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Di, 22. Oktober 2019, 5:39 Uhr

Nordex

WKN: A0D655 / ISIN: DE000A0D6554

Nordex-Aktie: Kein Schnellschuss, sondern eine Langfrist-Chance! Kaufempfehlung - Aktienanalyse


12.09.16 07:15
Frankfurter Börsenbrief

Detmold (www.aktiencheck.de) - Nordex-Aktienanalyse vom "Frankfurter Börsenbrief":

Die Aktienexperten vom "Frankfurter Börsenbrief" raten in einer aktuellen Aktienanalyse zum Kauf der Aktie des Windkraftanlagen-Herstellers Nordex SE (ISIN: DE000A0D6554, WKN: A0D655, Ticker-Symbol: NDX1, Nasdaq OTC-Symbol: NRDXF)..

Bei Nordex dürfe man dem Cheflenker auf das Trittbrett steigen. Lars Bondo Krogsgaard habe gegen Ende Juli 3.580 Aktien im Volumen von etwa 89,4 Tsd. Euro gekauft. Schon im März habe Krogsgaard, der in seiner Vita übrigens auch schon mal eine CEO-Position für die Siemens-Sparte Windkraft EMEA Onshore bekleidet habe, bei der Aktie zugegriffen, damals ebenfalls bei knapp unter 25 Eruro je Aktie, Volumen etwa 99,0 Tsd. Euro. Nachdem der frühere Cheflenker Dr. Zeschky das Unternehmen in der Turnaround-Phase geführt und ausgerichtet habe, habe Krogsgaard im Mai letzten Jahres das Ruder übernommen. Gleich im Oktober habe es den großen Paukenschlag gegeben: Man habe mit dem spanischen Infrastrukturspezialisten Acciona den Erwerb der Corporación Acciona Windpower (AWP) vereinbart. Das sei ein wichtiges Manöver und für Nordex erklärtermaßen eine gute Ergänzung gewesen.

Während bei Nordex der Blick eher auf Europa gerichtet sei, liege der Fokus von AWP mehr im Bereich von Lateinamerika und generell auf Emerging Markets. Auch bediene Nordex eher mittlere und kleinere Kunden mit typischen Deal-Größen von 15 bis 30 MW, während AWP es vor allem auf die dicken Fische im Teich abgesehen habe, denn hier liege die typische Deal-Größe bei einer Leistung von 100 MW. Auch auf der Produktseite ergänze man sich. Die möglichen Synergieeffekte per 2019 würden auf 95 Mio. Euro beziffert. Ziel der "erweiterten" Nordex sei ein Plätzchen unter den Top 5 unter den Onshore-Anbietern bis zum Jahr 2018. Bis dahin stünden für den Umsatz 4,2 bis 4,5 Mrd. Euro auf dem Wunschzettel - und dies bei einer EBITDA-Marge von mehr als 10%. Das sei schon ambitioniert. Im letzten Jahr habe Nordex (ohne AWP) einen Umsatz von grob 2,4 Mrd. Euro gemacht und eine EBITDA-Marge von etwa 7,5% herausgearbeitet. Acciona Windpower sei mit einem Umsatz von etwa 1,0 Mrd. Euro deutlich kleiner, aber margenstärker gewesen (EBITDA-Marge bei grob 8,8%). Für das laufende Jahr habe sich Nordex inkl. der spanischen Arrondierung ein Umsatzvolumen von 3,35 bis 3,45 Mrd. Euro vorgenommen. Dabei werde eine EBITDA-Marge in der Bandbreite von 8,3 bis 8,7% in Aussicht gestellt. Das sei allerdings bereits eine erhöhte Prognose, denn seinerzeit habe die Messlatte bei der EBITDA-Marge noch bei "mehr als 7,5%" gehangen.

Natürlich berge der Zusammenschluss mit Acciona Windpower potenzielle Stolpersteine, wenn es um die Verzahnung und Integration gehe. Auch würden zwischenzeitlich natürlich Management-Kapazitäten gebunden. Aber in der Sache erscheine der Deal sinnvoll und dürfte sich langfristig auch auszahlen.

Größe und Skaleneffekte seien ein wichtiges Asset in der Branche. Schlanke Produktionskosten seien wichtig, um die Stromgestehungskosten weiter abzusenken, die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber sonstigen Stromerzeugungsverfahren zu verbessern und letztlich auch die Abhängigkeit von staatlichen Förderungen zu verkleinern. Der Trend in der EU sei, die Förderung stärker auf marktorientierte Anreizsysteme wie z.B. Auktionsverfahren zu verlagern. Auch unter diesem Blickwinkel seien Skaleneffekte und möglichst günstige Produktionskosten wichtig, um bei Bieterverfahren gut mithalten zu können.

Die Nordex-Aktie sei nicht ganz günstig, allerdings werde das relativiert durch ein starkes erwartetes Gewinnwachstum in den kommenden Jahren. Würden die Markt-Taxen greifen, dann könnte aus einem diesjährigen Gewinn von 1,26 Euro je Aktie im kommenden Jahr schon ein Ergebnis von 1,50 Euro und in 2018 sogar von 1,76 Euro werden. Das KGV für 2017 liege bei ca. 16,9.

Fazit: Die Nordex-Aktie sei kein Schnellschuss, sondern eine Langfrist-Chance. Die Aktienexperten vom "Frankfurter Börsenbrief" empfehlen in einer aktuellen Aktienanalyse den Einstieg mit einem etwas niedriger gesetzten Kauflimit bei 23,12 Euro und einem anschließendem Ziel bei 33/34 Euro, also etwa dem Niveau, wo die Aktie um den Jahreswechsel notiert habe, so die Aktienexperten von "Die Actien-Börse" in einer aktuellen Aktienanalyse. (Ausgabe 36 vom 10.09.2016)

Die vollständige Ausgabe des Frankfurter Börsenbriefes können Sie unter dem folgenden Link beziehen: www.frankfurter-boersenbriefe.de

Börsenplätze Nordex-Aktie:

XETRA-Aktienkurs Nordex-Aktie:
26,40 EUR +5,05% (09.09.2016, 17:35)

Tradegate-Aktienkurs Nordex-Aktie:
26,21 EUR +4,31% (09.09.2016, 22:25)

ISIN Nordex-Aktie:
DE000A0D6554

WKN Nordex-Aktie:
A0D655

Ticker-Symbol Nordex-Aktie:
NDX1

Nasdaq OTC Ticker-Symbol Nordex-Aktie:
NRDXF

Sektor:
Energie

Kurzprofil Nordex SE:

Die Nordex-Gruppe (ISIN: DE000A0D6554, WKN: A0D655, Ticker-Symbol: NDX1, Nasdaq OTC-Symbol: NRDXF) hat mehr als 20 GW Windenergieleistung in über 25 Märkten installiert. Nordex und Acciona Windpower erzielten im Jahr 2015 einen kombinierten Umsatz von EUR 3,4 Mrd. Das Unternehmen beschäftigt derzeit mehr als 5.000 Mitarbeiter. Zum Fertigungsverbund gehören Werke in Deutschland, Spanien, Brasilien, den USA und in Kürze auch in Indien. Das Produktprogramm konzentriert sich auf Onshore-Turbinen der 1,5- bis 3,6-MW- Klasse, die auf Marktanforderungen in entwickelten Märkten und Schwellenländern spezifiziert sind. (12.09.2016/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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