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Fr, 24. Mai 2019, 7:43 Uhr

OTS: Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter e.V. (BVDA) / Anzeigenblätter ...


18.04.19 11:35
dpa-AFX

Anzeigenblätter erzielten 2018 1,72 Milliarden Euro Nettowerbeumsatz /


BVDA fordert bessere Rahmenbedingungen für die Anzeigenblattbranche


Berlin (ots) - Anzeigenblätter waren auch im zurückliegenden


Geschäftsjahr eine feste Größe im Media-Mix.

Allerdings wirkten sich


der stagnierende Werbemarkt und die branchenspezifisch


verschlechterten Rahmenbedingungen auf den Geschäftserfolg aus. Der


Netto-Werbeumsatz im Jahr 2018 betrug 1,72 Milliarden Euro. Dies


bedeutet einen Rückgang um 7,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.



Die Gesamtauflage sank im Erhebungszeitraum (04/2018 - 03/2019)


auf 83,3 Millionen Exemplare, das entspricht einem Minus von 2,7


Prozent. Einen Großteil des Gesamtumsatzes machen nach wie vor die


Anzeigen mit einem Anteil von 56,4 Prozent aus. Der Anteil der


Fremdbeilagen am Gesamtumsatz erzielte im zurückliegenden


Geschäftsjahr einen Rekordwert von 43,6 Prozent.



"Unsere aktuellen Marktdaten lassen somit sowohl positive als auch


negative Interpretationen zu. Der konstant hohe Umsatzanteil mit


gedruckten Prospekten belegt die Relevanz von Printwerbung im


digitalen Zeitalter. Der Handel schätzt Prospektwerbung im


Anzeigenblatt wegen ihrer Werbewirkung und ihrer Leistungsfähigkeit


in punkto Abverkauf", sagte BVDA-Geschäftsführer Dr. Jörg Eggers. Für


den Umsatzrückgang nannte er folgende Hauptursachen: den in seiner


Gesamtheit schwächelnden Werbemarkt, Konzentrationsprozesse im


Handel, die gestiegene Zahl an Werbemöglichkeiten und volle


Auftragsbücher im Handwerk.



Gleichzeitig werde deutlich, dass sich unter anderem die


ungünstigen Rahmenbedingungen in der Logistik massiv auf die


Anzeigenblattbranche auswirken. "Die gestiegenen Kosten in der


Zustellung führen dazu, dass immer mehr Verlage die Rentabilität


einzelner Titel noch stärker als bisher auf den Prüfstand stellen.


Außerdem wird die Zustellung kontinuierlich optimiert; jedoch wird


die nahezu flächendeckende Zustellung, also quasi eine


Grundversorgung mit kostenlosen Wochenblättern, mittel- und


langfristig gefährdet, sollten sich die Rahmenbedingungen nicht


ändern", konstatierte Eggers. Dazu zähle auch, dass internationale


Großkonzerne der Digitalwirtschaft sich massive steuerliche Vorteile


verschaffen könnten, was zu ungleichen Wettbewerbsbedingungen führe.


Die Anzeigenblattverlage, der Mittelstand und die lokale Wirtschaft


hätten hingegen das Nachsehen.



Der BVDA hat ebenfalls an die Politik adressiert, dass eine


staatliche Infrastrukturförderung in der Logistik ein wichtiges


Instrument für den Erhalt der Pressevielfalt darstellt. Schließlich


zeichnet die Anzeigenblätter eine große gesellschaftliche Bedeutung


aus: Sie versorgen die Bevölkerung mit lokalen redaktionellen


Informationen und tragen mit ihrer umfangreichen Berichterstattung


über das Ehrenamt zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei.



Eine weitere wichtige Verbesserung der Rahmenbedingungen wäre die


Gleichstellung von Jugendlichen bei der Sonntagszustellung mit


erwachsenen Erwerbstätigen. Dazu sollte eine Ausnahmeregelung des


Arbeitszeitgesetzes zur Sonntagsbeschäftigung im Bereich der


Zustellung von Presseerzeugnissen in das Jugendarbeitsschutzgesetz


übernommen werden. Der Sonntagsmarkt hatte im vergangenen Jahr


besonders stark unter Auflagen- und Titelrückgang zu leiden.



Eine aktuelle Übersicht zur Entwicklung des Anzeigenblattmarktes


(Stand März 2019) finden Sie unter www.bvda.de



OTS: Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter e.V. (BVDA)


newsroom: http://www.presseportal.de/nr/55849


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Pressekontakt:


Wolfram Zabel


Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter e.V.


+49 151 2345 3262


presse@bvda.de


www.bvda.de