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Do, 1. Oktober 2020, 1:10 Uhr

RHEINMETALL AG VZ.

WKN: 703003 / ISIN: DE0007030033

Rheinmetall VZ Langfrist-Anlage


18.07.03 10:05
Bluebull

Die Experten von "Bluebull" sehen die Aktie von Rheinmetall (ISIN DE0007030033 / WKN 703003,VZ) in ihrem aktuellen Börsenbrief "BLUeu" als eine interessante Langfrist-Anlage

Rheinmetall sei eine Firma mit alter schwerer Tradition. Das hindere den MDAX-Wert jedoch nicht, mit neuen Innovativen Produkten zu glänzen. Neben Studien - z. B. eine Elektropistole die ohne bleibende Schäden Personen außer Gefecht setzen solle - gebe es Produkte wie das Zylinderkurbelgehäuse im Porsche Cayenne. Solche und andere Innovationen würden schnell klar machen, dass die vermeintlich graue Maus keineswegs so schwerfällig sei, wie es der klotzige Name "Rheinmetall" suggeriere.

Rheinmetall habe im Geschäftsjahr 2002 einen Umsatzrückgang auf 4.571 Mio. Euro hinnehmen müssen (2001: 4.603 Mio. Euro). Berücksichtige man Änderungen des Konsolidierungskreises seien die drei Geschäftsbereiche Defence, Automotive und Electronis organisch insgesamt um 6% gewachsen. Das um Sonderaufwendungen und -erträge im Zusammenhang mit Beteiligungen, Immobilien und Restrukturierungen bereinigte EBIT des Jahres 2002 belaufe sich auf 213 Mio. Euro gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert von 192 Mio. Euro.

2003 werde den Aktionären wegen den hohen Einnahmen aus Beteiligungsverkäufen im Jahr 2002 eine Dividende von 0,64 Euro je Stammaktie und von 0,70 Euro je Vorzugsaktie zugestanden. Das Dilemma stecke jedoch im Zinsergebnis. Betrachte man sich etwa die jüngsten Quartalszahlen genauer, werde deutlich, dass Rheinmetall unterm Strich fast nichts übrig bleibe. So sei zwar ein betriebliches Ergebnis von 24 Mio. Euro erzielt worden, Verbindlichkeiten seien jedoch nicht geschenkt, das Finanzergebnis belaste spürbar. Nach Steuern und Zinsen bleibe gerade einmal ein Quartalsüberschuss von zwei Mio. Euro hängen - nicht viel bei einer Milliarde Euro Quartalsumsatz.

Da wundere es nicht, dass die Verbindlichkeiten wieder zugenommen hätten auf 1,97 Mrd. Euro (31.12.02: 1,89 Mrd.), die liquiden Mittel abgenommen hätten auf 278 Mio. Euro (02: 367 Mio. Euro) und die Vorräte von 0,9 Mrd. Euro auf über eine Milliarde zugenommen hätten. Im Interview habe der Vorstandsvorsitzende Klaus Eberhardt die Sachanlagen (1,3 Mrd. Euro) in die beiden wesentlichen Posten aufgeschlüsselt: "Es entfallen rund 650 Mio. Euro auf Gründstücke und Gebäude und über 400 Mio. Euro auf Anlagen und Maschinen," habe man gesagt. Der Goodwill stehe mit 345 Mio. Euro in der Bilanz. Die Gefahr von Wertberichtigungen wolle der Vorstand nicht sehen: "Der Goodwill-Anteil bezogen auf die Bilanzsumme liegt bei gerade einmal 7,5% und wir erwarten für 2003 keine außerplanmäßigen Goodwill-Abschreibungen."

Rheinmetall spreche schon jetzt vom "erfolgreichen Abschlusses der dreijährigen Restrukturierungsphase". Erste Erfolge gebe es sicherlich, noch stehe aber der Beweis aus, dass auch ohne Beteiligungsverkäufe richtig Geld verdient werde. Die Bewertung von derzeit nur 648 Mio. Euro erscheine dennoch sehr ausbaufähig angesichts eines Umsatzniveaus von 4,5 Milliarden und interessanten Produkten und steigenden Auftragseingängen.

Dennoch dürfte die Aktie nach dem zuletzt steilem Kursanstieg erst einmal wieder konsolidieren. Zum einen dürfte nach dem Ausnahmejahr 2002 und der Dividendenauszahlung allmählich wieder ein wenig Ernüchterung auftreten.

Rutscht bei Rheinmetall jedoch aus konjunkturellen oder politischen Gründen nicht eines seiner zwei Standbeine (Automobilzulieferergeschäft und Wehrtechnik) weg, ist die Aktie eine interessante Langfrist-Anlage, so die Experten von "Bluebull". Der Firmenname jedoch habe Rheinmetall zum Schluss doch noch einmal eingeholt. Anders als zu den Produkten, passe ein schwerfälliger Name zur finanziellen Struktur - auch nach der Restrukturierung noch - wie die Faust aufs Auge.





 
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