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So, 20. September 2020, 9:35 Uhr

WTI Rohöl NYMEX Rolling

WKN: COM072 / ISIN: XD0015948363

Rohöl: Preise stagnieren auf höchstem Niveau seit Ausbruch der Krise


13.07.20 14:16
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Die Ölpreise kamen in der letzten Woche nicht vom Fleck, nachdem sie ihr höchste Niveau seit Ausbruch der Coronakrise schon in der Vorwoche erreicht hatten, so die Analysten der Nord LB.

Die Sorte Brent sei bei 43 USD gehandelt worden. Offenbar hätten die Ölpreise inzwischen ein Niveau erreicht, dass in der aktuellen Lage etwa im Gleichgewicht liege. So pendele Brent seit Ende Juni zwischen 41 und 43 USD ppb. Die Veröffentlichung der IEA-Daten für Juni, wonach das globale Ölangebot um 2,4 Mio. bpd auf ein neues Jahrestief bei 86,9 Mio. bpd gefallen sei und der Ölverbrauch im Jahresvergleich um 16,4 Mio. bbp tiefer gelegen habe, habe kaum beeindruckt. Das Augenmerk habe wie üblich auf zukünftigen Entwicklungen gelegen und da scheine der Schwung, den der Markt aus der Zurücknahme der Restriktionen, die das Coronavirus in vielen Ländern eindämmen sollte, ausgelaufen zu sein.

Zwar seien harte Daten, die auf die wirklich zeitnahen Wirkungen der Ölnachfrage Aufschluss geben würden, entweder noch nicht ausreichend verfügbar oder es mangele noch an genügenden Erfahrungen, um sie hinreichend sicher zu interpretieren. Den in den vorherigen Wochen vermuteten Verbesserungen werde wohl zunehmend mit Skepsis begegnet. Unleugbar scheine sich die Ausbreitung des Virus in vielen Teilen der Welt zu beschleunigen, wie z.B. in Lateinamerika oder auch Südafrika, das mangels verlässlicher Daten aus anderen afrikanischen Ländern von vielen als Proxy für den Kontinent gewertet werde. Afrika falle zwar international beim Verbrauch wenig ins Gewicht; einen Hinweis über die Geschwindigkeit einer Erholung des Luftverkehrs dürfe aber gegeben sein.

Keinen Zweifel dürfte es hingegen über die Auswirkungen der Entwicklungen in den USA geben. Wie empfindlich die Preise immer noch auf Meldungen von der Corona-Front dort reagieren würden, habe einmal mehr die Meldung der Energy Information Agency (EIA) in Washington über einem Rekordanstieg der Lagerbestände am Freitag gezeigt. Als Ursachen seien einerseits eine Stagnation des Ölverbrauchs angegeben worden - eben in Folge des wieder restriktiveren Umgangs mit dem Coronavirus in einigen US-Bundestaaten.

Auf der Angebotsseite insbesondere in den USA sei auf eine möglicherweise bevorstehende Importwelle hingewiesen worden, da einige Supertanker aus Saudi-Arabien auf den Golf von Mexiko zusteuern würden. Montagmorgen dieser Woche sei es zu sinkenden Ölpreise im fernöstlichen Handel infolge aufkommender Gerüchte gekommen, dass sowohl Russland als auch Saudi-Arabien einen Anstieg der Ölproduktion vorbereiten würden. (13.07.2020/ac/a/m)





 
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