Entscheidung gegeben, dass beim Urteil keine Jury erforderlich sei, sondern das Gericht alleine entscheiden könne. Bei dem Streit gehe es um die
Nicht-Einhaltung von langfristigen Siliziumverträgen. Hemlock habe seinerzeit Ansprüche aus einer "Take or Pay"-Vereinbarung plus Schadenersatz von insgesamt 585 Mio. US-Dollar geltend gemacht, wozu zum Bilanzstichtag 2015 nochmals 171 Mio. US-Dollar Zinsen kämen. SolarWorld habe schon im Geschäftsbericht 2015 betont, man sehe keine erhöhte Eintrittswahrscheinlichkeit, dass die Amis mit dem Manöver Erfolg hätten.

Auch in der jüngsten juristischen Weichenstellung wolle man noch kein Urteil in der Sache erkennen. Und selbst wenn die amerikanische Rechtsprechung in der ersten Instanz gegen SolarWorld entscheiden würde, zweifele SolarWorld die Durchsetzbarkeit der Ansprüche in Deutschland an. Aber im Geschäftsbericht 2015 heiße es andererseits auch: "Sollten US-amerikanische Gerichte rechtskräftig entscheiden, dass Hemlock Semiconductor Corp. einen Schadenersatzanspruch gegen unsere Tochtergesellschaft SolarWorld Industries Sachsen GmbH hat, und könnte diese Entscheidung vollstreckt werden, hätte dies erhebliche negative Auswirkungen auf die Liquiditätslage der Gesellschaft bis hin zur Bestandsgefährdung."

Per Ende des ersten Quartals 2016 habe die bilanzielle Eigenkapitalquote bei 21,6% (und damit um 3,3%-Punkte unter dem Wert für das Vorjahresquartal) gelegen. Die flüssigen Mittel seien per 31.03. mit 182,7 Mio. Euro angegeben worden.

Fazit: Der Streit dürfte sich noch einige Zeit hinziehen, aber das Damokles-Schwert, das über der SolarWorld-Aktie hängt, hat ein enormes Gewicht, so die Aktienexperten vom "Frankfurter Börsenbrief" in einer aktuellen Aktienanalyse. Warum sollte man als Investor ein solches Risiko eingehen? (Ausgabe 29 vom 23.07.2016)

Die vollständige Ausgabe des Frankfurter Börsenbriefes können Sie unter dem folgenden Link beziehen: www.frankfurter-boersenbriefe.de

Börsenplätze SolarWorld-Aktie:

XETRA-Aktienkurs SolarWorld-Aktie:
4,99 EUR +0,60% (22.07.2016, 17:36)

Tradegate-Aktienkurs SolarWorld-Aktie:
4,951 EUR -0,18% (22.07.2016, 21:00)

ISIN SolarWorld-Aktie:
DE000A1YCMM2

WKN SolarWorld-Aktie:
A1YCMM

Ticker-Symbol SolarWorld-Aktie:
SWVK

Nasdaq OTC Ticker-Symbol SolarWorld-Aktie:
SRWRF

Kurzprofil SolarWorld AG:

Die SolarWorld AG (ISIN: DE000A1YCMM2, WKN: A1YCMM, Ticker-Symbol: SWVK, Nasdaq OTC-Symbol: SRWRF) produziert und vertreibt Hightech-Solarstromlösungen und trägt damit weltweit zu einer sauberen Energieversorgung bei. Der Konzern mit Sitz in Bonn beschäftigt 3.820 Menschen und fertigt in Freiberg und Arnstadt (Deutschland) sowie in Hillsboro (USA). Vom Rohstoff Silizium, über Solarwafer und -zellen bis zum Solarstrommodul vereint das Unternehmen alle Produktionsstufen unter einem Dach. Dazu gehört auch eine eigene Forschung und Entwicklung. SolarWorld beliefert ihre Kunden in aller Welt über ein internationales Vertriebsnetz mit Standorten in Europa, den USA, Singapur, Japan und Südafrika. Das Unternehmen legt Wert auf hohe soziale Standards an seinen Standorten in aller Welt und hat sich einer ressourcen- und energiesparenden Produktion verpflichtet. SolarWorld wurde 1998 gegründet und ist seit 1999 börsennotiert. Mehr Informationen unter www.solarworld.de. (25.07.2016/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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