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Mo, 22. April 2019, 23:59 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

DAX: Brexit und Handelsstreit geben den Ton an


14.03.19 10:05
Helaba

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Nach der Abstimmung war vor der Abstimmung und so trat der DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) gestern lange Zeit auf der Stelle, bevor am Nachmittag etwas Kaufneigung einsetzte, so die Analysten der Helaba.

Unter dem Strich sei ein Plus in Höhe von 0,42 Prozent auf 11.572,41 Zähler zu verbuchen gewesen. Wie bereits am Dienstag, habe gestern das Papier von Fresenius Medical Care (ISIN: DE0005785802, WKN: 578580, Ticker-Symbol: FME, NASDAQ OTC-Symbol: FMCQF) (+2,20%) die Gewinnerliste angeführt. Erneut seien die Papiere von Wirecard (ISIN: DE0007472060, WKN: 747206, Ticker-Symbol: WDI, Nasdaq OTC-Symbol: WRCDF) Inhaber der roten Laterne gewesen.

Nachdem das britische Parlament am Dienstag dem Brexit-Austrittsvertrag eine weitere Abfuhr erteilt habe, sei gestern über einen ungeordneten Austritt abgestimmt worden. Mit einer knappen Mehrheit sei entschieden worden, dass man ohne Vertrag nicht aus der EU ausscheiden möchte. Eine rechtsverbindliche Wirkung habe dieses Votum jedoch nicht. Insgesamt liege die Vermutung nahe, dass sich die Abgeordneten heute für eine Verschiebung des Brexit-Termins aussprechen würden. Für den Fall, dass es zu einem No-Deal-Brexit kommen sollte, plane die britische Regierung, Importzölle auf eine Reihe von Waren zu streichen, um eine harte Grenze zwischen Irland und Nordirland zu vermeiden. Diesen Plänen habe die EU-Kommission ablehnend gegenübergestanden.

Nachdem der DAX, wie eingangs bereits erwähnt, gestern mehrheitlich auf der Stelle getreten sei, habe sich an der charttechnischen Beurteilung des Index kaum etwas verändert. Allenfalls könne angeführt werden, dass sich die Unterstützungen in Form des 144-Tagedurchschnitts (11.486) sowie eines High-Multi-Average (11.490) als solide erwiesen hätten. Insgesamt bleibe die etablierte Schiebezone mit den Begrenzungen bei 11.405 und 11.680 Zählern intakt. Häufig würden die von der Trading-Range größten, innerhalb der Konsolidierung ausgebildeten Tageskerzen einen Hinweis auf die wahrscheinliche Ausbruchsrichtung liefern. Auf Basis dieser Annahme, müssten die Risiken aktuell, trotz der gestern zu verbuchenden Kursgewinne, etwas höher gewichtet werden. Auf der Unterseite gelte es die signifikanten Supports wie beispielsweise die 200-Wochenlinie (11.467) sowie die 144er Struktur im Auge zu behalten. Zudem finde sich bei 11.356 Zählern der 200-Wochen-EMA. Spätestens mit dem Erreichen dieser Marke würden die Karten neu gemischt. (14.03.2019/ac/a/m)



 
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