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Mo, 14. Oktober 2019, 16:16 Uhr

Bayer

WKN: BAY001 / ISIN: DE000BAY0017

Bayer – 65 Prozent sind drin


17.09.19 14:40
Feingold-Research

Knapp 30 Prozent in 3 Monaten – damit zählte die Aktie von Bayer in den vergangenen Wochen zu den stärksten Titeln im DAX®. Für so manchen langfristigen Anleger ist das zumindest ein kleiner Wehrmutstropfen, denn die Aktie ist im Vergleich zu 2015  immer noch nur halb so viel wert. Diese Talfahrt ist eng verknüpft mit dem Kauf des US-Saatgutherstellers Monsanto. Der Unmut der Anleger zeigte sich auch auf der diesjährigen Hauptversammlung als mehr als die Hälfte des anwesenden Grundkapitals Konzernchef Werner Baumann die Entlastung verweigerte. Für mutige Anleger empfehlen wir auf Bayer den Discount-Call HZ2JWE mit 65 Prozent Rendite. 


Das Problem Glyphosat wird bis auf weiteres Baumanns größte Baustelle bleiben. Dennoch kehrt bei den Anlegern allmählich wieder Zuversicht in das Unternehmen und die Aktie zurück. Dazu trugen unter anderem die jüngsten Quartalszahlen, der Einstieg eines aktivistischen Investors und ein Strategiewechsel bei CEO Baumann bei.


Im zweiten Quartal 2019 stieg der Umsatz währungsbereinigt gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,9 Prozent und das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen, Steuern und Sondereinflüssen um 24,7 Prozent. Mit dem Zukauf von Monsanto wurde der Crop Science-Bereich zum umsatzstärksten Bereich bei Bayer. Im zweiten Quartal steuerte der Verkauf von Pflanzenschutzmittel, Getreidesamen und Insektiziden rund 43 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Überschwemmungen im Mittleren Westen der USA und extreme Trockenheit in weiten Teilen Europas und Kanada bremsten jedoch zuletzt das Geschäft. Der zweitgrößte Geschäftsbereich, der Pharmasektor konnte derweil im zweiten Quartal die Gewinnmarge deutlich verbessern. Zu den Blockbustern zählten einmal mehr der Gerinnungshemmer Xarelto, das Augenmittel Eylea und das Krebsmittel Stivarga. Nach der Übernahme ist bekanntlich vor der Restrukturierung. Die Ziele sind bereits definiert. Im Rahmen des 2022 Synergy & Efficiency Programms sollen von 2022 an 2,6 Mrd Euro generiert werden. Gleichzeitig soll der Umsatz bis 2022 auf 52 Mrd. Euro und die EBITDA von 9,5 Mrd. im Jahr 2018 auf 16 Mrd. Euro steigen. Um dies zu erreichen, sollen Synergien gehoben und in die Entwicklung neuer Produkte investiert werden.


Baumann steckte sich ehrgeizige Ziele und der Weg dorthin wird nicht zuletzt vom aktivistischen Investor Paul Singer genau beobachtet. Der US-Hedgefonds Elliott von Paul Singer fordert schon seit längerem eine Aufspaltung von Bayer in Pharma und Agrarchemie. Baumman lehnt dies hingegen ab und erhält dafür bis jetzt auch die Rückendeckung vom Aufsichtsrat. Solange die Zahlen stimmen, wird er wohl auch weiterhin auf den Aufsichtsrat zählen können. An anderer Stelle lenkte der Konzernlenker hingegen ein. So holte Bayer den Staranwalt John Beisner und Mediator Ken Feinberg, um im Glyphosat-Fall möglicherweise doch einen Vergleich mit den Klägern auszuhandeln.


Nach Angaben von Thomson Reuters ist ein Großteil der Analysten mittelfristig positiv für die Aktie gestimmt und verweist dabei unter anderem auf die global starke Marktposition. Angesichts der steigenden Weltbevölkerung wird der Einsatz von hocheffizienten Saatgut und Pflanzenschutzmittel immer wichtiger und mit der Übernahme von Monsanto zählt Bayer nun zu den größten Agrarchemiekonzernen der Welt. Im Pharmasektor sorgen vor allem die beiden Blockbuster Medikamente Eylea und Xarelto für Wachstum. Mit einem KGV von 9,5 und einer Dividendenrendite von 4,2 (Quelle: Thomson Reuters) ist die Aktie zudem moderat bewertet. Frei von Risiken ist das Papier jedoch nicht. Eine Beilegung der juristischen Auseinandersetzung rund um Glyphosat liegt noch in weiter Ferne. Zudem sind derzeit keine neuen Medikamente mit einem Umsatzpotenzial vom mehr als einer Milliarde Euro im Jahr in Sicht.


Charttechnischer Ausblick: Bayer

Widerstandsmarken: 68,30/72,90/76,25 Euro


Unterstützungsmarken: 60,30/63,35/65,80Euro


Die Aktie von Bayer drehte nach dem langfristigen Abwärtstrend im Sommer nach oben. Zwischen 65,80 und 68,30 Euro bildete das Papier eine solide Unterstützungszone. Gelingt der Ausbruch über die obere Marke hat die Aktie aus technischer Sicht Luft bis Euro 72,90 und im weiteren Verlauf bis EUR 76,25. Kippt die Aktie hingegen unter EUR 65,80 droht eine Konsolidierung bis EUR 60,30.


Bayer in EUR; Tageschart (1 Kerze = 1 Tag) Betrachtungszeitraum: 06.04.2018 – 16.09.2019. Historische Betrachtungen stellen keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: tradingdesk.onemarkets.de Bayer in EUR; Wochenchart (1 Kerze = 1 Woche)

Quelle: Onemarkets, eigene



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