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Mo, 21. Oktober 2019, 2:39 Uhr

Anlegervertrauen in Aktien fällt auf den tiefsten Stand seit Jahren


30.01.19 16:56
State Street

Boston (www.aktiencheck.de) - State Street Global Exchange hat heute die Ergebnisse des State Street Investor Confidence Index (ICI) für den Monat Januar veröffentlicht, so die Experten von State Street.

Der Global Investor Confidence Index sei auf 70,2 Punkte gesunken und habe damit um 9,4 Punkte unter dem revidierten Wert für den Monat Dezember von 79,6 Punkten gelegen. Das Vertrauen der nordamerikanischen Anleger habe abgenommen, was sich in einem Rückgang des ICI für Nordamerika von 74,5 auf 66,8 Punkte widergespiegelt habe. Der europäische ICI
sei um 2,6 auf 90,3 Punkte gesunken, während der asiatische ICI um 10,3 auf 100,2 Punkte zurückgegangen sei.

Der Investor Confidence Index sei von Kenneth Froot und Paul O'Connell von State Street Associates, der Research- und Beratungssparte von State Street Global Exchange, entwickelt worden. Der Index messe das Vertrauen der Anleger oder ihre Risikobereitschaft quantitativ, indem das tatsächliche Kauf- und Verkaufsverhalten institutioneller Anleger analysiert werde. Der Index zeige die Veränderungen in der Risikobereitschaft der Anleger: Je höher die prozentuale Aktien-Allokation ausfalle, desto höher sei die Risikobereitschaft bzw. das Vertrauen der Anleger. Ein Wert von 100 sei neutral; es sei das Niveau, auf dem die Anleger ihre langfristigen Allokationen weder erhöhen noch verringern würden. Der Index unterscheide sich von umfragebasierten Messungen dadurch, dass er auf den tatsächlichen Käufen und Verkäufen und nicht auf den Meinungen institutioneller Investoren basiere.

"Anfang 2019 hat sich das Anlegervertrauen rapide verschlechtert, was an unserem globalen Investor Confidence Index gut ablesbar ist. Das Anlegervertrauen selbst befindet sich zwar nicht auf einem historischen Tiefstand, doch das in diesem Monat bis dato noch nie dagewesene Niveau spiegelt den außergewöhnlich schnellen Rückzug institutioneller Anlagemanager wider. Bemerkenswert ist, dass dieser Rückzug bis in die dritte Januarwoche anhielt, obwohl sich die Aktienkurse im Januar teilweise von ihren um Weihnachten herum erreichten Tiefständen erholen konnten. Die Anlagemanager bringen eindeutig anhaltende Bedenken im Hinblick auf die weiteren weltwirtschaftlichen Trends und der sich fortsetzenden fiskalischen und monetären Straffung in den USA zum Ausdruck, vor der es kein Entrinnen gibt", kommentiere Kenneth Froot.

"In diesem Monat fällt auf, dass das Anlegervertrauen in den USA stärker zurückgegangen ist als in den anderen Regionen, obwohl die Marktteilnehmer ihren Fokus auf das sich verschlechternde weltwirtschaftliche Umfeld richteten, seien es die schwächeren Wirtschaftsdaten aus China oder die zunehmenden Rezessionsrisiken in Europa. Bei dieser Panik, und die Verwendung dieses Begriffs ist mittlerweile keine Übertreibung mehr, dreht es sich sowohl um die platzende Erwartungsblase in den USA, als auch um die schwachen fundamentalen Trends außerhalb der USA", kommentiere Michael Metcalfe, Senior Managing Director und Head of Global Macro Strategy bei State Street Global Markets.

Der Index werde weltweit um 10:00 Ostzeit in Boston am letzten Mittwoch eines jeden Monats veröffentlicht. (30.01.2019/ac/a/m)