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Mi, 22. Januar 2020, 3:29 Uhr

DE30: Europäische Aktien erholen sich vom anfänglichen Einbruch


14.01.20 15:00
XTB

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Der Handel an den europäischen Börsen war zu Beginn der Sitzung am Dienstag recht volatil, so die Experten von XTB.

Der DE30 sei um rund 80 Punkte eingebrochen, habe sich allerdings wieder erholen können. Zum Zeitpunkt des Schreibens notiere der deutsche Leitindex sogar leicht über dem gestrigen Schlusskurs. Dies gelte auch für andere Indices aus Europa.

Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union hätten sich auf ein Transformationsabkommen geeinigt, das die Netto-Kohlendioxidemissionen bis 2050 auf Null reduzieren solle. Es werde erwartet, dass die EU-Kommission diese Woche die finanziellen Details enthüllen werde. Einigen Berichten zufolge werde die Präsentation heute stattfinden. Es sei bekannt, dass über einen Zeitraum von zehn Jahren Investitionen in Höhe von 1 Billion EUR zur Unterstützung des Projekts getätigt würden und dass ein Fonds eingerichtet werde, der die am stärksten von der Kohle abhängigen Länder bei der Transformation unterstützen solle. Einzelheiten über die spezifische Mittelzuweisung seien jedoch noch nicht bekannt gegeben worden, und es sei zu hoffen, dass sie heute vorgelegt würden. Es werde erwartet, dass es eine erhebliche Verzerrung der Ausgaben zugunsten der Länder geben werde, die am stärksten von Kohle und Braunkohle abhängig seien. Das Dokument dürfte die Finanzierungsquellen aufzeigen. Vier Länder - Deutschland, Italien, Frankreich und Polen - seien für mehr als die Hälfte der gesamten Treibhausgasemissionen der EU im Jahr 2017 verantwortlich.

Der DE30 habe nach der Ausbildung eines 2-Jahreshochs eine Abwärtsbewegung eingeleitet. Zu Beginn der heutigen Sitzung habe der Index stark nachgegeben und die Unterstützung bei 13375 Punkten getestet, die durch frühere Kursreaktionen gekennzeichnet sei. Am Ende der ersten Handelsstunde sei der Verlust jedoch vollständig ausgeglichen worden und aktuell seien sogar einige Gewinne erkennbar. Der entscheidende Widerstand befinde sich im Bereich von 13.480 Punkten, wo die Abwärtstrendlinie mit der 50-Stunden-Linie zusammenfalle. Die erste Unterstützung befinde sich wiederum bei 13.300 Punkten, während die letzte wichtige Unterstützung an der unteren Grenze der Overbalance-Struktur (12.860 Punkte) liege. Die Handelsgespräche zwischen den USA und der EU in Washington seien ein Risiko, welches in dieser Woche beobachtet werden sollte.

RWE (RWE.DE) (ISIN: DE0007037129, WKN: 703712) sei heute unter den stärksten Werten im DE30 zu finden. Die Aktie notiere nach einer Herabstufung durch die Royal Bank of Canada tiefer. Die Analysten hätten das Rating von "Top Pick" auf "Outperform" reduziert und das Kursziel auf 30 EUR gesenkt. Die RBC habe gesagt, dass RWE ihre bevorzugte Aktie in diesem Sektor bleibe.

Der deutsche Spezialchemie-Konzern Evonik (EVK.DE) (ISIN: DE000EVNK013, WKN: EVNK01) habe den Ausblick für das Gesamtjahr 2019 bestätigt. Der Vorstandsvorsitzende von Evonik, Christian Kullmann, habe gesagt, dass er trotz der weltweiten Konjunkturschwäche mindestens ein bereinigtes EBITDA auf dem Niveau des Vorjahres erwarte - dieses habe 2018 bei 2,15 Mrd. EUR gelegen.

Nach Angaben der Süddeutschen Zeitung könnten bis zu 10.000 Arbeitsplätze gefährdet sein, wenn METRO (B4B.DE) (ISIN: DE000BFB0019, WKN: BFB001) den Verkauf seiner SB-Warenhauskette an ein deutsch-russisches Konsortium vorantreibe. Das Unternehmen habe sich zum Verkauf entschlossen, weil es um die Erzielung von Gewinnen kämpfe.

Analystenreaktionen

- Beiersdorf (BEI.DE) (ISIN: DE0005200000, WKN: 520000) sei bei der Société Générale von "Halten" auf "Verkaufen" herabgestuft worden. Das Kursziel sei auf 99 EUR festgelegt worden.

- E.ON (EOAN.DE) (ISIN: DE000ENAG999, WKN: ENAG99) sei bei der Citigroup mit "Kaufen" bewertet worden. Das Kursziel sei auf 9,80 EUR festgelegt worden. (14.01.2020/ac/a/m)