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Di, 29. September 2020, 9:31 Uhr

Softing

WKN: 517800 / ISIN: DE0005178008

Softing spekulativ


14.04.03 11:04
Bluebull

Wie die Experten von "Bluebull" in ihrem Börsenbrief "BLUeu" berichten, ist die Softing-Aktie ein spekulatives Investment.

Der Softing-Konzern habe nach vorläufigen Berechnungen im ersten Quartal den Auftragseingang um ca. 25% auf 4,7 Mio. Euro steigern können. 25% Steigerung seien eine absolute Rarität in diesen Tagen. Als Ursachen dafür nenne Vorstandsvorsitzender Wolfgang Trier die Kombination aus deutlicher Steigerung der Vertriebsaktivitäten und massiver Absenkung der Fixkosten. Es werde derzeit besonders aggressiv auf Kunden zugegangen.

Der Umsatz habe weltweit rund 4,8 Mio. Euro betragen und damit über 40% mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis habe gegenüber dem Vorjahreszeitraum ebenfalls um 1,2 Mio. Euro verbessert werden können (Vorjahr.: -1,3 Mio. Euro) und sei damit nahezu ausgeglichen. "Bluebull" gegenüber habe Wolfgang Trier bestätigt: "Für 2003 planen wir vorsichtig und rechnen mit einem ausgeglichenen Ergebnis".

Die Bewertung des Unternehmens sorge allerdings für Verwunderung. Denn die Aktie notiere bei 1,12 Euro, was einer Marktkapitalisierung von lediglich 5,5 Mio. Euro entspreche - und das bei einem bereits positivem Cash Flow sowie einem Cash-Bestand in Höhe von 5,0 Mio. Euro (31.03.2003).

Des Weiteren bestünden Forderungen, welche die relativ übersichtlichen Verbindlichkeiten egalisieren würden. Kurz eine Übersicht der Positionen aus dem Jahresabschluss: Flüssige Mittel 2,2 Mio. Euro; Wertpapiere 2,7 Mio. Euro. Forderungen 4,3 Mio. Euro; 2,1 Mio. Verbindlichkeiten; 4,2 Mio. Rückstellungen.

Diese Bewertung habe aber auch ihre Gründe. "Softing hat eine schwere Zeit hinter sich", räume auch Unternehmens-Chef Trier im Gespräch mit "Bluebull" ein. Planzahlenverfehlungen seien zuletzt eher die Regel als die Ausnahme gewesen. Das Vertrauen müsse erst wieder zurückgewonnen werden, so der Softing-Chef. Wobei Wolfgang Trier erst seit April 2002 CEO der Gesellschaft sei und ihm auch mit dem Blick auf das zuletzt Erreichte schon bald wieder Vertrauen und Kapital der Anleger zufließen könnte.

2003 sollen die Umsätze von zuletzt 18,9 Mio. auf 19,3 Mio. Euro steigen. Das sei auf den ersten Blick ein wenig ambitioniertes Ziel. Im Hinterkopf sollte man noch folgende Rechen-Überlegung haben: Wenn es dem Unternehmen gelinge (etwa bei anziehender Konjunktur) den Umsatz um 10 bis 15% zu steigern, entspreche dies internen Szenarien zufolge einer Umsatzrentabilität von 5% und somit einem Gewinn von rund 1 Mio. Euro. Vor dem Hintergrund der aktuellen Marktkapitalisierung wäre dieses Unternehmen dann sehr günstig.

Dennoch: Noch verdiene Softing kein Geld, viele Prognosen in der Vergangenheit seien verfehlt worden. Aufgrund der geringen Liquidität in der Aktie sei sie auch aus dem Sichtfeld größerer Investoren-Adressen gewandert. Es müsse sich erst zeigen, ob ein schmerzhafter Einbruch in der Automobilbranche (VW habe sich erst am Mittwoch von seinem Vertriebsvorstand getrennt - was Bände spreche) tatsächlich keine direkten Auswirkungen auf das Softing-Geschäft habe.

Ein genaues Verfolgen der Geschäftseinwicklung ist also Voraussetzung - die äußerst geringen Umsätze machen die Softing-Aktie zusätzlich spekulativ, so die Aktienexperten von "Bluebull" in ihrem Börsenbrief "BLUeu".





 
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