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Do, 24. September 2020, 4:57 Uhr

Facebook A

WKN: A1JWVX / ISIN: US30303M1027

Facebook drängt auf den E-Commerce Markt - Aktienanalyse


10.06.20 08:30
Bank Vontobel Europe AG

München (www.aktiencheck.de) - Facebook-Aktienanalyse der Bank Vontobel Europe AG:

Der stetig wachsende E-Commerce-Markt hat Facebook (ISIN: US30303M1027, WKN: A1JWVX, Ticker-Symbol: FB2A, NASDAQ-Symbol: FB) dazu bewegt, Bemühungen anzustellen, dieses Geschäftsfeld zu erschließen, so die Bank Vontobel Europe AG in einer aktuellen Veröffentlichung.

Der Fokus solle hierbei auf dem südostasiatischen Markt liegen. Ergänzend dazu habe man die Funktionen auf seinen Plattformen erweitert. Welche Rolle spiele WhatsApp bei der Erschließung neuer Märkte und was plane Facebook für seine Plattformen?

Die Social-Media-Plattformen Facebook und Instagram sollten so ausgestaltet werden, dass die Nutzer direkt von einer Facebook- oder Instagram-Seite eines Händlers kaufen könnten. Die neue Funktion solle unter dem Namen "Facebook Shops" verfügbar sein. Die Erschließung des neuen Geschäftsbereiches erleichtere nicht nur den Nutzern und Händlern das plattformintegrierte Shoppen, sondern ermögliche dem Tech-Konzern zwei weitere Möglichkeiten Umsätze zu generieren: Das Bewerben von Produkten auf Facebook werde für Händler fortan attraktiver, da Facebook nun selbst eine E-Commerce-Plattform darstelle.

Die potenziellen Kunden seien durch die Integration von Facebook Shops näher am Produkt und es sei wahrscheinlicher, dass sie einen Einkauf tätigen würden. Händler seien deshalb bereit, größere Summen für Werbung auf einer E-Commerce-Plattform zu bezahlen. Aus diesem Grund erwarte Facebook einen erheblichen Anstieg der Werbeeinnahmen. Hinzu komme, dass Facebook eine Gebühr von 5% auf Verkäufe aus Facebook Shops erheben werde. Sollte es Facebook gelingen bis 2023 einen Marktanteil von 2% des globalen E-Commerce Markts zu erobern, sei laut Analysten ein kumulierter Umsatz aus den Werbeeinnahmen und den erhobenen Gebühren von bis zu USD 7 Mrd. zu erwarten.

Die Bemühungen, ins E-Commerce-Business vorzudrängen, würden aber nicht nur auf die technische Ausgestaltung auf den Plattformen beschränkt bleiben. Die vielversprechenden Digitalwirtschaften Indiens und Indonesiens würden für Facebook enorme Wachstumsmärkte darstellen. Studien zufolge sollten Unternehmen Indonesiens bis 2025 USD 130 Mrd. digital erwirtschaften. In Indien sollten die Umsätze aus dem E-Commerce-Geschäft bis 2026 gar auf USD 200 Mrd. wachsen. Es erscheine nur logisch, dass auch Facebook ein Stück von diesem Kuchen erwirtschaften möchte. Gleichzeitig diversifiziere man sein Geschäft und sei nicht mehr so stark vom großen Heimatmarkt in den USA abhängig.

Um den südostasiatischen Markt zu erschließen, habe Facebook viel Geld für zwei Minderheitsbeteiligungen ausgegeben. In Gojek habe man sich an einem indonesischen Start-Up der Mobilitätsbranche beteiligt, das damit Geld verdiene, Personen zu befördern oder Essen und Waren von Händlern zu Kunden zu transportieren. Das Bindeglied zwischen Unternehmen und Kunden solle hierbei WhatsApp bilden und den Austausch ermöglichen. Facebook erhoffe sich, von den vielen Kontakten Gojeks zu Restaurants und Shops zu profitieren. Gleichzeitig solle die Integration in den Messenger den kleinen Unternehmen dabei helfen, zu wachsen. Um am Online-Handel Geld zu verdienen, möchte Facebook den Dienst WhatsApp Pay schnellstmöglich an den Start bringen. Mit dieser Funktion solle es möglich sein, über den Messenger Geld zu versenden.

Bereits vor der Beteiligung an Gojek habe sich Facebook mit zehn Prozent am indischen Mobilfunkableger Jio beteiligt. Es werde vermutet, dass Facebook gemeinsam mit dem größten Netzbetreiber Indiens eine App exklusiv für den indischen Markt plane. Als Vorbild solle hierbei die chinesische App WeChat dienen, die es Nutzern ermögliche, Textnachrichten zu versenden, zu shoppen, einen Fahrdienst zu buchen und Spiele zu spielen. Anders als in China, wo der Markt vom Konkurrenten Tencent dominiert werde, habe Facebook in Indien eine starke Marktstellung inne. In etwa 400 Millionen Inder würden WhatsApp regelmäßig nutzen. Konkurrenten auf dem indischen E-Commerce-Markt kämen hauptsächlich aus dem eigenen Land: Walmart und Amazon würden sich große Teile des Online Handels in Indien teilen.

Die Aktie der Facebook Inc. werde aktuell bei USD 231,40 (08.06.2020) gehandelt. Das Jahreshoch sei bei USD 240,90 (26.05.2020) und das Jahrestief bei USD 137,11 (18.03.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg würden 45 Analysten die Aktie auf "buy", fünf auf "hold" und drei auf "sell" setzen. (Analyse vom 09.06.2020)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Facebook-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Facebook-Aktie:
211,00 EUR +0,19% (10.06.2020, 08:43)

Xetra-Aktienkurs Facebook-Aktie:
210,15 EUR +2,96% (09.06.2020, 17:35)

Nasdaq-Aktienkurs Facebook-Aktie:
238,67 USD +3,14% (09.06.2020, 22:00)

ISIN Facebook-Aktie:
US30303M1027

WKN Facebook-Aktie:
A1JWVX

Ticker-Symbol Facebook-Aktie Deutschland:
FB2A

NASDAQ-Symbol Facebook-Aktie:
FB

Kurzprofil Facebook Inc.:

Facebook Inc. (ISIN: US30303M1027, WKN: A1JWVX, Ticker-Symbol: FB2A, NASDAQ-Symbol: FB) ist ein US-Unternehmen mit Sitz in Menlo Park, Kalifornien. Der Gesellschaft gehört das soziale Netzwerk Facebook. Am 18. Mai 2012 ging Facebook an die Börse. Die Facebook-Nutzung ist für Mitglieder kostenlos, die Einnahmen bringt vor allem das Werbegeschäft. In den USA hat Facebook den größten Anteil am Markt für Bannerwerbung. Unternehmensplänen zufolge sollen künftig aber auch neue E-Commerce-Angebote in den Dienst integriert werden. (10.06.2020/ac/a/n)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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