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Do, 20. Juni 2019, 23:45 Uhr

Internationale Konjunkturdaten: Zum Ende des Jahres rauchten die Schornsteine


12.01.17 11:21
Bremer Landesbank

Bremen (www.aktiencheck.de) - Zum Ende des Jahres rauchten die Schornsteine …. Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1,0633 (08:01 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1,0459 im fernöstlichen Handel markiert wurde, so die Analysten der Bremer Landesbank.

Der USD stelle sich gegenüber dem JPY auf 114,38. In der Folge notiere EUR/JPY bei 121,60. EUR/CHF oszilliere bei 1,0740.

Die mit Spannung erwartete Pressekonferenz des künftigen US-Präsidenten Trump habe wenig Neues für alle geliefert, die sich Hinweise über die zukünftige Wirtschaftspolitik erwartet hätten. Stattdessen sei es um die Grenzanlage zu Mexiko und die privaten Scharmützel mit der Presse gegangen, die Trump als fake news deklariert habe. Da er inhaltliche Substanz schuldig geblieben sei, würden EUR/USD wieder oberhalb der 1,06-Marke mit möglicher Schlagdiszanz zur 1,07-Schwelle notieren, bei deren Erreichen die Chance bestehe, dass der Euro in eine länger angelegte Erholung münde.

Noch sei es zu früh, um über enttäuschte Erwartungen zu sprechen. Man könne aber zu diesem Zeitpunkt bereits konstatieren, dass der Hype, der kurz nach der US-Wahl aufgekommen sei, zu einem guten Teil wieder relativiert werde. Dies zeige sich auch an den Treasury-Renditen, die auf dem Rückzug seien und aktuell bei 2,33% für den typischen 10-Jahres-Bond liegen würden.

Nur mit Protektionismus werde des nicht gehen, aber es sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt einfach noch zu wenig über die kommende Wirtschaftspolitik bekannt.

Nachdem in den vergangenen Tagen schon einige Länder ihre Daten zur Industrieproduktion gemeldet hätten, hätten sich die Daten aus Dänemark und dem Vereinigten Königreich ebenfalls positiv gezeigt. Während in Dänemark die Industrieproduktion auf ein Rekordhoch angestiegen sei, habe sich das UK zum Start des dritten Quartals in deutlich besserer Verfassung als in den sechs Vormonaten gezeigt.

Nach einem schwachen Oktoberwert (-1,1%) habe der November sein freundliches Gesicht mit einer deutlichen Zunahme der Industrieproduktion um deutliche 2,1% gezeigt. So stark habe der Output seit 2016 nicht mehr angezogen.

Heute stünden die europäischen Zahlen zur Industrieproduktion an, die leicht positiv überraschen dürften. In der momentanen positiven Marktstimmung sollten die Daten aber wenig Traktion aufbauen können.

Aktuell ergebe sich ein Szenario, das den USD gegenüber dem EUR favorisiere. Erst ein Ausbruch über das Widerstandsniveau bei 1,0670 bis 1,0700 eröffne neue Opportunitäten und drehe den Bias wieder ins Positive. (12.01.2017/ac/a/m)