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Sa, 26. September 2020, 23:36 Uhr

thyssenkrupp

WKN: 750000 / ISIN: DE0007500001

thyssenkrupp-Aktie: Eine klare Trennung wäre möglich


24.06.16 07:08
Frankfurter Tagesdienst

Detmold (www.aktiencheck.de) - Für die Aktienexperten vom "Frankfurter Tagesdienst" ist die Aktie von thyssenkrupp (ISIN: DE0007500001, WKN: 750000, Ticker-Symbol: TKA, Nasdaq OTC-Symbol: TYEKF) auf Sicht von zwölf Monaten ein Kauf.

Wie sähen die Pläne des Stahl- und Technologiekonzerns für den Verkauf von Geschäftsteilen genau aus? Bislang dürfe man annehmen, dass die defizitären Stahl-Aktivitäten in Südamerika abgegeben würden.

Aber wie wäre es, wenn man darüber hinaus auch die weiteren Stahlbereiche verkaufen würde? Ein solcher kompletter Abschied von den historischen Wurzeln sei zumindest "nicht undenkbar".

Falls ein solches Szenario eintreffe, würde die Konzernleitung den Stahlbereich innerhalb weniger Monate abstoßen, ohne sich auf eine langwierige Diskussion einzulassen.

Schon im April hätten die Wirtschaftsredakteure der "Rheinischen Post" das Thema aufgegriffen: Spekuliert worden sei damals auf einen Deal mit der indischen Tata Steel. Eine praktische Umsetzung sähe nach Erachten der Experten so aus, dass Tatas niederländische Aktivitäten mit denen von thyssenkrupp in Deutschland fusioniert würden. (Die genaue Konstruktion des Deals könnte vorsehen, dass die deutsche Seite einen Minderheitenanteil behalte.)

Grundvoraussetzung für einen solchen Schritt: thyssenkrupp müsse von der Defizit-Sparte Steel America befreit werden. Diese würde am ehesten komplett an Tata verkauft. Auch bei Tata gäbe es eine Grundvoraussetzung: Dies wäre ein erfolgter Verkauf oder die Schließung der britischen Standorte. Mehrere Bieter sollten an einer solchen Übernahme interessiert sein, was durch die Stabilisierung der europäischen Stahlpreise begünstigt werde.

Ein vom Stahl befreiter Konzern thyssenkrupp könnte sich auf seine zukunftsträchtigen Bereiche fokussieren: Hier sei in erster Linie das Aufzugsgeschäft zu nennen, aber auch der Anlagenbau sowie Autoteile und andere Komponenten. Diese Sparten, die eine Umsatz- und Gewinnsteigerung bieten würden, dürfe man mit rund 18 Milliarden Euro taxieren (als Summe der einzelnen Sparten).

An der Börse hingegen weise thyssenkrupp zurzeit nur eine Marktkapitalisierung von 10,9 Milliarden Euro auf. Diese Summe könnte man allein schon für das Aufzugsgeschäft ansetzen. Denn diese Konzernsparte habe die frühere Lücke zu Otis oder Schindler in den vergangenen Jahren durch Restrukturierung und Kostensenkung weitgehend geschlossen. Sie liefere ein EBIT von rund 800 Millionen Euro.

Auf Sicht von zwölf Monaten ist die Aktie von thyssenkrupp für die Aktienexperten vom "Frankfurter Tagesdienst" ein Kauf. Ihr fairer Wert sei um 28 Euro anzusiedeln. Die Experten würden auch hier mit dem Kauf einer halben Position beginnen. (Ausgabe 95 vom 23.06.2016)

Die vollständige Ausgabe des Frankfurter Tagesdienstes können Sie unter dem folgenden Link beziehen: www.frankfurter-boersenbriefe.de (24.06.2016/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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