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So, 21. Juli 2019, 16:48 Uhr

US-Treasuries schlossen uneinheitlich


09.05.03 09:44
Hamburgische LB

Die Kurse der US-Treasuries schlossen gestern uneinheitlich, so die Analysten der Hamburgischen Landesbank.

Anfangs habe es zwar noch leichte Kursgewinne gegeben, was auf die nachgebenden Aktienkurse und die Bekanntgabe der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zurückzuführen sei. Mit der Auktion der 10jährigen T-Notes sei Ernüchterung aufgekommen. Mit einer bid-to-cover ratio von 1,22 sei das die am schlechtesten aufgenommene Auktion der letzten 20 Jahre gewesen. Obwohl viele Marktteilnehmer ein zumindest stabiles Zinsniveau, teilweise sogar noch steigende Kurse erwarten würden, sei die Emissionsrendite von 3,70% wohl doch nicht so attraktiv gewesen.

Es sei sowieso erstaunlich, dass der US-Bondmarkt die 58 Mrd. USD, die in den letzten drei Tagen versteigert worden sei, so gut weggesteckt habe, denn die ausufernde US-Staatsverschuldung und der daraus entstehende Bedarf nach neuen Krediten werde für ein stetiges, großvolumiges Angebot an neuen Anleihen sorgen. Auch die Veröffentlichung des Protokolls der FOMC-Sitzung vom 18. und 19. März habe keine neuen Erkenntnisse gebracht.

Heute werde im Vergleich zu den letzten Tagen ein eher langweiliger Handelstag, denn Konjunkturdaten stünden nicht an, und die angesetzten Reden bspw. von Michael Moskow würden keine neuen Informationen bringen. Erst in der kommenden Woche gebe es wieder Neuigkeiten von der Konjunkturdatenfront. Nach den kräftigen Kursgewinnen der vergangenen Tage sei der US-Bondmarkt reif für eine Verschnaufpause und für Gewinnmitnahmen. Daran werde selbst die erneut entbrannte Diskussion über mögliche deflationäre Tendenzen in den USA nichts ändern.