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Di, 12. November 2019, 11:51 Uhr

Deutsche Bank

WKN: 514000 / ISIN: DE0005140008

Deutsche Bank-Aktie: Weitere Verhandlungen mit den US-Behörden - Aktienanalyse


05.10.16 07:16
Frankfurter Tagesdienst

Detmold (www.aktiencheck.de) - Deutsche Bank-Aktienanalyse vom "Frankfurter Tagesdienst":

Die Aktienexperten vom "Frankfurter Tagesdienst" bleiben bei der Aktie des Frankfurter Bankenkonzerns Deutsche Bank AG (ISIN: DE0005140008, WKN: 514000, Ticker-Symbol: DBK, NYSE-Symbol: DB) ohne Position.

Laut einem Bericht des "Wall Street Journal", das sich dabei auf Insider berufe, seien die Verhandlungen zwischen der Deutschen Bank und dem US-Justizministerium im Hypothekenstreit offenbar vorangekommen. Es seien aber noch keine Vorschläge erarbeitet worden, die den Entscheidungsträgern der beiden Parteien präsentiert werden könnten. Eine Stellungnahme sei bisher weder von der Deutschen Bank noch vom US-Justizministerium erfolgt. Der Deutschen Bank drohe in den USA eine Strafe von 14 Mrd. US-Dollar.

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" habe am Wochenende gemeldet, dass die Konzernspitze in den kommenden Tagen zu den Verhandlungen in die USA reisen werde. Am vergangenen Freitag habe die Nachrichtenagentur AFP berichtet, die Bank stehe kurz davor, sich mit dem Justizministerium in Washington auf eine reduzierte Strafe von 5,4 Mrd. US-Dollar zu verständigen.

Am Freitag sei die Aktie zuvor kurzfristig unter die Marke von 10 Euro gefallen, als die Meldung über den Ticker gegangen sei, dass Hedgefonds Gelder bei der Deutschen Bank abgezogen hätten. Danach habe sich die Lage wieder schnell beruhigt. Heute Vormittag habe die Deutsche Bank den Xetra-Handel mit 11,60 Euro eröffnet und sich schnell an die Marke von 12 Euro heranschieben können. Damit reagiere der Markt auf Spekulationen, dass die Strafe in den USA deutlich niedriger ausfallen werde als die ursprünglich genannten 14 Mrd. US-Dollar. Eine offizielle Bestätigung über eine Einigung habe am Vormittag aber noch ausgestanden.

Nach einer Umfrage des Nachrichtenmagazins "Fokus" würden 69 Prozent der Deutschen Staatshilfen für die Deutsche Bank ablehnen. Nur 24 Prozent der Befragten würden für Hilfe durch den Steuerzahler votieren. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel habe ebenfalls in diese Kerbe gehaut: "Ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen sollte, dass die Bank, die das Spekulantentum zum Geschäftsmodell gemacht hat, sich jetzt zum Opfer von Spekulanten erklärt", habe Gabriel auf einem Flug nach Teheran erklärt.

In der deutschen Industrie formiere sich unterdessen Unterstützung für Deutschlands größte Bank. "Die deutsche Industrie braucht eine Deutsche Bank, die uns in die Welt hinaus begleitet", habe der Aufsichtsratschef von BASF, Jürgen Hambrecht, der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" gesagt. Ähnlich hätten sich auch RWE-Chef Peter Terium und der Vorstandsvorsitzende von Daimler, Dieter Zetsche, geäußert.

Die Kurskapriolen der letzten Tage würden zeigen, dass die Deutsche Bank-Aktie immer mehr zum Vehikel für Trader mutiere. Für längerfristig orientierte Anleger sei der Titel aus Sicht der Experten eher nicht zu empfehlen. Der kurzfristige Aufwärtstrend aufgrund einer reduzierten Strafzahlung könnte schnell verpuffen, wenn die Niedrig-Zins-Tristesse wieder an Gewicht gewinne.

Die Aktienexperten vom "Frankfurter Tagesdienst" bleiben deshalb bei der Deutsche Bank-Aktie weiter ohne Position. (Ausgabe 152 vom 04.10.2016)

Die vollständige Ausgabe des Frankfurter Tagesdienstes können Sie unter dem folgenden Link beziehen: www.frankfurter-boersenbriefe.de

Börsenplätze Deutsche Bank-Aktie:

XETRA-Aktienkurs Deutsche Bank-Aktie:
11,745 EUR +1,51% (04.10.2016, 17:35)

Tradegate-Aktienkurs Deutsche Bank-Aktie:
11,751 EUR +3,08% (04.10.2016, 19:11)

NYSE-Aktienkurs Deutsche Bank-Aktie:
USD 13,175 +1,50% (04.10.2016, 18:57)

ISIN Deutsche Bank-Aktie:
DE0005140008

WKN Deutsche Bank-Aktie:
514000

Ticker-Symbol Deutsche Bank-Aktie:
DBK

NYSE Ticker-Symbol Deutsche Bank-Aktie:
DB

Kurzprofil Deutsche Bank AG:

Die Deutsche Bank AG (ISIN: DE0005140008, WKN: 514000, Ticker-Symbol: DBK, NYSE-Symbol: DB) bietet vielfältige Produkte und Leistungen im Firmenkundengeschäft und Investmentbanking, Privatkundengeschäft, Transaction Banking und in der Vermögensverwaltung an. Zu ihren Kunden gehören Unternehmen, die Öffentliche Hand, institutionelle Anleger, kleine und mittelständische Unternehmen sowie Privatkunden. Die Deutsche Bank ist Deutschlands führende Bank. Sie hat in Europa eine starke Marktposition und ist in Amerika und der Region Asien-Pazifik maßgeblich vertreten. (05.10.2016/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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