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Mo, 10. August 2020, 5:06 Uhr

Softing

WKN: 517800 / ISIN: DE0005178008

Softing nicht zu teuer


29.08.03 15:13
Bluebull

Die Experten von "Bluebull" sind der Meinung, dass die Aktie von Softing nicht zu teuer bewertet ist.

Fernab der großen Bühnen DAX und TecDAX sei die Softing-Aktie still und heimlich von einem Euro im Herbst auf aktuell 1,8 Euro geklettert. Und das Potenzial der Aktie scheine noch lange nicht ausgeschöpft. An der Börse werde aktuell noch nicht einmal der halbe Jahresumsatz des bilanziell soliden und praktisch profitablen Unternehmens bezahlt. Und das Umsatzziel von 19,3 Mio. Euro im Gesamtjahr sollte wohl eher über- als unterschritten werden. "Wir gehen zum heutigen Zeitpunkt klar davon aus, dieses Planziel mindestens erreichen zu können", sage Softing-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Trier gegenüber den Experten. Und weiter: "2004 wird und muss Ertrag bringen". Nicht minder interessant als die Bewertung des Unternehmens sei die Geschäftstätigkeit. Softing tummle sich im Zukunftsmarkt der Automobilelektronik.

ABS, ESP, Klimatisierung, Komforteinrichtungen, Energiesparmassnahmen bei der Motorsteuerung, Energierückgewinnung beim Bremsen, elektronische Wegfahrsperre, Navigationssystem - unzählige solcher Kleinstcomputer würden ihre mittlerweile nicht mehr wegzudenkende Arbeit im modernen Auto machen. Die Softing AG biete Kunden wie etwa VW mit dem Produkt DTS eine Diagnose für den Datenaustausch der Steuerungsgeräte in Autos an. Damit könnten schon bei der Entwicklung und Herstellung der Fahrzeuge Austausch und Archivierung von Steuergerätedaten zwischen den Automobilherstellern und ihren Zulieferern aufeinander abgestimmt werden. Der Fachhochschule München zufolge würden bis zu 90 der Entwicklungsanstrengungen eines PKW in die Elektronik gehen, und auch in der Fertigung modernster Fahrzeuge mache der Aufwand der Elektronik 30% der Kosten aus.

Zuletzt sei mit der ETAS GmbH vereinbart worden, dass ETAS zukünftig Produkte aus dem Umfeld der Softing Produktfamilie "Diagnostic Tool Set" (DTS) einzeln oder integriert in eigene Werkzeuge vertreiben werde und mit der dSPACE GmbH eine Integration DTS in Entwicklungswerkzeuge der Firma. "Die Kooperationen laufen gut an und haben großes Potenzial, sich noch weit über das erwartete Mass auszuwirken. Genaue Angaben hierzu wären jedoch verfrüht - Auswirkungen auch hier erst ab 2004", habe Wolfgang Trier diese Partnerschaften gegenüber den Experten kommentiert. Im zweiten Quartal habe Softing einen Umsatz von 4,6 Mio. Euro und ein Betriebsergebnis von -0,6 Mio. Euro erzielt. Man habe wissen wollen, inwieweit das Ziel, eines "in etwa ausgeglichenen Ergebnis im Jahr 2003" mit dem 2. Quartal wieder in die Ferne gerückt sei.

"Ich sehe nicht, dass hier mit Q2 eine Belastung vorliegt. Bitte beachten Sie, dass z.B. in Q2 mit dem Wegfall des dritten Vorstands Lasten, die sonst über das Jahr verteilt gekommen wären, in Q2 komplett EBIT- relevant wurden. Dadurch und durch weitere voraussichtlich abschließende Restrukturierungsaufwendungen kommt die erwartete Jahresbelastung in eine einziges Quartal - ein Fortschreiben auf das Jahr wäre daher falsch. Wir sehen uns im Gegenteil mit dem Kernziel, "nach (letzten) Restrukturierungsaufwendungen" in etwa ausgeglichen abzuschließen, gut im Plan und voll bestätigt."

Auch das derzeitige Quartal verlaufe dem CEO zufolge "ganz klar positiv, wenn auch im unverändert schwierigem Umfeld - noch immer gehen Wettbewerber von uns in die Insolvenz!" Was nehme sich Softing für 2004 vor, sei schon ein kräftiger Jahresüberschuss erreichbar? "Einige Effekte auf der Kostenseite haben sich 2003 noch gar nicht richtig ausgewirkt. Ferner sehen wir in 2004 wieder - wenn auch moderates - Wachstumspotenzial in beiden Geschäftsbereichen (Automobil und allg. Industrieautomatisierung). 2003 ist und war das Jahr der Stabilisierung. 2004 muss und wird Ertrag bringen. In welchem Maße dieser in als frei verwendbarer Überschuss oder als Investition in Wachstum verwendet werden wird, ist im Rahmen der Planungen für 2004 und folgende noch festzulegen", so Wolfgang Trier.

Das Unternehmen besitze 6 Mio. Euro liquide Mittel, Forderungen in Höhe von 3,3 Mio. Euro, die die kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von rund 3 Mio. egalisieren würden. Langfristige Verbindlichkeiten stünden schließlich noch mit 2,8 Mio. Euro zu Buche. In der Bilanz würden keine belastenden Altlasten stecken, im Gegenteil, die hohen liquiden Mittel würden das Unternehmen absichern, fällige Investitionen in die Zukunftsfähigkeit seien leicht zu finanzieren.

Bewertet sei Softing bei einem Kurs von 1,8 Euro gerade einmal mit 9 Mio. Euro. Nicht einmal der halbe Jahresumsatz bei einer komfortablen Bilanzausstattung und realistischer Chancen auf Wachstum und nennenswerte Gewinne in 2004. Die Bewertung des Unternehmens habe bei den Experten schon im April bei 1,12 Euro "für Verwunderung" gesorgt. Und auch jetzt noch würden bei 1,8 Euro die Chancen überwiegen.

Erlebt Softing keine bösen Überraschungen, ist eine Bewertung in Höhe des 2003er Umsatzes auf mittelfristige Sicht nicht zu teuer, so die Experten von "Bluebull".





 
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