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Di, 11. August 2020, 19:04 Uhr

Encavis

WKN: 609500 / ISIN: DE0006095003

Encavis: Ausserkonjunkturell eingecheckt mit Dividendensegen - Aktienanalyse


02.07.20 09:45
Nebenwerte Journal

Sauerlach (www.aktiencheck.de) - Encavis-Aktienanalyse von "Nebenwerte Journal":

Claus Müller, Aktienexperte des Fachmagazins "Nebenwerte Journal", nimmt die Aktie des Solar- und Windpark-Betreibers Encavis AG (ISIN: DE0006095003, WKN: 609500, Ticker-Symbol: CAP) unter die Lupe.

Die Hanseaten böten 2020 ein echtes Kontrastprogramm: Zum achten Mal hintereinander würden sie die Dividende erhöhen. Das geschehe gerade in einer Zeit, in der andere Unternehmen unter Hinweis auf die Corona-Krise ihre Dividende kürzen oder streichen würden, oftmals gar erst das eine, dann das andere verkünden. Tatsächlich würden die Geschäfte des Stromproduzenten praktisch unberührt von den konjunkturellen Unwägbarkeiten bleiben, die sich aus der Pandemie ergeben würden.

Der Konzernumsatz sei im vergangenen Jahr um 10% auf EUR 273,8 (248,8) Mio. gesteigert worden. Dank günstiger Witterungsverhältnisse habe die abgegebene Strommenge der Solarparks mit 0,986 (0,858) GWh um 15% über dem Vorjahr gelegen. Die Windparks hätten 0,743 (0,657) GWh erzeugt. Zu 72% hätten die Erlöse aus den Solarparks gestammt, die Windparks hätten 22% beigesteuert, der PV-Service 2% und das Asset Management 4%. Das EBITDA habe um 16% auf EUR 217,6 (186,9) Mio. verbessert werden können.

In gleichem Maße habe sich das EBIT auf EUR 132,2 (113,7) Mio. erhöht. Bei einem ausgewiesenen Nettoergebnis von EUR 29,39 (10,78) Mio. würden sich EUR 0,17 (0,04) je Aktie errechnen. Etwas eindeutiger spiegle das operative Ergebnis von EUR 0,43 (0,31) je Aktie die Entwicklung wider. Gleichzeitig habe der auf EUR 189,3 (174,3) Mio. gestiegene operative Cashflow eine gute Grundlage für die Erhöhung der Dividende auf EUR 0,26 (0,24) je Aktie gebildet. Bei einem Jahresüberschuss der AG (HGB) von EUR 69,9 (65,5) Mio. seien EUR 35,6 Mio. benötigt worden. Bei der Dividende bestehe ein Wahlrecht zwischen Aktien und Barzahlung. Eine Fortsetzung dieser Praxis sei auch für die nächsten Jahre geplant.

Die jüngst präsentierte Strategie "Fast Forward 2025" sehe vor, bis zum Jahr 2025 die Erzeugungsleistung von 1,7 auf 3,4 GW glatt zu verdoppeln und damit einen Umsatz von rund EUR 440 Mio. zu erzielen. Es werde erwartet, dass dieses Wachstum nicht zu Lasten der Rentabilität gehen werde. Die Vorhaben für das laufende Jahr seien beachtlich; denn voraussichtlich im vierten Quartal würden die beiden großen Solarparks in Spanien, die sich gegenwärtig im Bau befinden würden, mit insgesamt 500 MW ans Netz gehen. Die Erlöse sollten 2020 zwar nur auf EUR 280 Mio. steigen, doch sei der Grundstock für einen kräftigen Umsatzschub ab 2021 gelegt. Dies werde bedeuten, dass auch das bereinigte EBITDA mit geschätzten EUR 130 Mio. nicht wesentlich vom vergangenen Jahr abweichen würden, 2021 aber umso kräftiger zulegen werde.

Besondere Bedeutung komme dabei dem Einstieg in das PPA-Geschäft (Power Purchase Agreements) zu. Für den großen Solarpark Talayuela in der spanischen Extremadura (300 MW), der ohne staatliche Subventionen produzieren werde, sei ein zehnjähriger Vertrag zum Stromverkauf abgeschlossen worden. Für den zweiten großen Park in Spanien in Cabrera mit 200 MW sei ein ähnlicher Vertrag mit Amazon abgeschlossen worden. Weitere Kapazitätssteigerungen seien mit dem Erwerb eines Solarparks in den Niederlanden und eines Windpark-Portfolios in Dänemark realisiert worden. Wachstumsperspektiven verspreche auch die Tochtergesellschaft Encavis Asset Management, die für private Investoren tätig sei und bei der Tochter seit Jahresbeginn Alexander H. Stütz als Vorstand fungiere. Die Verträge mit den Vorständen der Muttergesellschaft, Dr. Dierk Paskert (CEO) und Dr. Christoph Husmann (CFO), seien bis 2025 verlängert worden.

Die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen hätten sich durch die Corona-Krise nur leicht verschoben. Da der Klimaschutz ohne den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien kaum denkbar sei, würden die Experten die Encavis AG als nachhaltig blendend aufgestellt sehen. Es werde sich als clever erweisen, im laufenden Jahr trotz kurzfristig sinkender Stromnachfrage an den ehrgeizigen Plänen für den Kapazitätsausbau festzuhalten und sich an langfristigen Entwicklungslinien zu orientieren. Davon würden auch die Aktionäre profitieren, in deren Kreis kürzlich der weltgrößte Vermögensverwalter Black Rock aufgerückt sei. Das schon kurzfristig angepeilte Ziel einer Dividende von EUR 0.30 je Aktie dürfte nicht das letzte Wort sein, so Claus Müller. (Ausgabe 7/2020)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze Encavis-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Encavis-Aktie:
13,10 EUR +0,92% (01.07.2020, 11:30)

XETRA-Aktienkurs Encavis-Aktie:
12,98 EUR (30.06.2020)

ISIN Encavis-Aktie:
DE0006095003

WKN Encavis-Aktie:
609500

Ticker-Symbol Encavis-Aktie:
CAP

Kurzprofil Encavis AG:

Die Encavis AG (ISIN: DE0006095003, WKN: 609500, Ticker-Symbol: CAP) entstand im Jahr 2017 aus dem Zusammenschluss der Capital Stage AG und der CHORUS Clean Energy AG. Unter dem Namen Encavis verbinden sich heute erfolgreiche Historien und große Expertise: Zwei Solar- und Windparkbetreiber und erfahrene Dienstleister für Investitionen in Erneuerbare Energien gestalten zusammen die Zukunft.

Das Kerngeschäft der Encavis AG ist der Erwerb und der Betrieb von Solar- und (Onshore-)Windparks. Staatlich garantierte Einspeisevergütungen oder Stromabnahmeverträge von bis zu 20 Jahren liefern dem Unternehmen dabei stabile und planbare Erträge. Mit einer Gesamterzeugungsleistung von mehr als 1,5 Gigawatt ist die Encavis AG einer der führenden konzernunabhängigen Produzenten von Strom (IPP) aus Erneuerbaren Energien in Europa. An dem stetigen Ausbau des Anlagenportfolios sowie der ertragsstarken Entwicklung der Encavis AG partizipieren ihre Aktionäre über einen stabilen Verlauf des Aktienkurses sowie einer sehr attraktiven Dividendenpolitik. Die Encavis AG ist im Prime Standard der Deutschen Börse in Frankfurt gelistet und im SDAX notiert. (02.07.2020/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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