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Mo, 26. August 2019, 12:07 Uhr

Euroland-Konjunktur schleppend


16.09.02 15:38
Sachsen LB

Das Wirtschaftswachstum in Euroland hat sich im zweiten Quartal in der Jahresrate von 0,3% auf 0,6% beschleunigt, so die Analysten der Sachsen LB.

Betrachte man die Quartalsraten, zeige sich jedoch ein Rückgang von 0,4% auf 0,3%, der die unverändert schwache Wachstumsdynamik unterstreiche. Wachstumsträger seien weiterhin der private Verbrauch (0,3%) und vor allem die Staatsausgaben (1,8%), wogegen die als klassische Wachstumsträger geltenden Investitionen um 2,9% unter ihrem Vorjahresniveau gelegen und bei den Exporten ein Nullwachstum zu verzeichnen gewesen.

Die Industrieproduktion zeige sich laut den jüngsten Juni-Daten unverändert schwach, die Jahresrate habe trotz eines 0,5%igen Anstiegs nach -1,2% bei -1,4% gelegen. Am Arbeitsmarkt mache sich die gegenwärtige Wachstumsschwäche dagegen kaum bemerkbar, die Euroland-Quote habe im Juli unverändert bei 8,3% gelegen, was binnen Jahresfrist einen Anstieg um lediglich 0,3 Prozentpunkte bedeute.

In Deutschland seien die Augustdaten besser als erwartet ausgefallen, in Großbritannien sei die Arbeitslosenquote trotz aktueller Wachstumsschwäche auf den niedrigsten Stand seit 1975 gesunken. Die enttäuschende Wachstumsdynamik sowie die Einbrüche an den Kapitalmärkten dämpften auch die Frühindikatoren zur Konjunkturentwicklung. Die Reuters-Einkaufsmanagerindikatoren seien sowohl für das verarbeitende Gewerbe als auch für den Dienstleistungssektor in Richtung 50-Punkte-Marke zurückgegangen und gäben damit nur noch ein verhalten positives Signal.

Während der Handelsblatt-Frühindikator für die Eurozone im September erneut 1,8% erreicht habe, habe sich der von der EU-Kommission erhobene Stimmungsindex von 99,6 auf 99,4 Punkte reduziert.