Suchen
Login
Anzeige:
Mo, 10. August 2020, 11:16 Uhr

Eurozone: Es tut sich was bei den Investoren


23.11.12 11:14
Bremer Landesbank

Bremen (www.aktiencheck.de) - Der Euro eröffnet heute (08:05 Uhr) bei 1,2892, nachdem im Verlauf der letzten 24 Handelsstunden Tiefstkurse im europäischen Handel bei 1,2838 markiert wurden, berichten die Analysten der Bremer Landesbank.

Der USD stelle sich gegenüber dem JPY auf 82,32. In der Folge notiere EUR/JPY bei 106,10, während EUR/CHF bei 1,2050 oszilliere.

"Gestern" haben die Protagonisten der Kapitalmärkte der Eurozone noch lautstark die kalte Schulter gezeigt, obwohl seit sage und schreibe 18 Monaten erhebliche positive Entwicklungen, die uns wesentlich von den USA, Japan und UK abheben, erkennbar sind, so die Analysten der Bremer Landesbank.

Templeton sei seit mehr als zwölf Monaten dabei, irische Staatstitel zu akkumulieren. Allianz wende sich wieder den Reformländern der Eurozone zu (Aktien). Nun komme auch noch PIMCO dazu, die wieder Spanien und Italien bei Bondkäufen berücksichtigen würden.

Die Fakten würden belegen, dass die Eurozone das Paradepferd der Stabilität im Vergleich zu USA, Japan und UK seien. Das werde ab jetzt wieder ansatzweise in globalen Portfolien berücksichtigt. Dass das erst jetzt passiere, sei übrigens nicht Ausdruck von Inhalten der Markteffizienztheorie …

Die Nachrichtenlage aus der Eurozone bleibe grundsätzlich positiv geprägt: Das Paket für Zypern komme voran. Irland werde 2013 verstärkt wieder den Kapitalmarkt anzapfen. Spanien habe bereits mit der Refinanzierung des Haushaltsjahres 2013 begonnen und habe sich zu niedrigeren Zinssätzen als zuvor refinanzieren können.

Wo seien denn nur die aggressiven und unsachlich orientierten Stimmen aus London und New York geblieben, die den Zerfall der Eurozone noch dieses Jahr unterstellt hätten?

Ohne negative Nachrichten gehe es in der EU aber auch nicht. Erwartungsgemäß sei eine Einigung bei dem EU-Haushalt bis 2020 nicht erkennbar.

Sei das ein Beinbruch? Nein, sofern es zu keiner Einigung komme, komme es zu automatischen jährlichen Budgets. Ergo bleibe die EU handlungsfähig.

Falls es zu dieser Entwicklung komme, müsste Großbritannien übrigens mehr als bisher zahlen. Das sei doch auch mal charmant.

Die Verhaltensweisen unserer britischen Freunde lassen uns den Begriff "präferierte Partnerschaft" mit der EU auf ökonomischer Ebene diskutieren, so die Analysten der Bremer Landesbank.

Zusammenfassend ergebe sich ein Szenario, das eine neutrale Haltung in der Parität EUR/USD favorisiere. Erst ein Ausbruch aus der Bandbreite 1,2580 bis 1,2900 eröffne neue Opportunitäten. (23.11.2012/ac/a/m)