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Mo, 10. August 2020, 11:14 Uhr

EUR/USD (Euro / US-Dollar)

WKN: 965275 / ISIN: EU0009652759

Griechenland reüssiert mit positiven Daten, Euro gegenüber dem US-Dollar favorisiert


11.12.12 11:12
Bremer Landesbank

Bremen (www.aktiencheck.de) - Der Euro eröffnet heute (07:10 Uhr) bei 1,2960, nachdem im Verlauf der letzten 24 Handelsstunden Tiefstkurse im europäischen Handel bei 1,2887 markiert wurden, so die Analysten der Bremer Landesbank.

Der USD stelle sich gegenüber dem JPY auf 82,33. In der Folge notiere EUR/JPY bei 106,65, während EUR/CHF bei 1,2083 oszilliere.

Die griechische Industrieproduktion habe im Jahresvergleich im letzten Berichtsmonat einen Anstieg um 2,0% verzeichnet. Das sei fraglos noch keine breite Trendwende. Es sei aber sehr wohl ein Anzeichen einer Bodenbildung, der Potenzial für eine Trendwende innewohne.

Die Gesundung der öffentlichen Finanzlage schreite voran. Obwohl per 2012 eine Kontraktion der Wirtschaftsleistung von mehr als 6% auf der Agenda stehe, habe es Griechenland geschafft, die Neuverschuldung im Jahresvergleich von 21,5 Mrd. auf 12,92 Mrd. Euro in der Periode Januar bis November zu reduzieren. Diese Reduktion sei Ausdruck von strukturellen fiskalischen Anpassungen. Was passiere eigentlich, wenn Griechenland wieder wachse? Die Wahrscheinlichkeit positiver fiskalischer Überraschungen sei für diesen Fall erheblich.

Nicht nur in Griechenland komme es zu positiven Meldungen. Das deutsche KfW-Mittelstandsbarometer erfreue per November bei den kleinen und mittleren Unternehmen mit einem deutlichen Plus um +3,0 auf +5,6 Punkte. Das gelte sowohl für die Lage (+2,9 auf +17,3 Punkte) als auch die Erwartungen auf Sechsmonatssicht (+3,1 auf -6,2 Punkte). Der achtmonatige Abwärtstrend sei damit voraussichtlich gebrochen.

Großunternehmen würden sich skeptischer zeigen. Hier sei es per November zu einem Anstieg um +0,9 auf -3,4 Saldenpunkte gekommen.

Damit nicht genug. Auch aus China hat uns zu Wochenbeginn eine Phalanx positiv überraschender Wirtschaftsdaten erreicht, so die Analysten der Bremer Landesbank. Es verdichte sich für China ein Bild, das per 2012 ein Wachstum des BIP zwischen 7,6% und 7,8% impliziere. Das würden die Analysten nach 30 Jahren durchschnittlichen Wachstums in Höhe von 9% trotz einer globalen Schwächephase, die durch das Systemrisiko der Defizitkrise der Eurozone begründet gewesen sei, für erstaunlich widerstandsfähig halten.

Einen Tag ohne negative Nachrichten gebe es nicht. Herr Berlusconi melde sich mit seinen 76 Jahren zurück. Ein zu vier Jahren Haft verurteilter Protagonist, dessen Strafe noch nicht rechtskräftig sei, glaube noch einmal an seine Chance. Die Analysten würden das deutlich skeptischer sehen. Das gelte auch vor dem Hintergrund, dass Berlusconi als Premier Italiens nachweislich Bunga Bunga mit Reformpolitik verwechselt habe, was selbst der italienischen Bevölkerung mittlerweile klar geworden sein dürfte.

Die Analysten der Bremer Landesbank bedienen sich der Einlassung Montis, um Sachlichkeit Raum zu bieten: Italiens Ministerpräsident Mario Monti hat nach eigenen Worten derzeit nicht vor, nach seinem Rücktritt bei den Wahlen als Kandidat anzutreten. Er konzentriere sich darauf, sein Mandat zu erfüllen, habe der Regierungschef am Montag gesagt. Seine Regierung bleibe solange im Amt, bis eine neue Regierung stehe. Dies sollten sich die Finanzmarktteilnehmer bei allem Verständnis für die negativen Börsenreaktionen klarmachen. Die Marktreaktion sollte nicht dramatisiert werden, habe Monti gesagt. Er sei zuversichtlich, dass die Wahlen eine verantwortungsvolle Regierung hervorbringen würden.

Monti habe am Wochenende seinen Rücktritt angekündigt, nachdem seine Experten-Regierung den Rückhalt von Silvio Berlusconis Partei verloren habe. Berlusconi wiederum habe nahezu zeitgleich angekündigt, als Kandidat antreten zu wollen. Dies habe Sorgen vor einer Abkehr vom Sparkurs geschürt. Es werde erwartet, dass die Wahl statt im März nun bereits im Februar abgehalten werde.

Zusammenfassend ergebe sich ein Szenario, das den Euro gegenüber dem US-Dollar favorisiere. Ein Unterschreiten der Unterstützung bei 1,2820-50 neutralisiere das positive Bias. (11.12.2012/ac/a/m)





 
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