Suchen
Login
Anzeige:
So, 20. Oktober 2019, 14:15 Uhr

Euro eröffnete bei 1,2795


06.11.12 16:22
Bremer Landesbank

Bremen (www.aktiencheck.de) - Der Euro eröffnet heute (08:02 Uhr) bei 1,2795, nachdem im Verlauf der letzten 24 Handelsstunden Tiefstkurse im europäischen Handel bei 1,2768 markiert wurden, so die Analysten der Bremer Landesbank.

Mit dem "widerwilligen" Unterschreiten der Unterstützungszone bei 1,2780 bis 1,2810 würden die Analysten das Bias auf "neutral" setzen. Die Dynamik sei in der Abwärtsbewegung bisher ausgesprochen unausgeprägt. Das Risiko eines "False Break" sei nicht unerheblich. Der USD stelle sich gegenüber dem JPY auf 80,05. In der Folge notiere EUR/JPY bei 102,40, während EUR/CHF bei 1,2072 oszilliere.

Die Einlassungen von Herrn Schäuble seien von wesentlicher Bedeutung. Wir sind die Guten, die die Stellschrauben für die Zukunft positiv verändern, so die Analysten der Bremer Landesbank.

Im Rahmen eines Finanz- und Wirtschaftskriegs würden diese sachlich unglaublich wesentlichen Unterschiede zu den USA und Japan bisher weiter ausgeblendet. Leider würden sich selbst kontinentaleuropäische "Player" in dieser Auseinandersetzung für die unsachliche Agenda New Yorks und Londons einspannen lassen.

Die Lernkurven aus der Greenspan-Maestro Mär, aus der Neuen Markt Mär, aus der "Neuen Paradigmen Mär" und der "Top-Rating MBS Mär" seien unverändert bei vielen mehr als unausgeprägt. Sei eine derartige Ignoranz Ausdruck intellektueller Stärke? Derzeit werde dem Markt aus den Zentren New York und London von den "Tätern" der Vergangenheit suggeriert, dass der USD und JPY das Maß der Dinge seien. Währungen von Ländern, die nicht den Begriff Reform buchstabieren könnten. Spüre man die vorauseilende "Kälte" der "USD-Mär" und der "JPY-Mär" für Gutgläubige, die sich nicht mit der normativen Kraft des Faktischen im erforderlichen Maße beschäftigen würden?

Alles glänze natürlich auch nicht in der Eurozone. Der Umgang mit Griechenland sei einfach nur noch absurd. Jeden Tag, an dem dieses Drama in der x-ten Folge fortgesetzt werde, es erinnere an die "Lindenstraße" in der ARD, werde der Boden für realwirtschaftliche Investitionen für Griechenland und die anderen Reformländer versalzen. Fakt sei, dass man strukturell weitestgehend die Hausaufgaben gemacht habe. Fakt sei, dass man maßgeblich konjunkturelle Defizite habe. Fakt sei, dass an dieser Stellschraube besser schnell gedreht werden müsse. Die Arbeitsmarktsituation in Griechenland und Spanien sei prekär. Wolle man die Reformländer nach den strukturellen Maßnahmen jetzt konjunkturell zugrunde richten? Diese Frage sei rhetorischer Natur gewesen.

Der gallische Hahn habe aktuell etwas viel heiße Luft in der aufgeblähten Brust a’la Hollande. Die müsse raus. Auch ein Hollande werde nicht um nachhaltige Veränderungen des Geschäftsmodells herumkommen. Für Frankreich gelte, dass die Welt sich seit 1990 verändert habe. Diese Dynamik setze sich fort. Entweder erfinde sich der gallische Hahn neu oder er werde ökonomisch und in der Folge politisch deutlich an Bedeutung verlieren. Mit anderen Worten entscheide Hollande darüber, ob man zukünftig vom gallischen Hahn oder dem französischen Hühnchen sprechen werde.

Angeblich werde es in den USA eine enge Wahl. Die Analysten seien zu großen Teilen bestürzt, was auch bei dieser Wahl im Vorwege passiere. Das gelte insbesondere auch für die Probleme bei der Zulassung von Wählern. Das Feld sei jedoch viel weiter gesteckt. Schikane, wie sie sonst nur aus unfreiheitlichen Ländern bekannt sei, sei kein Einzelfall. Die aus den USA stammenden Leagues for Democracy und Leagues for Freedom, die in Osteuropa auf demokratische Gepflogenheiten im Interesse der USA so aggressiv achten würden, hätten in den USA noch viel zu bestellen.

Gestern sei der US-ISM-Dienstleistungsindex per Berichtsmonat Oktober von zuvor 55,1 auf 54,2 Punkte gesunken. Die Prognose habe bei 54,5 Zählern gelegen. Während der Beschäftigungsindex deutlich von 51,1 auf 54,9 Punkte angezogen habe, habe der Auftragsindex von 57,7 auf 54,8 Zähler verloren. Mit Werten deutlich oberhalb der Marke von 50 Punkten signalisiere dieser Index auskömmliches Wachstum.

Zusammenfassend ergebe sich ein Szenario, das eine neutrale Haltung in der Parität EUR/USD favorisiere. Erst ein Ausbruch aus der Bandbreite 1,2580 bis 1,2950 eröffne neue Opportunitäten. (06.11.2012/ac/a/m)