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Mo, 10. August 2020, 9:40 Uhr

EUR/USD (Euro / US-Dollar)

WKN: 965275 / ISIN: EU0009652759

Euro gegenüber dem US-Dollar favorisiert


20.12.12 16:26
Bremer Landesbank

Bremen (www.aktiencheck.de) - Der Euro eröffnet heute (07:47 Uhr) bei 1,3220, nachdem im Verlauf der letzten 24 Handelsstunden Tiefstkurse im asiatischen Handel bei 1,3190 markiert wurden, berichten die Analysten der Bremer Landesbank.

Der USD stelle sich gegenüber dem JPY auf 84,00. In der Folge notiere EUR/JPY bei 111,05, während EUR/CHF bei 1,2082 oszilliere.

Die Märkte würden Richtung Weihnachten und Jahresende dünner und damit entweder ruhiger oder aber volatiler.

"Gestern hatten wir eine gute Portion Volatilität. Erst markieren wir im EUR/USD Höchstkurse seit April dieses Jahres bei 1,3308, um dann sukzessive bis 1,3190 an Boden zu verlieren. Generell halten wir jedoch das erhöhte Niveau zum Jahresende 2012", so die Analysten der Bremer Landesbank.

Die Höchstkurse in der Parität EUR/USD bei 1,3308 seien in der indirekten Folge der Veröffentlichung des ifo-Index markiert worden.

Der deutsche ifo-Index habe mit einem unerwarteten Anstieg auf 102,4 Punkte, dem höchsten Wert seit Juli 2012, nach zuvor 101,4 Punkten und einer Prognose von 102,0 Zählern positive Akzente gesetzt.

Die Erwartungshaltung sei der entscheidende Katalysator des Anstiegs gewesen. Der Teilindex habe von 95,2 auf 97,9 Punkte zugelegt und damit den höchsten Stand seit Mai 2012 markiert.

Der Index, der die aktuelle Lage bewerte, habe dagegen mit einem Rückgang von 108,1 auf 107,1 Punkte enttäuscht. Die Analysten seien durchaus erstaunt. Diese Entwicklung stehe im diametralen Widerspruch zum Auftragseingang und auch zu der "Bonanza" im Weihnachtsgeschäft.

Der Chart verdeutliche einerseits die sukzessive Erholung und andererseits die Korrelation zu der Ankündigung der EZB im September, unlimitiert zugunsten der Reformländer zu agieren, sofern sie sich den Bedingungen des Fiskalpakts unterwerfen würden.

Nachdem Annäherungen im US-Haushaltsstreit von den Märkten goutiert worden seien, sei es gestern zu der entgegen gesetzten Tendenz im US-Haushaltsstreit und entsprechend an den Märkten gekommen. Die Analysten der Bremer Landesbank nehmen diese jüngste Entwicklung zur Kenntnis und ordnen sie als innenpolitisch orientierte Marketing Reflexe der Republikaner und Demokraten ein. Das Kliff werde umschifft, wenn nicht per Dezember, dann Anfang Januar. Man fühle sich an Hollywood erinnert ….

Unsere Freunde in Japan geben weiter Gas, so die Analysten der Bremer Landesbank. Das Zinsniveau bleibe unverändert bei 0,00% bis 0,10%. Die Zentralbank habe am Donnerstag einstimmig beschlossen, den Gesamtumfang des Programms zur Stützung der japanischen Wirtschaft um zehn Billionen Yen auf 101 Billionen Yen (rund 908 Milliarden Euro) zu erhöhen. Damit lockere die japanische Notenbank ihre Geldpolitik das dritte Mal innerhalb von vier Monaten. Es sei den Märkten jedoch nicht genug gewesen. So seien die Märkte halt. Von Zucker könnten sie nie genug bekommen, ohne die Folgen des Konsums fair einzuschätzen …

Halten wir inne, die USA und Japan drücken verstärkt auf das monetäre Gaspedal, so die Analysten der Bremer Landesbank. China sei gleichfalls expansiv. Großbritannien fahre ohnehin Vollgas, bald halte die Bank of England 80% aller britischen Staatsanleihen. Die EZB halte sich bedeckt.

Fakt sei, dass auf globaler Ebene das monetäre Gaspedal stärker bedient werde, als es noch vor wenigen Wochen vermutet worden sei. Fakt sei, dass das politische Risiko der Eurozone deutlich entschärft sei.

Fakt sei aber auch, dass IWF, OECD, Bundesbank und andere Institutionen vor diesem Hintergrund ihre Wachstumsprognosen per 2013 reduzieren würden. Die Analysten der Bremer Landesbank nehmen das äußerst irritiert zur Kenntnis und verweisen auf den Jahresausblick 2013, der morgen veröffentlicht wird und "unter Umständen" eine ganz andere Sichtweise offeriert.

Zusammenfassend ergebe sich ein Szenario, das den Euro gegenüber dem US-Dollar favorisiere. Ein Unterschreiten der Unterstützung bei 1,29700 - 00 neutralisiere das positive Bias. (20.12.2012/ac/a/m)





 
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