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Mi, 30. September 2020, 4:42 Uhr

Nordex

WKN: A0D655 / ISIN: DE000A0D6554

Nordex: Antrag auf Staatshilfe kommt nicht überraschend - Aktienanalyse


28.07.20 15:40
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Nordex-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Maximilian Völkl vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Windkraftanlagen-Herstellers Nordex SE (ISIN: DE000A0D6554, WKN: A0D655, Ticker-Symbol: NDX1, Nasdaq OTC-Symbol: NRDXF) unter die Lupe.

Der Windkraftanlagenbauer Nordex habe Kreditbürgschaften beim Land Mecklenburg-Vorpommern beantragt. Das Kabinett werde darüber an diesem Donnerstag in einer Sondersitzung beraten und entscheiden, habe Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag in Schwerin gesagt. Zur Höhe der beantragten Bürgschaften habe sie keine Angaben gemacht.

Nach einem Bericht des NDR gehe es um Bürgschaften in Höhe von 350 Millionen Euro. Die Hälfte solle demnach der Bund tragen. Die andere Hälfte sollten auf Hamburg, wo der Konzern seinen Sitz habe, und das Land Mecklenburg-Vorpommern entfallen. In Rostock habe Nordex seine Fertigung. Auf Mecklenburg-Vorpommern käme laut NDR der Löwenanteil der Ländersumme zu - etwas mehr als 100 Millionen Euro, wie der Sender berichtet habe.

Nordex habe sich für 2020 einen Umsatz von 4,2 bis 4,8 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 160 bis 240 Millionen Euro vorgenommen, nach 124 Millionen Euro im Jahr davor. Sollte es umfassendere Störungen durch die Pandemie geben, müsse man die Prognose anpassen, habe der Konzern zum Beginn der Corona-Krise im März mitgeteilt. Die Geschäftsentwicklung unterliege im laufenden Jahr erheblichen Unsicherheiten.

Mitte Juli habe Nordex dann bekannt gegeben, dass es einen Einbruch bei den Bestellungen gegeben habe. Zwischen April und Ende Juni hätten Kunden demnach 217 Windenergieanlagen für Projekte mit einer Leistung von zusammen 888 Megawatt bestellt - im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 56 Prozent.

Nordex schreibe nach wie vor rote Zahlen. Durch die Corona-Krise dürfte sich der Turnaround weiter verzögern. Der Antrag auf Staatshilfe komme deshalb nicht gänzlich überraschend. Werde er genehmigt, verleihe das finanziellen Spielraum und mehr Zeit. Die Aktie gebe am Nachmittag deshalb zwar nach, das Minus bleibe aber moderat. "Der Aktionär" habe zuletzt immer wieder auf den spekulativen Charakter bei Nordex hingewiesen.

Wer darauf setzt, dass nach der Corona-Krise zeitnah der Turnaround gelingt, hält an der Aktie fest, so Maximilian Völkl. (Analyse vom 28.07.2020)

Mit Material von dpa-AFX

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze Nordex-Aktie:

XETRA-Aktienkurs Nordex-Aktie:
9,41 EUR -1,88% (28.07.2020, 15:47)

Tradegate-Aktienkurs Nordex-Aktie:
9,40 EUR -1,62% (28.07.2020, 16:04)

ISIN Nordex-Aktie:
DE000A0D6554

WKN Nordex-Aktie:
A0D655

Ticker-Symbol Nordex-Aktie:
NDX1

Nasdaq OTC Ticker-Symbol Nordex-Aktie:
NRDXF

Sektor:
Energie

Kurzprofil Nordex SE:

Die Nordex-Gruppe (ISIN: DE000A0D6554, WKN: A0D655, Ticker-Symbol: NDX1, Nasdaq OTC-Symbol: NRDXF) hat über 28 GW Windenergieleistung in über 40 Märkten installiert und erzielte im Jahr 2019 einen Umsatz von etwa EUR 3,3 Mrd. Das Unternehmen beschäftigt derzeit über 7.500 Mitarbeiter. Zum Fertigungsverbund gehören Werke in Deutschland, Spanien, Brasilien, den USA, Indien, Argentinien und Mexiko. Das Produktprogramm konzentriert sich auf Onshore-Turbinen der 2,4- bis 5,X-MW-Klasse, die auf die Marktanforderungen von Ländern mit begrenzten Ausbauflächen und Regionen mit begrenzten Netzkapazitäten ausgelegt sind. (28.07.2020/ac/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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