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Do, 1. Oktober 2020, 0:06 Uhr

JoWooD Productions

WKN: 935221 / ISIN: AT0000747357

JoWooD Option für Risikofreudige


04.07.03 14:12
Bluebull

Die Experten von "Bluebull" berichten in ihren Börsenbrief "BLUeu", dass die JoWooD-Aktie spekulativ kaufenswert ist.

Das Jahr 2002 sei für JoWooD ein katastrophales gewesen. Nach einer schwach gezeichneten Kapitalerhöhung im Sommer seien im Herbst wirtschaftliche Probleme gekommen. Mitte November sei das Unternehmen praktisch insolvent gewesen. Nach einem stillen Ausgleich, der teilweise habe bilanziert werden können, könne für 2002 ein positives Eigenkapital ausgewiesen und eine Struktur geschaffen werden, die die Liquidität des Unternehmens verbessert habe.

Im ersten Quartal habe sich die Lage des Unternehmens deutlich verbessert. So habe erstmals ein positives Konzernergebnis nach drei Monaten ausgewiesen werden können. Die Ergebnisverbesserung dürfte nachhaltig sein. Aufgrund der Nichteinhaltung des Agreements mit den Banken durch einen der Gläubiger seien liquide Mittel in der Höhe von 4,26 Millionen Euro entzogen und die Verbindlichkeiten um diese Höhe gemindert worden.

2003 sollten zumindest 14 neue Spiele gelauncht werden, wovon 12 im hochprofitablen Topsegment platziert werden sollten. Finanzvorstand Michael Pistauer sehe derzeit drei wichtige Parameter für 2003: Ein positives Betriebsergebnis, ein positiver Cash Flow und eine verringerte Bilanzsumme.

Diese Ziele, ein positive Geschäftsverlauf und erfolgreiche Spiele, sollten erreicht werden können. Hinzu komme noch die Kapitalerhöhung um maximal 6.378.320 junge Aktien. Von dieser Kapitalerhöhung müssten allerdings rund vier Millionen Aktien gezeichnet werden, um diese als Erfolg zu werten. Man gehe dennoch von einer sehr hohen Erfüllungsquote der Kapitalerhöhung aus. In den Planzahlen für 2003 und 2004 rechne man daher mit 17,1 Millionen Aktien.

Durch die Verhandlungen mit den Hausbanken und den Schuldennachlässen sowie der Zins- und Tilgungsstützung habe JoWooD eine recht gute Überlebenschance. Allerdings seien von den Banken keine neuen Mittel bereit gestellt worden. Nach der Kapitalerhöhung dürfte auch hier in Bälde kein weiterer Schritt möglich sein. Übernahmegerüchte wegen dieser Kapitalerhöhung seien klar von der Hand zu weisen, da es sich um einen Restrukturierungsfall handele, wo auch bei Erlangung einer kontrollierenden Mehrheit (in der Regel über 30 Prozent) kein Übernahmeangebot gelegt werden müsse. Das Unternehmen lebe also derzeit aus dem Cash Flow, der auch noch zur Schuldentilgung verwendet werden müsse.

Daher verändere der Gamespublisher auch die Vertriebsstrategie. Statt alle Schritte (Entwicklung, Publishing, Vertrieb) im eigenen Haus zu machen, sollen Entwicklungspatenschaften, Lizenzvertrieb und Royality Agreements (späterer Verkäufer eines Spiels investiere in den laufenden Produktionsprozess) für geringere Vertriebskosten sorgen. Für JoWooD würden dadurch Risken und die Notwendigkeit einer langen Vorfinanzierung entfallen. In Summe solle nur mehr die Hälfte des Umsatzes durch Eigenvertrieb erwirtschaftet werden. Dieser Schritt sei sehr zu begrüßen, da das operative Geschäft durch die garantierten Abnahmebeträge in der neuen Vertriebsstruktur leichter planbar werde.

Ein negativer Effekt der Royality Agreements seien geringere Stückumsätze aus dem Verkauf der Spiele selbst und daraus geringere Umsätze. Allerdings bringe diese Vertriebsform etwas höhere Margen durch Einsparungen bei den Risikovorsorge-, Vertriebs- und Finanzierungskosten. Diese Effekte fänden in den Schätzungen für 2003 klaren Niederschlag. So werde zwar mit 28,7 Millionen Euro ein deutlich geringerer Umsatz als im Vorjahr erwartet, dafür rechne man mit einem Gewinn je Aktie von 0,34 Euro.

Zwar sei das Unternehmen damit auf KGV- und Mkcap/Umsatz-Basis sehr günstig bewertet. Nach Kurs/Buchwert und EV/EBIT sei die Aktie aber nicht mehr ganz so günstig, vor allem, wenn man diese, laut einem Vorschlag des Managements, als Valuestock sehe.

Dennoch verspreche die Turnaround-Story eine wachsende Attraktivität der Aktie. Zudem seien die Bestrebungen des Managements in Richtung Wiederteilnahme am Prime Market ein Bonus für die Aktie, die diese wieder ins Rampenlicht bringen könnte. Ein Investment in JoWooD sollte von einem sehr risikofreudigen Investor erst nach der durchgeführten Kapitalerhöhung erwogen werden.

Für jene, so die Experten von "Bluebull" in ihren Börsenbrief "BLUeu", die an eine volle Kapitalerhöhung glauben, wäre ein spekulativer Kauf der JoWooD-Aktie hoch interessant.





 
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